Omega-3-Fettsäuren
- ein umfassender Schutz gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Umfassende
Informationen zu Cholesterin à
Cholesterin - falscher Ansatz -
falsche Therapie
„Beim Cholesterin
hat ein privater Interessenverbund von 13 Professoren vor einigen
Jahren in Deutschland eigenmächtig einen Grenzwert durchgesetzt,
der die Mehrheit der Bevölkerung über Nacht zu Risikopatienten
erklärte. In der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen haben dem
willkürlichen Grenzwert zufolge 68 Prozent der Männer und 56
Prozent der Frauen einen angeblich erhöhten Cholesterinwert. Bei
den 50- bis 59-Jährigen sind sogar 84 Prozent der Männer und 93
Prozent der Frauen betroffen. Eine wissenschaftlich schlüssige
Begründung für den absurd strengen Wert gibt es nicht, was ja
auch viele Ärzte kritisieren“.
Quelle: „TK
aktuell“, Ausgabe 1/2004. Die Techniker Krankenkasse in einem
Interview mit Jörg Blech ( Biologe, Biochemiker
Medizin- und
Wissenschaftsredakteur)
Funktionen von
Cholesterin im Körper
Ist beteiligt an der Synthese und
Bildung von
|
Testosteron,
männliches Geschlechtshormon |
Wirkt
muskelaufbauend (anabol), ist verantwortlich für männliche
Geschlechtsmerkmale, fördert den Haarwuchs, steigert die Libido |
|
Östrogen,
weibliches Geschlechtshormon |
Verantwortlich
für weibliche Geschlechtsmerkmale und den Monatszyklus, wichtig
für den Erhalt der Knochenmasse und Fettstoffwechsel, Mangel
führt zu einer starken emotionalen
Instabilität |
|
Progesteron,
weibliches Geschlechtshormon |
Wichtig für den
Abbaustoffwechsel ( katabol), ist das vorherrschende Hormon in
der zweiten Hälfte des Zyklus, bereitet die Gebärmutter auf
eine mögliche Schwangerschaft vor |
|
Cortison,
Stresshormon |
Wird für die
Entzündungsabwehr im Körper benötigt, ist für die rasche
Bereitstellung von Energie verantwortlich |
|
Aldosteron,
Mineralcorticoid |
Reguliert den
Natrium- Kalium- und den Wasserhaushalt sowie den Blutdruck,
wird bei Flüssigkeitsmangel vermehrt ausgeschüttet (Dursthormon) |
|
Gallensäure,
wird von der Leber gebildet |
Emulgiert Fette
in kleine Tröpfchen, und ermöglicht so deren Verdauung (auch der
fettlöslichen Vitamine) |
|
Vitamin D3 |
Regelung des
Kalzium-Haushalts, wichtig für den Knochenaufbau und für die
Signalübertragung der Nerven |
Cholesterin ist
Bestandteil der
|
Darmwand |
Cholesterin wird nicht nur in der Leber gebildet, sondern auch
in der Darmwand wo es zu deren Stärke beiträgt |
|
Zellmembranen |
Stabilisiert die
Zellmembranen und fördert deren Fluidität (Durchlässigkeit) |
|
Nervenzellen im
Gehirn |
Ist einer der
Faktoren, der dafür sorgt, dass
elektrische Signale ausgetauscht werden können, wichtig für die
geistige Leistungsfähigkeit, umhüllt mit anderen Fettsäuren die
Nervenfaser mit einer Isolierschicht (Myelinscheide) |
|
Lipoproteine (VLDL,
LDL, HDL) |
Transportieren
das Cholesterin im Blut, regulieren den An- und Abtransport von
neu gebildetem und verbrauchtem Cholesterin |
Was unterscheidet
LDL und HDL? Man kann sich das Gefäßsystem als Straße vorstellen,
auf denen unterschiedliche Güter transportiert werden. Zunächst
wird das Cholesterin an Transporteiweiße (Lipoproteine) gebunden,
damit es befördert werden kann. Die Spediteure heißen
LDL-Lipoproteine und HDL-Lipoproteine. Die „LDL-Lastwagen“
befördern das Cholesterin zu den Zellen, die alle
„Abladestellen“
(Rezeptoren) haben, um das LDL-Cholesterin aufnehmen können.
Die „HDL-Lastwagen“ sammeln nicht benötigtes oder verbrauchtes
Cholesterin von den Zellen wieder ein und bringen es zur Leber, wo
es abgebaut werden kann.

4 Faktoren
bestimmen das Gleichgewicht dieses Transportsystems
1.
Die Stoffwechsellage
Die Hauptursache
für Fettstoffwechselstörungen ist zweifellos die Ernährung.
Bereits 1981 sagte der Schweizer Lebensmittelchemiker Felix
Kiefer:
„Es lässt sich
wissenschaftlich belegen, dass unsere westliche Gesellschaft im
Begriff ist, infolge der konsequenten Anwendung von
Raffinationsprozessen bei den drei Hauptnahrungsmitteln, nämlich
Zucker, bei den Speisefetten und -ölen und beim Mehl, die größte
Mangelernährungssituation aller Zeiten zu erzeugen."
An diesen
Erkenntnissen hat sich nichts geändert, das Gegenteil ist der
Fall: Alle ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten nehmen zu.
Dem Körper fehlen
durch die Mangelernährung Nähr- und Vitalstoffe, die für einen
geregelten Stoffwechsel nötig sind. Gleichzeitig werden ihm Stoffe
aufgezwungen, die so von der Natur nicht vorgesehen sind. Das
meiste davon belastet den Stoffwechsel und muss mühsam
verstoffwechselt werden. Dies führt letztendlich dazu, dass Fette
nur unzureichend abgebaut werden können. Der Cholesterinspiegel
steigt und wegen der Stoffwechselentgleisung vor allem das
LDL-Cholesterin.
Nicht zu
unterschätzen ist der Umstand, dass der Fettstoffwechsel auf das
Engste mit dem Kohlenhydratstoffwechsel verbunden ist. Lässt man
den Zucker weg, senkt man fast ausnahmslos nicht nur schlechte
Cholesterin-, sondern auch überhöhte Triglyceridwerte.
2.
LDL-Lipoproteine transportieren auch oxidiertes Cholesterin
in die Zellen
"Wenn
ein erhöhter Cholesterinspiegel und Rauchen zusammenkommen,
dann ist eins und eins nicht zwei, sondern drei, weil das Rauchen
dazu führt, dass die LDL bösartiger werden. Sie werden nämlich
oxidiert, und das bedeutet ein 1000-fach höheres Risiko für den
LDL-Wert."
Prof. Dr. P.
Schwandt, Ludwig-Maximilians-Universität München
►Das eigentliche
Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gefäßablagerungen ist
also nicht das „schlechte“ LDL-Cholesterin, sondern Einflüsse, die
das Cholesterin zum Oxidieren bringen. Meist sind dies aggressive
Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) aus Umweltgiftstoffen,
Pestiziden, Strahlenbelastungen, Zigarettenrauch, Ozon, erhitzte
ungesättigte Fettsäuren oder chemische Medikamente. Das oxidierte
Cholesterin wird in die Gefäßwand eingelagert und ersetzt dort
zunehmend andere lebensnotwendige Fettsäuren. Nicht nur, dass das
entartete Cholesterin die nötigen Aufgaben nicht mehr erfüllen
kann, es wird auch als Fremdkörper erkannt und leitet dadurch
Entzündungsprozesse ein. Dies ist oft der erste Schritt, der zur
gefürchteten Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) führt.
3.
LDL-Cholesterin wird benötigt, um Mikrowunden der
Arterienwand zu schließen
Neben den
oxidierten Fettsäuren gibt es viele weitere Risikofaktoren, die
unsere Gefäßwände schädigen. Durch Mangelernährung fehlen
Vitalstoffe, die die Gefäße gesund erhalten und bei Bedarf
Reparaturmechanismen anregen. Durch einen hohen Zuckerkonsum kommt
es zu einer unangemessenen Steigerung der LDL-Produktion, bei
gleichzeitigem Abfall der HDL-Produktion. Bei Stress wird
Adrenalin ausgeschüttet, welches aus messerscharfen Kristallen
besteht, die die Blutgefäße verletzen können. Immer mehr Menschen
haben unter den Folgen von Lärm, Reizüberflutung, Zeitmangel,
Familienprobleme, Eheprobleme, Mobbing, Ärger, Angst, Leid,
Krankheit oder körperlicher Überanstrengung zu leiden. Weitere
Risikofaktoren sind Übersäuerung des Körpers,
Stoffwechselschlacken, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und
Bewegungsmangel.
Durch diese
Problematik macht der Körper nun etwas, was zunächst widersinnig
erscheint.
Er kurbelt die LDL-Produktion an, obwohl dies später zu
den Ablagebildungen in den Arterien führen kann.
►Unser Organismus
hat aber gute Gründe dafür. Er benötigt neben Vitalstoffen, Antioxidantien (Radikalenfänger) und Enzymen auch das Cholesterin
zur Reparatur der entzündeten, geschwächten und beschädigten
Arterienwand. Nur dadurch lässt sich ein größerer
Gesundheitsschaden verhindern. Aus diesem Gesichtspunkt ist es
unsinnig oder sogar schädlich, den LDL-Spiegel medikamentös zu
senken. Die beste Therapie wäre es, sofort alle Risikofaktoren
auszuschalten. Leider gehen aber die wenigsten diesen Weg. Solange
es nicht wirklich wehtut und die Medikamente das Gewissen
beruhigen, werden im Körper auch weiterhin Schlachten um die
Gesunderhaltung geführt.
►Die Arterien werden verletzt
-
Vitalstoffe und Cholesterin kitten die Gefäßwände wieder. Diese
Selbstregulierung funktioniert über Jahre, aber nicht über
Jahrzehnte. Mit der Zeit kann der Körper das LDL-Cholesterin und
vor allem auch das oxidierte LDL-Cholesterin nicht mehr abbauen
und es kommt zu einer übermäßigen Ansammlung in den Arterien. Aber zum
Glück gibt es, neben der (sinnvollen) Senkung der Risikofaktoren,
noch eine völlig unschädliche „Pille“, um
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Herzinfarkt
vorzubeugen – die Erhöhung der Produktion von HDL-Cholesterin.
4.
Ein hoher HDL-Spiegel wird immer wichtiger
Jegliche
Cholesterindiskussion macht nur Sinn, wenn man die
LDL-Konzentration in Relation zur HDL-Konzentration sieht. Sind
genug dieser „HDL-Lastwagen“ im Blut vorhanden, kann ständig
verbrauchtes und nicht mehr benötigtes Cholesterin aus Arterien
und Gewebe eingesammelt werden. Das Gewebe wird ständig
„durchgeputzt“ und es ist deshalb in der Regel völlig unnötig,
das LDL-Cholesterin medikamentös zu reduzieren. Was die Omega-3
Fettsäuren zum Schutz der Gesundheit so unvergleichlich macht, ist
die Kombination mehrerer sich ergänzender Wirkmechanismen.
So profitieren
auch das Herz und der Kreislauf gleich mehrfach:
-
Omega-3-Fettsäuren erhöhen den Anteil des HDL-Cholesterins und
senken damit den Anteil von überschüssigem und verbrauchtem
LDL-Cholesterin in den Blutgefässen. Ein hoher HDL-Wert hat aber
noch eine weitere wichtige Aufgabe bei der Vermeidung von
Gefäßkrankheiten. Es ist ein entscheidender Regulator für die
Eng- bzw. Weitstellung der Blutgefäße. Dazu regt HDL die Bildung
und Freisetzung des flüchtigen Gases Stickstoffmonoxyd (NO) der
gefäßwandauskleidenden Zellen (Endothelzellen) an. Bei
hinreichender Menge von HDL erweitern sich die Gefäßwände durch
die NO-Freisetzung und damit der Innendurchmesser (Gefäßlichtung,
Gefäßlumen) der Blutgefässe. Die Gefahr von
Durchblutungsstörungen, Gefäßverschlüssen (Embolie) und
Mangelversorgung an lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff
wird dadurch erheblich reduziert.
-
Omega-3-Fettsäuren
wirken durch den Umbau zu
Eicosanoiden entzündungshemmend und
vermindern so Entzündungsreaktionen in den Blutgefässen. Durch
die Gewebshormone wird darüber hinaus die Verklumpung der
Blutplättchen gehemmt. Dies fördert die Durchblutung und schützt
vor Thrombosen, Schlaganfall und Herzinfarkt.
-
Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Baustoffe für das Gehirn und
Nervenleitungen. Sind genügend vorhanden, steigt die Grenze, an
dem Stress zur Belastung wird, die Neigung zu Depressionen und
aggressiven Reaktionen fällt. Emotionale Belastungen, die
nachweisbar Herz und Kreislauf schwächen, können weniger zu einer
Gesundheitsgefahr werden.
„Omega-3-Fettsäuren vermindern Herzrhythmusstörungen, verbessern
die Gefäßfunktion, verlangsamen das Voranschreiten der
Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, stabilisieren instabile
Plaques, senken Triglyceride und mehr. Die Wirkungsvielfalt
erklärt sich teilweise damit, dass Omega-3-Fettsäuren
Bestandteile der Zellmembran und für den menschlichen Körper
essentiell sind“.
Quelle: Deutsche
Gesellschaft für Kardiologie,
„Klinische Daten
der Omega-3-Fettsäuren“, Kardiologen-Kongress, 14. -17.4.04,
Mannheim
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