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Die Verarbeitung der Öle und Fette
Die industrielle Ölherstellung
Heißpressung
Das
Herauslösen des Öls mit Chemikalien
Raffination
Entlecithinierung, Entschleimung,
Entsäuerung,
Entfärbung (Bleichung),
Desodorierung
Die
Modifikation
Winterisierung,
Härtung (Hydrierung),
Fraktionierung,
Umesterung
Die Fallstricke beim
Ölkauf
Kaltgepresst – ein Begriff, der für
besonders hohe Güte steht?
Native Pressung, Natives Öl,
Bio- und Öko-Öle
Integrierter Anbau, kontrolliert
integrierter Anbau, kontrollierter Anbau
Unsachgemäßer Umgang
bzw. unsachgemäße Lagerung
Qualitätsbezeichnungen von Olivenöl
Die Verarbeitung der
Öle und Fette
Neben der Art der Fettsäuren, ist
die Fettqualität von größter Bedeutung. Industriell hergestellte
Fette und Öle haben häufig so viele Bearbeitungsschritte hinter
sich, dass sie als Träger von essentiellen Fettsäuren völlig
ungeeignet sind.
►Die Ölsamen werden erhitzt, mit Benzinfaktoren
wie
z.B. n-Hexan (Extraktion) wird jedes noch so kleine Tröpfchen Fett aus den
Produkten herausgeholt (so wie wir Fettflecken mit Waschbenzin aus
Textilien entfernen). Danach wird das Öl (meist unter hohen
Temperaturen) raffiniert, entlezithiniert, entschleimt, entsäuert,
gebleicht, winterisiert und desodoriert.
►Wird dieses Öl zu
Spezialfetten oder Margarine weiterverarbeitet, muss es noch umgeestert und verfestigt werden. Bei der industriellen Härtung
werden die raffinierten Öle ca. 90 Minuten mit Hilfe von
Nickel-Katalysatoren, Druck und Hitze von 100-200° Celsius
verändert. Wenn die fettlöslichen Vitamine durch die Raffination
noch nicht zerstört wurden – jetzt sind sie kaum noch vorhanden.
„Durch diese Verarbeitungsschritte werden ungesättigte
Fettsäuren zu erbgutschädigenden und krebserregenden Giften. Ein
derartiges Öl ist ein Gift, das als Nahrungsmittel verkauft
wird“.
Christian Opitz, „Abkürzung in die Freiheit“,
Hans-Nitsch-Verlag 2001
Wichtig:
Unser Stoffwechsel baut die
zugeführten Fettsäuren (auch die schädlichen wie oxidierte- und
trans-Fettsäuren) in ungefähr dem Verhältnis in den Körper und
die Zellwände ein, wie sie in unserer Nahrung enthalten sind. Für
die Gesundheit ist deshalb nicht nur ein ausgewogenes Verhältnis
der Fettsäuren wichtig, sondern auch die Art und Weise der
Herstellung und wie sehr es uns gelingt, die Fettsäuren und
anderen Inhaltsstoffe zu erhalten.
Allerdings muss gesagt werden,
dass es auch bei industriell hergestellten Ölen mehr oder weniger
schonende Verfahren gibt und nicht jeder Hersteller holt mit
aggressiven Methoden auch noch das letzte Quäntchen Öl aus den
Samenkörnern heraus. Dem Verbraucher nützt das wenig, da es für
ihn kaum erkennbar ist.
►Für die allermeisten Öle und
Fettprodukte gilt, dass sie von einer „artgerechten“
Menschennahrung so weit entfernt sind, wie das Käfighuhn von der
traditionellen Tierhaltung im Freien.
Grafik zur
Ölherstellung

Grafik zur
anschließenden Margarineherstellung

►
Der Marktanteil von minderwertigen, erhitzten und
gehärteten Fetten wie Margarine, Backfetten und industriell
präparierten Öle stieg um 400 %.
Die industrielle Ölherstellung
Ein Kapitel,
das sehr viel mit Hitze und Chemie zu tun hat.
Die meisten der
auf dem Markt befindlichen Öle werden
►mehrmals Temperaturen von
100 bis 280° C ausgesetzt. Dadurch werden Fettsäuren in ihrer
Struktur verändert und der Anteil der wertgebenden
Fettbegleitstoffe reduziert sich drastisch. Das sind Vitamine E,
beta-Carotin, Enzyme, Lecithin, sekundäre Pflanzenstoffe und
andere bioaktive Substanzen, denen vielfältige positive Wirkungen
zugeschrieben werden.
Zusätzlich
bestimmen immer mehr Lebensmittelchemiker, wie ein Fett auszusehen
hat. Es ist schon bewundernswert, welche Mittel der
Lebensmitteltechnologie heutzutage zur Verfügung stehen, um aus
einem gesunden Lebensmittel ein ungesundes Speiseöl oder ein
völlig denaturiertes Fettprodukt herzustellen.
►So sind
industriell hergestellte Öle und Fette nicht nur durch die
zugeführt Hitze geschädigt, sondern auch durch die vielfachen
chemischen Manipulationen vergiftet. Die Natur oder die
Natürlichkeit spielt hier keine oder eine untergeordnete Rolle.
Kern- und Samenöle
haben starke Zellwände, die die Ölausbeute bei der Kaltpressung
auf etwa 30 - 60 % reduzieren. Das Vorwärmen erleichtert den
Austritt des Öls, sodass sich die Ausbeute auf 95-99% erhöht. Die
Dauer dieser Prozedur beträgt ca. 1-2 Stunden bei Temperaturen
zwischen 80 und 170° Celsius.
2.
Das Herauslösen des Öls mit Chemikalien
Diese Prozedur
wird sehr oft mit der Kalt- und Heißpressung kombiniert, um dem
übrig gebliebenen Presskuchen noch den letzten Rest Öl zu
entziehen. Es können aber auch alle üblichen Ölsaaten direkt, also
ohne vorherige Pressung, extrahiert werden.
►Auch vermeintlich
hochwertige Öle können davon betroffen sein, wenn sich durch die
Pressung nur wenig Ausbeute erzielen lässt (z.B. Traubenkernöl).
Die Saaten werden
zerkleinert oder gemahlen und
auf 60 -
70° C erhitzt. Danach werden die Ölbestandteile mit Hilfe
chemischer Lösungsmittel, wie n-Hexan oder Leichtbenzin,
extrahiert (herausgezogen). Die giftigen Lösungsmittel werden vom
Öl getrennt, indem man das Gemisch wieder auf ca. 150° C erhitzt.
Auch wenn hierbei die Lösungsmittel verdampfen, Rückstände können
dennoch in den Ölen verbleiben und werden bei Untersuchungen auch
gefunden.
Aber selbst wenn keine Spuren mehr nachgewiesen werden können, ist
das noch lange keine Gewähr dafür, dass die Fettverarbeitung mit
chemischen Lösungsmitteln unschädlich ist. In der Homöopathie ist
bekannt, dass selbst wenn ein Stoff nicht mehr nachweisbar ist,
die positiven aber auch negativen Wirkungen energetisch erhalten
bleibt. Außerdem sind Fettsäuren keine tote Materie. Wer vermag
schon ausschließen, dass sich gewisse Eigenschaften bereits
während des Kontakts verändern. Bei einem Sonnenbrand kann man
auch kein Sonnenlicht in den Hautzellen finden - die Auswirkungen
sind aber deutlich sichtbar.
Tatsache ist, dass das so gewonnene
Öl
-
eine Vielzahl von
übel schmeckenden und schlecht riechenden Stoffen enthält
-
mit giftigen Stoffen belastet ist
-
chemisch veränderte und
oxidierten Fettsäuren enthält
Es muss daher
durch die Raffination wieder aufgepäppelt werden.
3.
Raffination
Hinter diesem
Begriff verbergen sich eine ganze Reihe weiterer chemo-technischer
Verfahren. Diese Verfahren haben vor allem einen Zweck: Ohne
Rücksicht auf Verluste wird das Öl für den Handel und die
industrielle Weiterverarbeitung optimiert oder wie es in der
Nahrungsmittelindustrie liebevoll heißt „veredelt“.
-
Ungenießbare
Stoffe werden entfernt.
-
Es soll auch bei
längerer und unsachgemäßer Lagerung haltbar sein.
-
Für die
Weiterverarbeitung in andere Produkte ist es wichtig, dass das Öl
weitgehend farblos, hell, geschmacksneutral und frei von
Fettbegleitstoffen ist. Das vereinfacht den Handel und der
Grundstoff ist vielfach verwendbar.
Ziel der Raffination ist ein möglichst reines Öl. Bei dem Prozess
werden auch Proteine und DNA zerstört. Aus diesem Grund
unterscheiden sich raffinierte Öle aus gentechnisch veränderten
Ölsaaten (Soja, Raps, Mais, Baumwollsaat) in der Regel nicht von
jenen aus konventionellen Pflanzen.
Quelle:
bioSicherheit.de unter dem Stichwort „Raffination“
a)
Entlecithinierung
Lecithin sondert
sich bei längerer Lagerung ab, so dass sich das Öl etwas eintrübt.
Es wird mit Wasser verrührt und dadurch abgetrennt. Als
„Abfallprodukt“ kann es anderweitig verwendet werden. Zum Beispiel
als Nahrungsergänzung, um die Funktion des Gehirns und der Nerven
zu verbessern oder als Emulgator in der Kosmetikindustrie.
b) Entschleimung
Raffinieren heißt
reinigen. Das nimmt die Industrie wörtlich. Da sich auch Wachse,
Schleimstoffe auf Protein- und Kohlenhydratbasis und weitere
Fettbegleitstoffe auf dem Flaschenboden absetzen können, werden
diese durch Filtration, Zentrifugation und der Zugabe von
Phosphorsäure entfernt.
►Wichtig: Hochwertige Öle sind nie
völlig klar. Die Trübung ist ein Qualitätszeichen.
c)
Entsäuerung
Durch die Erhitzung und chemischen Belastungen, aber auch durch
die Verwendung minderwertiger Rohstoffe entstehen freie
Fettsäuren, die unangenehm kratzig schmecken
und den Verderb beschleunigen würden. Um dies zu verhindern, ist
die Natronlauge hilfreich. Die freien Fettsäuren reagieren mit der
Lauge und die entstehende Natriumseife kann als "Soapstock" mit
Hilfe von Separatoren abgetrennt werden. Umweltfreundliche
Ölmühlen setzen statt der Natronlauge Dampf ein, der bis zu 200°
Celsius erhitzt wird.
d)
Entfärbung (Bleichung)
Selbst die
wertvollen sekundären Pflanzenfarbstoffe wie Carotine und
Chlorophylle gelten als lästig und werden mit Salzsäure
vorbehandelter Bleicherde oder mit Aktivkohle bei etwa 110°
Celsius gebunden und herausgefiltert. Als Beispiel: Sind im
Sonnenblumenöl vor der Bleichung noch 10-20 ppm Chlorophyll
enthalten, sind es danach nur noch 0,02 ppm. Dadurch gehen eine
ganze Reihe von gesundheitlich positiven Wirkungen verloren, denn
Chlorophyll hat antioxidative, antibakterielle, entgiftende und
blutbildende Fähigkeiten.
e)
Desodorierung
Das Produkt darf
natürlich auch nicht arteigen riechen oder schmecken. Bei
Temperaturen von 240°C bis 280°C und einer Erhitzungsdauer von
mehreren Stunden trennt heißer Wasserdampf flüchtige Verbindungen
von nicht flüchtigen. Das sind Geruchs- und Geschmackstoffe, freie
Fettsäuren, aber auch ca. 20% der Tocopherole (Vitamin
E),
Carotinoide und
andere Vitalstoffe. Das Öl ist nun geruchlos, geschmacksneutral
und lange haltbar. Jeder der sich näher mit Ölen beschäftigt hat
und jede(r) Koch und Köchin weiß, dass selbst spezielle
Frittierfette nur Temperaturen bis zu 240 °C vertragen, ohne
gesundheitsschädliche Stoffe zu bilden. Einziger positiver Effekt:
Durch die thermische
Zersetzung werden Peroxide abgebaut,
Giftstoffe und
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln werden ebenfalls reduziert.
Heißer Dampf
Einige Minuten
bei 200° Celsius machen den meisten Ölen nichts aus.
Laborversuche mit höheren Temperaturen und länger dauender Hitze
ergaben jedoch, dass sich bei aggressiveren Verfahren ein Drittel
der alpha-Linolensäure zu trans-Linolensäure umwandelt.
Quelle: „Fett!“,
Ulrike Gonder, Hirzel Verlag, 2004, S. 153
4.
Die Modifikation
Bei der Modifikation werden aus raffinierten Ölen feste Fette, die
auch noch den letzten Rest der Natürlichkeit verloren haben. Das
bekannteste Endprodukt ist die Margarine, aber Chemie und Technik
machen auch ganz andere Anwendungszwecke möglich.
„Spezifische
Wünsche? Kein Problem! Man kann beispielsweise dafür sorgen, dass
das Fett in der Pfanne nicht spritzt. Es soll aber so schäumen
wie Butter? Selbstverständlich ist auch dies auf chemischem Wege
möglich. Farbe und Aroma können der Butter angeähnelt werden. Das
Fett kann schmelzig sein, robust, anpassungsfähig,
streichzart, sommerfrisch, kernig... alles, alles ist machbar“.
Dr. med. O.
Bruker, Ilse Gutjahr, „Cholesterin, der
lebensnotwendige
Stoff“, emu-Verlag 2002, S. 93
a)
Winterisierung:
Bei
Kühlschranktemperatur kann es bei manchen Speiseölen zu einer
Ausflockung von Wachsen und hochschmelzenden Glyceriden kommen.
Das Öl wird auf 6-10°C
abgekühlt und die Trübstoffe abgefiltert. Zusätzlich können noch Lösungsmittel verwendet
werden. Nötig ist diese Prozedur nicht, da diese Schwebstoffe
völlig natürlich sind und nur irrtümlicherweise vom Verbraucher
als Verderb gewertet werden.
b) Härtung
(Hydrierung):
Bei der Härtung werden nicht
einzelne Fettsäurearten abgetrennt, sondern die Fettsäuren
chemisch verändert. Dazu werden die freien Doppelbindungen der
ungesättigten Fettsäuren mit Wasserstoffteilchen besetzt. Die
Anlagerung erfolgt innerhalb von ca. 90 Minuten bei Temperaturen
von 100-200° C, hohem Druck und Nickel-Katalysatoren zur
Beschleunigung. Bei vollständiger Härtung sind alle
Doppelbindungen mit Wasserstoff besetzt. Möchte man ein
flüssigeres Fett, bricht man den Prozess ab und kann so Fette mit
jedem beliebigem Schmelzpunkt herstellen. Diese Teilhärtung
(z. T. gehärtet) erzeugt am meisten problematische
trans-Fettsäuren. Eine Deklarationspflicht besteht nicht.
c) Fraktionierung:
Alle Fette und Öle
bestehen aus einem Gemisch von gesättigten und ungesättigten
Fettsäuren, die bei unterschiedlichen Temperaturen schmelzen.
Möchte man z.B. aus einem Öl ein festes Fett machen, kann man
durch Erwärmung und andere physikalische Verfahren die (flüssigen)
ungesättigten Fettsäuren von den gesättigten Fettsäuren abtrennen.
d) Umesterung:
Ebenfalls ein
chemisches Verfahren, bei dem durch Wärme und einem Katalysator (Natriummethylat)
die Fettsäurenzusammensetzung verändert wird. Anders als bei der
Härtung wird nicht Wasserstoff angelagert, sondern die einzelnen
Bestandteile der Fettsmoleküle (3 Fettsäuren + ein
Glycerinmolekül) getrennt und anschließend wieder zu einem neuen
Triglycerid zusammengefügt. Auch hier kann maßgeschneidert der
Schmelzpunkt verändert werden, die neue Fettsäure ist allerdings
ein reines Kunstprodukt.
Die Fallstricke beim Ölkauf
Der große Geist
ist unser Vater, doch die Erde ist unsere Mutter, sie ernährt uns:
Was wir pflanzen, gibt sie uns zurück, und auf diese Weise schenkt
sie uns die Pflanzen, die uns heilen.
Indianische
Weisheit
Raffination und Modifikation von Ölen und Fetten sind
Verarbeitungsschritte, die besonders bei gesundheitsbewusst
denkenden Menschen sofort auf Ablehnung stoßen. Aber die
Nahrungsmittelindustrie kennt auch viele irreführende Begriffe,
die Qualität suggerieren aber oft nicht halten was sie
versprechen.
Kaltgepresst – ein
Begriff, der für besonders hohe Güte steht?
Erster Kritikpunkt:
Kaltgepresst bedeutet
nicht gleichzeitig niedrige Presstemperaturen.
Die
Kaltpressung ist das traditionelle und das beste Verfahren, um die
Qualität des Öls zu erhalten, da beim Pressvorgang keine
Hitze von außen zugeführt wird. Dies ist aber dennoch keine Gewähr
für ein besonders schonendes Verfahren. Erhöht man durch stärkeres
Pressen den Druck auf 1600-3000 bar, so steigt die Temperatur auf
►50-170° Celsius.
Als Vergleich:
Bei diesen
Temperaturen kocht und verdampft das Wasser und niemand würde auf
die Idee kommen, dies als „Kalt“ zu bezeichnen. Das kümmert die
meisten Firmen nicht, da den Hersteller die Ausbeute interessiert,
nicht unsere Gesundheit.
Begriffe wie die
„Kaltpressung“ oder „Erste Kaltpressung“ sind deshalb in vielen
Fällen ein irreführender Begriff.
Zweiter Kritikpunkt:
Die Bezeichnung „kaltgepresst“
ist keine geschützte und klar definierte Qualitätsbezeichnung.
Die rechtlichen Vorschriften und
Voraussetzung für das Herstellen und Inverkehrbringen von
Speiseölen wird durch das Lebensmittel- und
Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) geregelt.
Aus den
Leitsätzen für Speisefette und Speiseöle:
„Wird die Bezeichnung nativ bei
pflanzlichen Speiseölen durch die Bezeichnung kaltgepresst oder aus
erster Pressung ergänzt, so werden diese Speiseöle mit besonderer
Sorgfalt bei der Auswahl der Rohstoffe durch Pressen ohne
Wärmezufuhr unter möglichst schonenden Bedingungen gewonnen“.
►Begriffe wie „besondere Sorgfalt“ und
„unter möglichst schonenden Bedingungen“ lassen natürlich einigen
Spielraum zu. Es stellt sich die Frage, warum klar definierte
Parameter, wie die maximale Temperatur während der Pressung,
Ölablauftemperatur und Pressdruck nicht in die Leitsätze
aufgenommen wurden.
Häufig wird auch mit der
Ölablauftemperatur (Ölauslauftemperatur) oder mit der maximalen
Presstemperatur (z.B. „bei max. 40° gepresst“) geworben. Der
Messpunkt dafür ist ebenfalls nicht definiert.
Mögliche
Messpunkte:
Vor allem wenn
die Auslauftemperatur im Auffangbehälter gemessen wird, ist das
Öl bereits stark abgekühlt.
Dritter Kritikpunkt:
Kaltgepresst bedeutet nicht, dass das Öl unraffiniert ist.
Auch nach der
Kaltpressung kann das Öl noch Raffinationsschritten unterworfen
sein und selbst wenn das Öl als „kaltgrepresst
und
unraffiniert“ angeboten wird, ist das keine Garantie für ein
besonders hochwertiges Öl.
Leider gibt es
eine Ausnahme, die nicht deklarationspflichtig ist. Die Behandlung
mit heißem Wasserdampf ist nach dem
Lebensmittelgesetz erlaubt, so dass „echte“ kaltgepresste und
unraffinierte Öle auf dem Markt eher die Ausnahme sind, als die
Regel.
Aus den Leitsätzen
für Speisefette und Speiseöle:
„Nicht raffinierte
Speisefette und -öle werden durch Ausschmelzen oder schonende
mechanische Verfahren wie Pressen oder Zentrifugieren gewonnen.
Sie können gewaschen und/oder mit Wasserdampf behandelt,
getrocknet und filtriert oder zentrifugiert sein. Sie sind jedoch
weder entsäuert noch gebleicht oder desodoriert“.
►Wer die
Raffination ablehnt, kommt an nativen Ölen aus Bio-Anbau nicht
vorbei oder er kennt die Produktionsverfahren des Herstellers.
Vierter Kritikpunkt:
Kaltgepresst und unraffiniert bedeutet
nicht, dass in dem Öl keine ungesunden und leicht verderblichen
Inhaltsstoffe enthalten sind.
Die Verarbeitung ist zwar ein wichtiger Eckpunkt für die Erhaltung
der wertvollen Inhaltsstoffe, das Öl aber selbst kann immer nur so
gut sein, wie die Pflanzenstoffe aus denen man sie gewinnt.
Daraus ergeben sich vor allem zwei Probleme:
a) Fettmoleküle
haben die Eigenschaft, Umweltgiftstoffe und Chemikalien aus
Pflanzenschutzmitteln und Klärschlämmen zu binden
Viele Umweltgiftstoffe sind fettlöslich (lipophil),
das heißt sie können sehr leicht in die Fetttröpfchen von
Pflanzen, wie auch von Menschen eindringen und gehen mit ihnen
eine stabile Verbindung ein. Deshalb sind Menschen mit viel
Übergewicht, in den meisten Fällen mit einer höheren Menge an
Giftstoffen belastet, wie schlanke. Die regelmäßige Reinigung des
Organismus ist deshalb lebenswichtig, aber auch nicht
unproblematisch.
Besonders bei einer schnellen Gewichtsabnahme, werden durch den
Fettabbau zwangsläufig hohen Mengen Giftstoffe freigesetzt, die
den Körper erheblich belasten können. Die Selbstvergiftung (Auto-Intoxikation)
kann in seltenen Fällen sogar tödlich enden.
Man hat man beobachtet, dass sie (Zugvögel) während des Fluges
auf halber Strecke häufig abstürzen und tot am Boden liegen
bleiben. Wenn man sie untersucht, dann stellt man fest, dass sie
vollständig vergiftet sind. Sie sind voll mit Herbiziden,
Fungiziden, Pestiziden und ähnlichen Stoffen aus der
Landwirtschaft oder auch mit Schwermetallen. Diese Vögel fliegen
mit prallen Fettzellen los. In diesen Fettzellen sind die Gifte
gut verdünnt und weggesteckt. Die Vögel können damit umgehen.
Aber wenn dann während des Fluges dieses Fett verbraucht wird,
dann werden die Gifte frei und schädigen das Nervensystem. Die
Vögel stürzen ab. Sie sterben ... So kann es Fettleibigen gehen,
wenn sie in Notzeiten unkontrolliert Fasten müssen. Lassen Sie es
gar nicht erst dazu kommen! Entgiften Sie systematisch und
kontrolliert, bevor es zu spät ist!
Quelle: Dr. Otfried D. Weise, „Die Ursachen von Cellulite und
deren Behandlung“, gesundheitstrends.de
Wichtig:
Da Speiseöle und -fette die Umweltgiftstoffe förmlich aufsaugen,
sollten so weit wie möglich Produkte aus kontrolliert
biologischem Anbau verwendet werden.
b) Nur
durch einwandfreie Rohware lässt sich ein hoher Anteil an freien
Fettsäuren vermeiden
Durch die Spaltung von Triglyceriden in Glycerin und Fettsäuren
werden freie Fettsäuren gebildet.

Bei Fruchtfleischfetten wie der Olive, beginnt die Spaltung schon
während der Reife. Bei Saatgut und Kernen vor allem nach der
Ernte. Beschleuniger dieser Prozesse sind Enzyme, Hitze,
Luftsauerstoff, Feuchtigkeit, mikrobielle Belastungen, lange
Lagerzeiten und falscher Umgang mit den Ölen. Im Regelfall
enthalten kaltgepresste Öle 0,5 – 3% freie Fettsäuren, bei
weniger Sorgalt kann der Anteil aber auch 20-30% betragen. Zu
erkennen sind Öle, mit einem hohen Anteil an freien Fettsäuren,
vor allem durch den ranzigen und kratzigen Geschmack. Die Öle und
Fette schmecken dann aber nicht nur unangenehm. Die freien
Fettsäuren sind auch besonders oxidationsempfindlich. Bei der
Raffination ist diese Gefahr weniger gegeben, da die Entsäuerung
einen Großteil der freien Fettsäuren entfernt, weshalb sie auch
länger haltbar sind. Kaltgepresste und nicht raffinierte Öle sind
deshalb mehr gefährdet und benötigen von der Auswahl der
Rohstoffe, über die einzelnen Produktionsschritte, bis zur
Lagerung besondere Sorgfalt.
Bei der
Kaltpressung zu beachten
-
die Samen, Kerne oder Früchte können schon
vor der Pressung erhitzt sein
-
der Begriff „kaltgepresst“ ist gesetzlich
nicht geschützt. Temperaturen bei der Herstellung von bis zu 170°C sind
durch starke Pressen möglich
-
die Temperaturangabe am Etikett ist mit
Vorsicht zu genießen, da
im Pressraum (dort ist es am
wärmsten), beim Austritt des Öls oder im Auffangbehälter gemessen
werden kann
-
das Öl kann durch mehrere mechanische
Pressungen gewonnen sein
-
auch kaltgepresste Öle können
Raffinationsschritten unterworfen sein (muss deklariert werden)
-
die Wasserdampfbehandlung muss
nicht deklariert werden
-
das Öl kann durch mehrere mechanische
Pressungen gewonnen sein
-
Giftstoffe und freie Fettsäuen können nur
durch hochwertige Rohstoffe vermieden werden
Aus den Leitsätzen
für Speisefette und Speiseöle:
„Native Speisefette und -öle werden aus nicht vorgewärmter Rohware
durch Pressen ohne Wärmezufuhr oder durch andere schonende
mechanische Verfahren gewonnen. Sie können gewaschen und filtriert
oder zentrifugiert sein. Sie sind jedoch weder entsäuert noch
gebleicht oder desodoriert“.
Auch hier gilt das
gleiche wie bei den kaltgepressten Ölen.
►Die
Presstemperatur ist nicht klar vorgegeben und wird deshalb von
keinem Lebensmittelkontrolleur geprüft. Die einzige Ausnahme sind
Oliven- und Bio-Öle, die verbindliche
Qualitätsstandards
vorschreiben.
Bio- und Öko-Öle
Wenn auf dem
Etikett einer dieser Begriffe steht, können Sie davon ausgehen,
dass es sich um ökologisch erzeugte Lebensmittel aus Bioanbau
handelt. Diese Begriffe sind durch das Lebensmittelrecht
geschützt.
Verbindliche
Richtlinien der Öko-Verbände:
für Native
Bio-Öle
Ø
Es
bezeichnet ein kaltgepresstes Öl aus erster Pressung und kbA
Ø
Das
Rohmaterial muss sortenrein sein und darf nur bis zur
Presstemperatur vorgewärmt werden (max. 60°C)
Ø
Die
maximale Presstemperatur für die einzelnen Öle:
o
Olivenöl: 40° C
o
Diestel- und Kürbiskernöl: 50° C
o
Alle
anderen Öle: 60° C
Ø
Zulässig ist filtrieren, dekantieren* oder zentrifugieren des Öls
(Abschleudern), um feste Begleitstoffe oder Trübstoffe zu
entfernen. Die Extrahierung und die Raffination sind nicht
erlaubt.
wenn in der
Bezeichnung „Nativ“ bei Bio-Ölen fehlt
Ø
Die
Wasserdampfbehandlung (Desodorierung):
o
Ist
erlaubt bis max. 160° C (Ausnahmsweise auch mehr)
o
Desodoriert werden vor allem Speiseöle, die einer
Weiterverarbeitung zugeführt werden, sowie Palm- und Kokosfette
* Dekantieren
bedeutet das vorsichtige Umgießen des Öls in einen anderen
Behälter, um das Öl vom Bodensatz zu befreien.
Fallstricke:
Laut dem
Bundesverband für Naturkost lässt ein Teil der Ökoverbände Alkohol
(Ethanol) als Lösungsmittel (Friolex-Verfahren) zu. Allerdings nur
für Samen oder Kerne mit einem sehr geringen Ölgehalt von 5-10 %
(z.B. Traubenkerne). Solche Öle dürfen die Bezeichnung „Nativ“
nicht führen.
Die Desodorierung
ist ein Kompromiss, den die Bio-Verbände eingehen. Sie wird immer
dann angewendet, wenn es keine technische Alternative gibt, um
unerwünschte Geschmacksstoffe bzw. hygienisch bedenkliche Stoffe,
die durch Verarbeitung, Lagerung und Transport entstehen, zu
entfernen. Typische Produkte sind Kokos- und Palmfette und
Produkte wie die Margarine, die diese Rohstoffe enthalten. Bei
Kokosfett gibt es inzwischen eine Alternative, die auf die
Wasserdampfbehandlung verzichtet. Es ist als „Virgin Coconout Oil“
im Handel.
Auch Bioöle können in seltenen Fällen mit
Pestiziden belastet sein
Dies kann immer dann auftreten, wenn
die Anbauflächen noch mit den früher eingesetzten und schwer
abbaubaren
chlorierten Pflanzenschutzmitteln (chlorierten
Kohlenwasserstoffen) kontaminiert sind. Selbst nach 25 Jahren
ökologischen Anbaus können diese Altlasten noch nachgewiesen
werden. Belastet sind allerdings fast ausnahmslos Kürbiskernöle,
da der Kürbis die Neigung hat, diese fettlöslichen Pestizide mit
Langzeitwirkung besonders gut aufzunehmen und zu speichern. So
testete das Kantonale Labor
Zürich 7 kaltgepresste Kürbiskernöle (3 davon Bio). In allen 7
konnten Rückstände nachgewiesen werden,
►also auch in den drei Bioölen, die
allerdings wesentlich geringer belastet waren.
Quelle: Kantonales
Labor Zürich, „Pestizide in pflanzlichen Speiseölen“, 03.2004
Ein weiteres
Problem entsteht dann, wenn Anbau, Verarbeitung, Transport und
Lagerung von konventionellen und Bio-Produkten nicht sorgfältig
getrennt sind. Pestizidrückstände können so übertragen werden.
►Verantwortungsbewusste Rohstoffhändler und Ölhersteller fahren
deshalb zwei strikt getrennte Linien.
Auch wenn die
Bio-Branche mit Alt- und Neulasten zu kämpfen hat, gibt es
keine
gesunde Alternative, da konventionelle Produkte ungleich mehr
belastet sind. Zusätzlich hat die
Öko-Landwirtschaft und -Produktion ein sehr dichtes
Kontrollsystem, so dass die Probleme außerordentlich selten und
wenn nur in Spuren auftreten.
Bei Kürbiskernöl
hilft eine Nachfrage beim Bauern bzw. Erzeuger. Die Kürbisse
sollten nicht auf
einem ehemals
verseuchten Boden angebaut werden.
Bezeichnungen des
konventionellen Anbaus. Durch Standort- und Sortenwahl einer
vielseitigen Fruchtfolge und anderen Maßnahmen wie Bodenanalysen
wird versucht, den Einsatz von Chemikalien zu minimieren.
Fallstrick:
Selbst beim
„Kontrolliert integriertem Anbau“ dürfen Pflanzenschutzmittel
eingesetzt werden, wenn durch einen Schädlingsbefall starke
Verluste zu erwarten sind.
Damit ist dem Missbrauch Tür und Angel geöffnet
Das Hessische
Ministerium des Inneren und für Landwirtschaft, Forsten und
Naturschutz untersuchte von 1993-1996
Pflanzenschutzmittelrückstände in Äpfeln. Von den 62 Proben aus
kontrolliert integriertem Anbau waren 53 Proben (85%) mit
Pestizidrückständen belastet.
Quelle:
Publikationsverzeichnis des HMULF, „Pflanzenrückstände in Äpfeln,
Ergebnisse des Untersuchungsprogramms von 1993-1996“, 16 Seiten,
Ausgabe 9/98.
Weitere irreführende
Qualitäts-Bezeichnungen bei konventionell erzeugten Lebensmitteln
-
aus
umweltschonendem Anbau
-
vollwert
-
von staatlich
anerkannten Bauernhöfen
-
aus alternativer
Haltung
-
aus artgerechter
Haltung
-
unter
unabhängiger Kontrolle
-
aus integrierter
Landwirtschaft
-
aus Vertragsanbau
-
die
Bezeichnungen „Fairtrade" oder "TransFair“ können Bio-Produkte
sein, müssen es aber nicht
Weitgehendst verlassen kann man sich auf die Begriffe "naturrein"
oder "natürlich", die durch das Lebensmittelgesetz definiert
wurden.
Diese
Bezeichnungen dürfen nur verwendet werden
-
wenn weder
Zusatzstoffe, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder
Tierarzneimitteln enthalten sind
-
und das
Lebensmittel keiner Bestrahlung unterzogen wurde
Die Bezeichnungen
bedeuten aber nicht, dass es sich um ein Bio-Lebensmittel aus
kontrolliert biologischen Anbau handelt.
Unsachgemäßer Umgang
bzw. unsachgemäße Lagerung
Als
Faustregel gilt: Je höher der Anteil an mehrfach ungesättigten
Fettsäuren ist, desto empfindlicher reagieren die ungesättigten
Fettsäuren auf Licht und die Umgebungstemperatur. Deshalb sollten
Speiseöle auch schon vor dem Verzehr kühl und lichtgeschützt
gelagert werden.
►In den
Verkaufsregalen der Supermärkte wird dem am wenigsten Beachtung
geschenkt. In langen Reihen stehen die Öle und werden dadurch
unter Bedingungen verkauft, bei denen es bereits wenige Wochen
nach der Abfüllung zu einem Qualitätsverlust kommt. Die Fettsäuren
werden instabil, ranzig und oxidieren.
Olivenöl hat
eigene und gesetzlich geschützte Qualitätsbezeichnungen
(gelten nur für
Olivenöl)
Erste
Kaltpressung (erste Kaltextraktion)
Mechanische 1.
Pressung bei Temperaturen von max. 27° C
Nativ Extra
(Extra Vergine)
Dies
ist die höchste Qualitätsstufe und legt folgende Kriterien
verbindlich fest:
-
erste
Kaltpressung
-
nicht raffiniert
oder mit anderen Ölen vermischt
-
Anteil der freien
Fettsäuren max. 0,8 %
-
vom
Geschmack und Geruch muss es absolut fehlerfrei sein und einen
einwandfreien, fruchtigen Geschmack aufweisen
-
die sensorische
Prüfung für native Olivenöle muss durch eigens geschulte
Tester (Panel) durchgeführt werden
Freie Fettsäuren
entstehen durch unsorgfältige Behandlung bei der Ernte, Lagerung
und Verarbeitung. Platzt die empfindliche Haut auf, entstehen
natürliche Gärungsprozesse, die den Gehalt an freien Fettsäuren
erhöhen. Man kann sie durch
den unangenehm kratzigen, sauren Geschmack erkennen.
►Das
Pflücken von Hand und die sofortige Verarbeitung sind mit Abstand
am schonendsten, treiben aber auch die Kosten in die Höhe. Viele
Olivenbauern warten deshalb einfach, bis die Früchte vom Baum
fallen und „ernten“ die Oliven als zum Teil faulige und übel
riechende Masse.
Fallstricke:
Inflationsartig
stehen Olivenöle mit der Bezeichnung „Olivenöl nativ extra“ in den
Verkaufsregalen. Dabei werden pro Ernte im Durchschnitt nur etwa
5 Prozent davon produziert. Das Nachrichtenmagazin „Der Stern“
ließ 19 in Deutschland gekaufte Olivenöle mit der Bezeichnung
"Extra Vergine" testen.
Zwei unabhängig
voneinander arbeitende Qualitätsprüfer (Panels) des Labors der
Handelskammer Florenz kamen zu folgendem Ergebnis:
2 Öle wurden von
beiden Panels übereinstimmend als „Extra Vergine“ gewertet. Bei
drei Ölen gab die eine Testgruppe die Note "Extra Vergine", die
andere nur "Vergine".
►Maximal
5 Öle von 19
entsprachen also der tatsächlichen Qualitätsbezeichnung. Der Rest
wurde als „Vergine“
abgestuft und 3 Öle wurden übereinstimmend als sogenanntes „Lampantöl“
bezeichnet, das von so minderer Qualität ist, dass es nicht zum
Verzehr zugelassen ist (Quelle: „Der Stern“, online 06/2004).
Dass "Extra
Vergine" zu Spottpreisen erhältlich ist und dementsprechend
schmeckt, scheint bisher kein Grund für einen Aufstand unter den
Gourmets gewesen zu sein. Der stechende Geruch von Ranzigkeit und
Katzenpisse werden freimütig als typisch mediterrane Aromen
hingenommen.
Andreas März,
Olivenölproduzent und Chefredaktor von Merum
Nativ (Vergine)
Erste
Kaltpressung, nicht raffiniert oder mit anderen Ölen vermischt,
Anteil der freien Fettsäuren max. 2,0 %. Leichte Geschmacksfehler
sind erlaubt.
Olivenöl,
reines Olivenöl
Dieses Öl kann mit
chemischen Lösungsmitteln extrahiert, heißgepresst und raffiniert
sein. Auch Native Olivenöle, die geschmacklich nicht den
Anforderungen entsprechen oder der Anteil der freien Fettsäuren zu
hoch ist, müssen raffiniert werden, um die störenden Stoffe zu
entfernen.
Da das raffinierte
Öl keinen typischen Olivenölgeschmack mehr aufweist, wird es mit
nativem Olivenöl gemischt. Das Mischungsverhältnis ist nicht
vorgeschrieben, so dass ein Olivenöl aus 1% nativem und 99%
raffiniertem Olivenöl und umgekehrt bestehen kann. Der Anteil der
freien Fettsäuren darf max. 1,0 % betragen.
Allgemein bedeutet
der Ausdruck „Reines“ oder „Sortenreines“ Öl, dass es
ausschließlich von einer einzigen Pflanze stammt.
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