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Ölpressung ohne
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Leinöl (Linum usitatissimum)

Gut für: Immunsystem, Autoimmunerkrankungen, Magen, Darm, Leber, Galle, Haut, Depressionen, Hyperaktivität, Herz, Kreislauf, Entzündungsprozesse, Wechseljahrsbeschwerden, als Bestandteil der Öl-Eiweiß-Kost zur unterstützenden Behandlung von Krebs

 

Haltbarkeit:

In dunkler Flasche und im Kühlschrank ca. 2 Monate

Geschmack / Geruch:

Hat einen speziellen, arteigenen Geschmack, frisches Leinöl leicht nussig und heuartig, nach längerer Lagerung bitter und kratzig

Farbe:

Kräftiges gelb bis grüngelb

Küche:

Zu Gemüsegerichten, Rohkost, Quark, Kartoffeln

Verwendung im Handel:

Speiseöl, Nahrungsergänzung

 

Ölgehalt

 

Gesättigte Fettsäuren:

7,5%

Einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure, Omega 9):

16%

Linolsäure (2-fach ungesättigt; Omega 6) :

15%

Alpha-Linolensäure (3-fach ungesättigt; Omega 3):

61,5%

Gamma-Linolsäure (3-fach ungesättigt; Omega 6) :

-

 

Beschreibung

 

Leinöl wird aus dem Samen der Leinpflanze (Linum usitatissimum) gewonnen. Volkstümlich wird Lein auch Flachs genannt und ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Lein war bis Anfang des 20. Jahrhunderts weit verbreitet, da er als wichtiger Rohstoff für den robusten Leinenstoff und für ölige Naturfarben genutzt wurde.

 

Als Bestandteil einer Ölmischung hat Leinöl eine herausragende Bedeutung. In Leinöl befindet sich mit ca. 76% eine der höchsten Konzentration an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Was aber Lein einmalig unter den Pflanzenölen macht, ist sein viermal höherer Gehalt an Omega-3-Fettsäuren im Vergleich zu den Omega-6-Fettsäuren. Es ist daher mit Abstand das beste Öl, wenn es darum geht, die Balance unter den essentiellen Fettsäuren wieder herzustellen.

 

Leinöl ist aber nicht nur ein Spezialist zur Unterstützung des hormonellen Systems, um z.B. entzündliche Prozesse zu hemmen und als Schutz vor Herz- und Gefäßkrankheiten.

 

Eine zweite gesundheitsfördernde Wirkung von Leinöl wird zwar seit Jahrhunderten angewandt („Was macht den Lausitzer stark? - Leinöl und Quark!“), aber erst die deutsche Forscherin Dr. Johanna Budwig wandte dieses Verfahren gezielt bei der Behandlung von Schwerstkranken (vor allem Krebskranken) an.

 

Durch ihre wissenschaftlichen Arbeiten konnte sie nachweisen, welche Faktoren für einen geregelten Sauerstoffaustausch zwischen den Zellmembranen und der Zelle wichtig sind. Dies ist die Verbindung von schwefelhaltigen Eiweißmolekülen und hochungesättigten Fettsäuren aus Leinöl, sowie die konsequente Meidung von denaturierten Industriefetten. Aus diesen Erkenntnissen leitete sie ihre Öl-Eiweiß-Diät ab, bei der es bei einer großen Anzahl von Krebspatienten zu einer Verbesserung der Sauerstoffversorgung in den Zellen und damit auch zu einer erheblichen Verbesserung der Krebssituation kam.

 

"Sauerstoff ist die Quelle des Lebens aller Zellen. Alle ernsten Krankheiten werden begleitet von niedrigem Sauerstoff-Status. Sauerstoff-Mangel im Körpergewebe ist ein sicherer Indikator für Krankheit“. ... „Er ist auch die eigentliche Ursache für alle degenerativen Krankheiten."

 

Dr. Stephen Levine,
Ph.D., Molekular-Biologe und Genetiker

 

 Anwendungsgebiete / Aufgaben

  • Die alpha-Linolensäure (eine Omega-3-Fettsäure) hat einen positiven Einfluss auf fast alle Risikofaktoren, die bei Herz- und Kreislauferkrankungen eine Rolle spielen.
     

  • Als Ausgangssubstanz für Gewebshormone spielen die ungesättigten Fettsäuren eine wichtige Rolle bei entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma, Schuppenflechte, Neurodermitis oder Darmerkrankungen.
     

  • Der sekundäre Pflanzeninhaltsstoff Lignane (ein Phytoöstrogen) im Leinöl kann sich positiv bei Wechseljahrsbeschwerden auswirken und soll das Risiko eines hormonabhängigen Brusttumors verringern.
     

  • Leinöl enthält wichtige Schleimstoffe, die die Gesunderhaltung des Darmes fördern und Fäulnis- sowie Gärungsprozessen entgegenwirken.
     

  • Bei einer ausreichenden Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren steigt die Lern- und Konzentrationsfähigkeit, während die Neigung zu Depressionen und Hyperaktivität sinkt.
     

  • In der Volksmedizin wird Leinöl bei Husten, Heiserkeit, Asthma Bronchiale, Gallenproblemen, erschwerter oder verminderter Schleimsekretion und Verstopfung eingesetzt.
     

  • Leinöl verbessert die Sauerstoffversorgung der Zellen und damit den Zellstoffwechsel.
     

  • Werdende und stillende Mutter benötigen große Mengen ungesättigter und langkettiger Fettsäuren für das Wachstum, den Nervenaufbau, die Funktion des Gehirns und für die Entwicklung der Augen des Kindes.

Achtung: Pures Leinöl hat, wegen seinem außerordentlichen Anteil an 3-fach  ungesättigten Fettsäuren, eine sehr geringe Haltbarkeit. Am besten ist es deshalb, Leinöl mit viel natürlichem Vitamin E anzureichern. Alternativ kann man es auch mit anderen Ölen vermischen, die sich durch einen hohen Anteil an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und/oder hohem Gehalt an Vitamin E auszeichnen. Dies bietet die Gewähr, dass das Leinöl nicht vorzeitig oxidiert und seine beachtlichen gesundheitlichen Wirkungen verliert.

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