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Schwarzkümmelöl (Nigella sativa) 

Gut für: Haut, Haare, Atemwege, Allergien, Entzündungen, Immunsystem, Stoffwechsel

 

Haltbarkeit:

In dunkler Flasche und im Kühlschrank ca. 12 Monate

Geschmack / Geruch:

Arteigen, stark würzig

Farbe:

Dunkelbraunes, bis schwarzes Öl

Küche:

Als Gewürz für Saucen, Dips und Salate

Verwendung im Handel:

Speiseöl, Hautpflege- und Kosmetikprodukte, Nahrungsergänzung, Pharmazie

 

Ölgehalt

 

Gesättigte Fettsäuren:

13%

Einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure, Omega 9):

25,5%

Linolsäure (2-fach ungesättigt; Omega 6) :

58,5%

Alpha-Linolensäure (3-fach ungesättigt; Omega 3):

1%

Gamma-Linolsäure (3-fach ungesättigt; Omega 6) :

0,2%

 

Beschreibung

 

Schwarzkümmel (Nigella Sativa) ist ein 30-60 cm hoher Strauch und gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Hauptanbaugebiete sind Ägypten, Nordafrika, Syrien, Indien, Pakistan, Irak, Iran und die Türkei. Schon die Leibärzte der Pharaonen kannten die ausgezeichnete Wirkung von Schwarzkümmelöl und wandten es vor allem bei Entzündungen, Hautkrankheiten, Immunproblemen, Frauenbeschwerden und mangelnder Vitalität an. Welche Wertschätzung dieses uralte Gewürz- und Heilmittel in früheren Zeiten genoss, zeigt sich dadurch, dass man im Grab des ägyptischen Pharao Tut-Ench-Ammun (1347 bis 1337 v. Chr.) ein Fläschchen Schwarzkümmelöl als Beigabe für die Reise ins Jenseits fand. Nicht nur in Ägypten galt der Schwarzkümmel als Universalheilmittel. Auch der Islamische Prophet Mohammed verkündete in dem Buch Hadith: „Schwarzkümmel heile jede Krankheit, außer den Tod“.

 

„Im Laufe der Jahrhunderte kam der Schwarzkümmel bei vielfältigen Indikationen zum Einsatz: Erkältungen, Kopf-, Ohren- und Zahnschmerzen, rheumatische Erkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden, Bronchialasthma, Ekzeme, Bluthochdruck, alle Krebsarten, zur Schweißhemmung, Milchbildung, bei Kindbett- und Gebärmuttererkankungen, Regelbeschwerden, zur Potenzsteigerung und Abtreibung, als Diuretikum, bei Hämorrhoiden, gegen Würmer und bei Fieber, auch nach giftigen Stichen und Bissen“.

 

Quelle: Tanja Schweig, „Schwarzkümmels kleine Körner“,

Pharmazeutische Zeitung, 1999

 

Wegen seiner Effektivität findet Schwarzkümmelöl auch in unseren Breiten immer mehr Beachtung. Bekannt wurde es durch den Immunologen Dr. Schleicher. Er suchte ein Heilmittel für das Pferd seiner Tochter, welches an Asthma erkrankt war. Er befolgte den Rat eines Tierarztes und mischte Schwarzkümmelsamen unter das Futter. Das Pferd wurde gesund und durch den Heilungserfolg animiert, setzte er den Schwarzkümmel als Öl in seiner Praxis ein. Auch hier zeigte sich an mehreren hundert Patienten, dass Schwarzkümmelöl ein ausgezeichneter Regulator zur Stärkung und Behandlung des menschlichen Immunsystems ist. Besondere Erfolge ergaben sich bei Heuschnupfen, Allergien, Asthma, Neurodermitis, Schuppenflechte, allgemeine Abwehrschwäche und entzündlichen Erkrankungen.

 

Anwendungsgebiete / Aufgaben

 

  • Schwarzkümmel enthält außerordentlich viele Fettbegleitstoffe.
     

  • Der Bitterstoff Nigellin fördert die Verdauung, unterstützt die Entsäuerung und wirkt stoffwechselanregend auf Nieren, Leber und Galle.
     

  •  Saponine regen die Drüsentätigkeit an (wirkt u.a. entwässernd bei Nieren und Blasenleiden), lösen den Schleim und erleichtern das Abhusten.
     

  •  Enthalten ist auch Beta-Sitosterin, das als bedeutendster Vertreter der Phytosterine gilt. Es hat eine cholesterinähnliche Struktur und senkt die ernähungsbedingte Cholesterinaufnahme über die Darmwand.
     

  • Nigellon und Thymoquinon, zwei ätherische Bestandteile des Öls haben einen günstigen Einfluss auf die Atemwege. Sie erweitern die Bronchien, entkrampfen die Atemmuskulatur und erleichtern das Abhusten von Schleim.
     

  • Vielfältig ist auch die Wirkung bei Abwehrschwäche oder bei Krankheiten die durch negative Umwelteinflüsse hervorgerufen werden. Anwendungsbeobachtungen lassen darauf schließen, dass das Schwarzkümmelöl die Histaminfreisetzung aus den Mastzellen und das Wachstum von krankmachenden Bakterien, Pilzen und Würmern hemmen kann. Diese immunregulatorischen Wirkungen helfen u.a. bei Allergien, Neurodermitis, Schuppenflechte, Mykosen und Rheuma.

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