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Ölpressung ohne
Sauerstoff,
Licht und
Hitze

Broschüre über die
lebenswichtigen und
Funktionen
der Fettsäuren
und welche uns krank
machen

 

 

Omega-3 Fettsäuren bei entzündlichen Erkrankungen

Hormone - Wohl oder Wehe?

 

Umfassende Informationen à

 

Man kann Hormone nicht in "gut" oder "schlecht" für die Gesundheit einordnen, sondern nur in einem „ausgewogenen“ und „nicht ausgewogenen“ Verhältnis.

 

Hormone sind körpereigene Informationsübermittler, die sich als Partner im Auf- und Abbau gegenseitig regulieren. Insulin ist z.B. das blutzuckersenkende Hormon, der Gegenspieler ist Glucagon, der den Blutzuckerspiegel anhebt.

So koordinieren und beeinflussen Hormone alle wichtigen Funktionen und Bereiche wie Stoffwechsel, Schlaf, Geschlecht, Monatszyklus, Haarwuchs, Hunger, Durst, Bio-Rhythmus, Antrieb, Blutdruck, Psyche, biologisches Alter, Leistungsfähigkeit, Körpertemperatur, Fortpflanzung, Wachstumsprozesse und vieles mehr. Sogar die Fettverteilung am Körper wird durch Hormone reguliert. Frauen haben häufig eine "birnenförmige" Fettverteilung an Hüften, Gesäß und Oberschenkeln, während sich bei Männer überschüssige Körperfett vorwiegend im Bauchbereich ansammelt.

 

Leider können bereits geringste Änderungen im Hormonhaushalt heftige Körperreaktionen auslösen. Dies kann in Stresssituationen günstig sein, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen (Adrenalinschub), aber auch höchst unerfreuliche und schmerzhafte Reaktionen auslösen. Dies erleben wir auch, wenn wir über einen längeren Zeitraum ein zigfaches mehr an Omega-6 als an Omega-3 Fettsäuren zu uns führen.

 

„Genetisch vorgegeben und daher optimal wäre ein Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren-Verhältnis wie 2-3:1. Unsere aktuell massiv getreidebetonte Ernährung (Getreide-Einsatz auch als Mastfutter für Geflügel, Stalltiere & Zuchtfisch-Betriebe) hat dieses Verhältnis mittlerweile  auf sage & schreibe 25:1 hochgetrieben, zugunsten von Omega-6-Fettsäuren. Mit allen negativen und ungesunden Konsequenzen für uns Menschen. Ich bin daher manchmal und nicht von ungefähr versucht, etwas sarkastisch zu formulieren "unseren täglichen Tod gib uns heute".

 

Quelle: Sportarzt Dr. med. Rudolf Ziegler,

„Fisch- & Nuss-Kost“, Laufreport.de

 

Neben der Getreidemast verschärft die einseitige Verwendung von Omega-6 reichen Ölen das Problem.

 

Alle Angaben in g pro 100g Lebensmittel

 

 

Omega 9

Omega 6

Omega 3

Omega 6 : Omega 3

Distelöl                         

11,4

73,9

0,5

148:1

Traubenkernöl                   

15,7

69,2

0,5

138:1

Sonnenblumenöl                  

21,9

61,0

0,5

122:1

Margarine, Linolsäure >50%      

14,3

41,1

0,5

82:1

Sesamöl                        

39,5

41,4

0,7

59:1

Maiskeimöl                       

24,8

54,3

1,0

54:1

Erdnußöl                        

46,8

25,8

0,8

32:1

Margarine, pflanzlich Linolsäure 30-50%

17,6

32,1

2,3

14:1

Olivenöl                         

70,0

8,6

0,8

11:1

 

Weizenkeimöl                    

16,6

54,2

7,1

8:1

Sojaöl                         

23,4

49,5

7,0

7:1

Walnußöl                        

15,2

57,3

10,1

6:1

Rapsöl                       

60,2

20,4

9,3

2:1

Hanföl

13,1

60,3

20,2

3:1

Leinöl                      

16,2

15,1

61,5

1:4

Quelle: Ernährungs-Informations-System der Uni Hohenheim, 2005

Durch die einseitige Zufuhr werden vermehrt Hormone vom Typ Eicosanoide 2 und 4 produziert und gleichzeitig die Umwandlung von Omega-3 Eicosanoide blockiert.

Positive und negative Auswirkungen der Omega-6 Fettsäuren

Ausgewogenes Omega-6-Verhältnis

Nicht ausgewogenes Omega-6-Verhältnis (zu viele)

 

 

Gut für eine optimale Blutgerinnung 

Die gebildeten Hormone sorgen für eine kurze Blutungszeit bei Wunden. Dies schützt den Körper vor Blutungen und Blutverlusten.

Es werden zuviel Hormone für die Blutgerinnung produziert

Die Blutplättchen kleben zusammen und verstopfen die Adern. Langfristig kann es zu Blutgerinnseln und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen.

 

 

Kontrollierte Steigerung des Blutdrucks   

Kurzfristig wichtig für Höchst-leistungen und bei Stress.

Kann zu chronischem Bluthochdruck führen 

Blutgefäße altern schneller und  Spätfolgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Nieren- und Augenveränderungen können die Folge sein.

 

 

Aktivierung der Immunzellen

 Im nötigen Rahmen wichtig, z.B. für die Abwehr von Infekten und Krankheitserregern

Ein daueraktiviertes Immunsystem führt zu chronischen Entzündungserscheinungen 

Schmerzhaft entzündliche Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis, Multiple Sklerose, Allergien, Morbus Bechterew, Hautentzündungen, Ekzemen, Psoriasis werden gefördert.

Kontrollierte Hormonbildung durch eine ausbalancierte Zusammensetzung der Fettsäuren

Wenn wir eine ideale Balance aller Fettsäuren im Blut erreichen wollen, müssen wir ein „fettgesundes“ Milieu schaffen. Wie bereits erwähnt, konkurrieren die verschiedenen Fettsäuren um Ablageplätze in den Zellmembranen und um die Hormonbildung. Ein Verdrängungswettbewerb findet aber nicht nur auf der Zellebene statt. Die Fettsäuren konkurrieren auch auf der Enzymebene. Die Enzyme wie z.B. Delta-6-desaturase, Elongase oder Delta-5-desaturase wandeln die Fettsäuren in höher ungesättigte um, indem sie weitere Doppelbindungen einfügen oder ihre Ketten verlängern. Leider hat die Natur für die Umwandlung nicht für jede Fettsäurenart einen eigenen Spezialisten entwickelt.

Stufe um Stufe benötigen wir also Enzyme für die Umwandlung der Fettsäuren. Eine solche Kette von Reaktionen (Enzymkaskade) ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Ist nur ein Enzym nicht ausreichend vorhanden, ist der Ablauf beeinträchtigt oder bricht sogar völlig zusammen. Da sich die unterschiedlichen Fettsäuren die Enzyme teilen müssen,  kann immer dann ein Engpass entstehen, wenn eine Fettsäurenart über einen längeren Zeitraum dominiert, wie es häufig bei den Omega-6 Fettsäuren der Fall ist.

Omega-3-Fettsäuren verringern diese Risikofaktoren

Es wäre völlig falsch zu empfehlen, die Gesamtfettzufuhr drastisch zu reduzieren oder die Omega-6 Fettsäuren vollkommen zu meiden. Der Satz: "Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist!" den der Arzt Paracelsus vor ca. 450 Jahren formulierte, trifft den Kern des Problems. Wenn unser Trinkwasser plötzlich durch Giftstoffe ungenießbar wäre, würden wir ja auch nicht aufhören zu trinken, sondern würden uns nach einer gesunden Quelle umsehen. Auch darf man nicht vergessen, dass die Linolsäure eine essentielle Fettsäure ist.

Bei den Fettsäuren gelingt dies umso besser, wenn wir den Anteil der Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung erhöhen. Sie sind die Spezialisten mit den besten Erfolgsaussichten, wenn es darum geht, die negativen Auswirkungen an Omega-6 Fettsäuren zu stoppen und die zu hohen Konzentrationen aus den Geweben zu verdrängen.

Eine Gegenüberstellung soll dies verdeutlichen

Zuviel Eicosanoide 2 und 4 der Linolsäure fördern:

Eicosanoide 3 und 5 aus der Linolensäure senken oder hemmen:

 

 

Plaquebildung (Sklerose)

Plaquebildung (Sklerose)

Immundepression (Krebs)

Immundepression (Krebs)

Blutgerinnung (Thrombose)

Blutgerinnung (Thrombose)

Entzündungen (Arthritis)

Entzündungen (Arthritis)

Histamine (Allergien)

Histamine (Allergien)

Gefäßverengung (Blutdruck)

Gefäßverengung (Blutdruck)

Hypertension (Bluthochdruck)

Hypertension (Bluthochdruck)

Autoimmunreaktionen ( Arthritis)

Autoimmunreaktionen (Arthritis)

Insulin-Überproduktion (Diabetes)

Insulin-Überproduktion (Diabetes)

Verengung der Bronchien (Asthma)

Verengung der Bronchien (Asthma)

Unterdrückung der Neurotransmitter (Schmerz)

Unterdrückung der Neurotransmitter (Schmerz)

Tabelle modifiziert nach „natural eating“, Geoff Bond, 2001, Beustverlag

1 2 3 [4] 5 6 7 8 9 10

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