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Rapsöl (Brassia napus)Gut für: Herz-Kreislauf, die enthaltene Ölsäure wirkt vorbeugend gegen Brustkrebs
Ölgehalt
Beschreibung Der Raps beeindruckt mitten im Frühling durch endlos gelbleuchtende Felder. Kultiviert wurde die Kreuzung aus Rübenkohl (Rübsen) und wildem Gemüsekohl ab dem 16. Jahrhundert. Die fetthaltigen Samen dienten allerdings nicht für die Lebensmittelproduktion, sondern lieferten den ersten Lampenbrennstoff, der für die aufkeimende Industrie und von der breiten Masse bezahlbar war. Als Speiseöl wurde der Raps, wegen seinem beißenden und bitteren Geschmack, allenfalls in Notzeiten genutzt. Grund dafür war der hohe Gehalt an Allylsenföl (ätherisches Öl) und Glucosinolaten (Schwefelverbindungen), sowie der bitteren Erucasäure (eine Fettsäure). Problematisch war Rapsöl auch wegen seiner gesundheitsschädigenden Wirkung. Die Erucasäure steht im Verdacht, den Herzmuskel zu schädigen und die Glucosinolate können, wenn die Pressrückstände verfüttert werden, Stoffwechselstörungen bei Tieren hervorrufen. Die eindrucksvolle Ausdehnung der Anbauflächen von Raps ist das Ergebnis klassischer Züchtung (ohne gentechnische oder zellbiologische Verfahren). In den 70-er Jahren ist es gelungen, die Erucasäure weitgehendst durch die Ölsäure zu ersetzen (Null-Raps oder -Raps). Seit 1985 ist zusätzlich ein glucosinolat-armer Raps auf dem Markt (Doppelnull-Raps, 00-Raps). Damit war der Weg zur Nutzung als Tierfutter und als Speiseöl geebnet. Anwendungsgebiete / Aufgaben Rapsöl wird wegen seiner Fettsäurenzusammensetzung auch "Olivenöl des Nordens" genannt. Im Gegensatz zu Olivenöl weist Rapsöl jedoch nicht nur einen hohen Anteil an der Ölsäure auf, sondern hat auch eine ausgewogene Mischung an Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren und enthält wesentlich mehr Vitamin E.
Quelle: Souci - Fachmann – Kraut, "Die Zusammensetzung der Lebensmittel - Nährwert-Tabellen“, 2000 ►Damit läuft Rapsöl dem Olivenöl hinsichtlich seiner Fettsäurenzusammensetzung und dem Gehalt an zellschützendem Vitamin E deutlich den Rang ab. Dies bestätigt sich durch eine Untersuchung von Martijn Katan. Der Wissenschaftler verglich zusammen mit Arbeitsgruppen der Universitäten Wageningen und Maastricht (Niederlande) 60 kontrolliert und mit hohen methodischen Qualitätskriterien durchgeführte Stoffwechselstudien von 1970-1998, die den Einfluss der Nahrungsfette auf die Blutfettwerte untersuchten. Das Ergebnis: Geht es um die Anhebung des wichtigen HDL-Colesterins zur Herz-Kreislauf-Prophylaxe, hat Rapsöl die Nase vorn.
Quelle: Nach Mensink RP, et al. Effects of dietary fatty acids and carbohydrates on the ratio serum total to HDL cholesterol and on serum lipids and apolipoproteins, Am J Clin Nutr 2003;77:1146–55. Auch an dieser Studie erkennt man: Je höher der Anteil an 3-fach ungesättigten Fettsäuren ist, desto ausgeprägter ist die positive Wirkung auf Blutfettwerte und Herz-Kreislauf. Am stärksten verschlechtern nicht etwa gesättigte Fettsäuren die Situation, sondern hohe Kohlenhydratmengen. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 [11] 12 13 14 15
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