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Cholesterin - falscher Ansatz -
falsche Therapie
Cholesterin ein Riesengeschäft
Funktionen von
Cholesterin im Körper
Warum
steigt im Alter der Cholesterinspiegel
Die Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren für den Cholesterinspiegel
Warum auch das LDL-Cholesterin lebenswichtig für das Gefäßsystem
ist
Steigern alle gesättigten Fettsäuren
den Cholesterinspiegel?
Tierische Fette – Ursache für erhöhtes Cholesterin?
Totes Fett, der wahren Auslöser für
Gesundheitsprobleme
Fett und Cholesterin für die
Gesundheit unerlässlich
„Männer
und Frauen, deren Cholesterinwerte naturgemäß niedriger waren,
schnitten bei mentalen Aufgaben mit hohen Anforderungen an
Abstraktionsvermögen, Redegewandtheit, Aufmerksamkeit und
Konzentration deutlich schlechter ab. Cholesterin ist wichtig für
die Gehirnentwicklung bei Kindern. Außerdem spielt es im
Erwachsenenalter eine Rolle für die Funktionsfähigkeit der
Nervenzellen, was den Zusammenhang erklären könnte“.
Quelle:
Wissenschaft.de „Gesundheit
-
Cholesterin schmiert das Gehirn,
Cornelia
Dick-Pfaff, 03.2005
Cholesterin - falscher Ansatz -
falsche Therapie
„Beim Cholesterin
hat ein privater Interessenverbund von 13 Professoren vor einigen
Jahren in Deutschland eigenmächtig einen Grenzwert durchgesetzt,
der die Mehrheit der Bevölkerung über Nacht zu Risikopatienten
erklärte. In der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen haben dem
willkürlichen Grenzwert zufolge 68 Prozent der Männer und 56
Prozent der Frauen einen angeblich erhöhten Cholesterinwert. Bei
den 50- bis 59-Jährigen sind sogar 84 Prozent der Männer und 93
Prozent der Frauen betroffen. Eine wissenschaftlich schlüssige
Begründung für den absurd strengen Wert gibt es nicht, was ja
auch viele Ärzte kritisieren“.
Quelle: „TK
aktuell“, Ausgabe 1/2004. Die Techniker Krankenkasse in einem
Interview mit Jörg Blech ( Biologe, Biochemiker
Medizin- und
Wissenschaftsredakteur)
Die
Ernährungswissenschaftlerin
Ulrike Gonder hat auf ihrer
Internetseite folgende Fakten zusammengetragen:
-
Vergleicht
man die Langzeitstudien, treten nur bei 3 von 16 ein
statistischer Zusammenhang zwischen der Cholesterin-Zufuhr und
dem Auftreten von Herzinfarkten auf.
-
Bei den
allermeisten Infarkten sind die Blutcholesterinwerte völlig
unauffällig.
-
Bei gleicher Anzahl der
Publikationen werden Studien, die eine Cholesterin-Senkung
für sinnvoll halten,
sechsmal häufiger zitiert als Studien, die
diese These nicht unterstützen.
-
Länder mit
einem hohen Fettanteil in der Ernährung, wie z.B. die Japaner,
haben die niedrigste Herz-Kreislauf-Sterblichkeit.
-
Ein hoher
Cholesterinspiegel im Alter geht einher mit einer höheren
Lebenserwartung.
Nach:
„Cholesterin: Die Wissenschaft vergiftet“,
Ernaehrgesund.de
Funktionen von
Cholesterin im Körper
Ist beteiligt an der Synthese und
Bildung von
|
Testosteron,
männliches Geschlechtshormon |
Wirkt
muskelaufbauend (anabol), ist verantwortlich für männliche
Geschlechtsmerkmale, fördert den Haarwuchs, steigert die Libido |
|
Östrogen,
weibliches Geschlechtshormon |
Verantwortlich
für weibliche Geschlechtsmerkmale und den Monatszyklus, wichtig
für den Erhalt der Knochenmasse und Fettstoffwechsel, Mangel
führt zu einer starken emotionalen
Instabilität |
|
Progesteron,
weibliches Geschlechtshormon |
Wichtig für den
Abbaustoffwechsel ( katabol), ist das vorherrschende Hormon in
der zweiten Hälfte des Zyklus, bereitet die Gebärmutter auf
eine mögliche Schwangerschaft vor |
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Cortison,
Stresshormon |
Wird für die
Entzündungsabwehr im Körper benötigt, ist für die rasche
Bereitstellung von Energie verantwortlich |
|
Aldosteron,
Mineralcorticoid |
Reguliert den
Natrium- Kalium- und den Wasserhaushalt sowie den Blutdruck,
wird bei Flüssigkeitsmangel vermehrt ausgeschüttet (Dursthormon) |
|
Gallensäure,
wird von der Leber gebildet |
Emulgiert Fette
in kleine Tröpfchen, und ermöglicht so deren Verdauung (auch der
fettlöslichen Vitamine) |
|
Vitamin D3 |
Regelung des
Kalzium-Haushalts, wichtig für den Knochenaufbau und für die
Signalübertragung der Nerven |
Cholesterin ist
Bestandteil der
|
Darmwand |
Cholesterin wird nicht nur in der Leber gebildet, sondern auch
in der Darmwand wo es zu deren Stärke beiträgt |
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Zellmembranen |
Stabilisiert die
Zellmembranen und fördert deren Fluidität (Durchlässigkeit) |
|
Nervenzellen im
Gehirn |
Ist einer der
Faktoren, der dafür sorgt, dass
elektrische Signale ausgetauscht werden können, wichtig für die
geistige Leistungsfähigkeit, umhüllt mit anderen Fettsäuren die
Nervenfaser mit einer Isolierschicht (Myelinscheide) |
|
Lipoproteine (VLDL,
LDL, HDL) |
Transportieren
das Cholesterin im Blut, regulieren den An- und Abtransport von
neu gebildetem und verbrauchtem Cholesterin |
Warum
steigt im Alter der Cholesterinspiegel?
Viele dieser
Untersuchungen bauen auf einer einfachen mathematischen Rechnung
auf: Der altersbedingte Anstieg des Cholesterinspiegels und die
erhöhte Gefahr, im Alter an Herz- und Gefäßleiden zu erkranken,
ergeben ein höheres Risiko an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall
zu sterben.
Es gibt zwei Gründe, warum diese Formel
an den Tatsachen vorbeigeht und die Zwangssenkung sogar gefährlich
ist:
1.
Nicht der
Cholesterinspiegel und nicht das Gesamtcholesterin sind ein
Risikofaktor, sondern ein ungesundes Verhältnis zwischen dem
„bösen“ LDL-Cholesterin und dem „guten“ HDL-Cholesterin. Außerdem
ist der Cholesterinspiegel nur ein Faktor unter vielen. Wer
nur auf die Cholesterinwerte achtet, der vergisst, dass Bewegung,
Stressreduzierung, vitalstoffreiche Ernährung und weniger
denaturierte Kohlenhydrate und Fette viel effektivere
Cholesterinsenker sind.
2.
Mit zunehmendem Alter
steigt der Cholesterinspiegel automatisch an und die Gleichung
„hohes Cholesterin im Alter = erhöhtes Risiko für
Gefäßerkrankungen“ ist eher ein Mythos als eine Gefahr. Das sieht
man schon daran, dass statistisch gesehen 80% der deutschen Männer
einen zu hohen Cholesterinwert hätten. Unter dem Titel „Die
Abschaffung der Gesundheit“ erläutert der Spiegel-Autor Jörg Blech
in der Ausgabe 33/2003, wie Pharma-Firmen und Ärzte systematisch
Krankheiten erfinden um dadurch das Wachstum der Medizinindustrie
sichern. Dazu zählen auch künstlich nach unten korrigierte
Cholesteringrenzwerte.
Was ist der wahre Grund für den Cholesterinanstieg im Alter? Mit
zunehmendem Alter wird Cholesterin immer wichtiger für
Reparaturaufgaben herangezogen.
►Erhöhte
Werte sind
deshalb nur sehr selten Ausdruck einer Fettstoffwechselstörung,
sondern vielmehr Anzeichen für einen höheren Bedarf.
„Egal, ob „freilaufende
Senioren“, Bewohner von Altenheimen oder Schlaganfallpatienten:
Alte Menschen mit viel Cholesterin im Blut leben länger als
solche mit sehr niedrigen Werten. In anderen Studien ging der
stets gepriesene niedrige Cholesterinspiegel mit erhöhten
Krebsraten einher. Auch Lungenerkrankungen, Unfälle, Selbstmorde
und andere Todesursachen nehmen zu, wenn der Cholesterinspiegel
niedrig ist“.
Quelle: „Cholesterin: die
Wissenschaft vergiftet“,
Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder
Was unterscheidet
LDL und HDL? Man kann sich das Gefäßsystem als Straße vorstellen,
auf denen unterschiedliche Güter transportiert werden. Zunächst
wird das Cholesterin an Transporteiweiße (Lipoproteine) gebunden,
damit es befördert werden kann. Die Spediteure heißen
LDL-Lipoproteine und HDL-Lipoproteine. Die „LDL-Lastwagen“
befördern das Cholesterin zu den Zellen, die alle
„Abladestellen“
(Rezeptoren) haben, um das LDL-Cholesterin aufnehmen können.
Die „HDL-Lastwagen“ sammeln nicht benötigtes oder verbrauchtes
Cholesterin von den Zellen wieder ein und bringen es zur Leber, wo
es abgebaut werden kann.

4 Faktoren
bestimmen das Gleichgewicht dieses Transportsystems
1.
Die Stoffwechsellage
Die Hauptursache
für Fettstoffwechselstörungen ist zweifellos die Ernährung.
Bereits 1981 sagte der Schweizer Lebensmittelchemiker Felix
Kiefer:
„Es lässt sich
wissenschaftlich belegen, dass unsere westliche Gesellschaft im
Begriff ist, infolge der konsequenten Anwendung von
Raffinationsprozessen bei den drei Hauptnahrungsmitteln, nämlich
Zucker, bei den Speisefetten und -ölen und beim Mehl, die größte
Mangelernährungssituation aller Zeiten zu erzeugen."
An diesen
Erkenntnissen hat sich nichts geändert, das Gegenteil ist der
Fall: Alle ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten nehmen zu.
Dem Körper fehlen
durch die Mangelernährung Nähr- und Vitalstoffe, die für einen
geregelten Stoffwechsel nötig sind. Gleichzeitig werden ihm Stoffe
aufgezwungen, die so von der Natur nicht vorgesehen sind. Das
meiste davon belastet den Stoffwechsel und muss mühsam
verstoffwechselt werden. Dies führt letztendlich dazu, dass Fette
nur unzureichend abgebaut werden können. Der Cholesterinspiegel
steigt und wegen der Stoffwechselentgleisung vor allem das
LDL-Cholesterin.
Nicht zu
unterschätzen ist der Umstand, dass der Fettstoffwechsel auf das
Engste mit dem Kohlenhydratstoffwechsel verbunden ist. Lässt man
den Zucker weg, senkt man fast ausnahmslos nicht nur schlechte
Cholesterin-, sondern auch überhöhte Triglyceridwerte.
2.
LDL-Lipoproteine transportieren auch oxidiertes Cholesterin
in die Zellen
"Wenn
ein erhöhter Cholesterinspiegel und Rauchen zusammenkommen,
dann ist eins und eins nicht zwei, sondern drei, weil das Rauchen
dazu führt, dass die LDL bösartiger werden. Sie werden nämlich
oxidiert, und das bedeutet ein 1000-fach höheres Risiko für den
LDL-Wert."
Prof. Dr. P.
Schwandt, Ludwig-Maximilians-Universität München
►Das eigentliche
Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gefäßablagerungen ist
also nicht das „schlechte“ LDL-Cholesterin, sondern Einflüsse, die
das Cholesterin zum Oxidieren bringen. Meist sind dies aggressive
Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) aus Umweltgiftstoffen,
Pestiziden, Strahlenbelastungen, Zigarettenrauch, Ozon, erhitzte
ungesättigte Fettsäuren oder chemische Medikamente. Das oxidierte
Cholesterin wird in die Gefäßwand eingelagert und ersetzt dort
zunehmend andere lebensnotwendige Fettsäuren. Nicht nur, dass das
entartete Cholesterin die nötigen Aufgaben nicht mehr erfüllen
kann, es wird auch als Fremdkörper erkannt und leitet dadurch
Entzündungsprozesse ein. Dies ist oft der erste Schritt, der zur
gefürchteten Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) führt.
3.
LDL-Cholesterin wird benötigt, um Mikrowunden der
Arterienwand zu schließen
Neben den
oxidierten Fettsäuren gibt es viele weitere Risikofaktoren, die
unsere Gefäßwände schädigen. Durch Mangelernährung fehlen
Vitalstoffe, die die Gefäße gesund erhalten und bei Bedarf
Reparaturmechanismen anregen. Durch einen hohen Zuckerkonsum kommt
es zu einer unangemessenen Steigerung der LDL-Produktion, bei
gleichzeitigem Abfall der HDL-Produktion. Bei Stress wird
Adrenalin ausgeschüttet, welches aus messerscharfen Kristallen
besteht, die die Blutgefäße verletzen können. Immer mehr Menschen
haben unter den Folgen von Lärm, Reizüberflutung, Zeitmangel,
Familienprobleme, Eheprobleme, Mobbing, Ärger, Angst, Leid,
Krankheit oder körperlicher Überanstrengung zu leiden. Weitere
Risikofaktoren sind Übersäuerung des Körpers,
Stoffwechselschlacken, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und
Bewegungsmangel.
Durch diese
Problematik macht der Körper nun etwas, was zunächst widersinnig
erscheint.
Er kurbelt die LDL-Produktion an, obwohl dies später zu
den Ablagebildungen in den Arterien führen kann.
►Unser Organismus
hat aber gute Gründe dafür. Er benötigt neben Vitalstoffen, Antioxidantien (Radikalenfänger) und Enzymen auch das Cholesterin
zur Reparatur der entzündeten, geschwächten und beschädigten
Arterienwand. Nur dadurch lässt sich ein größerer
Gesundheitsschaden verhindern. Aus diesem Gesichtspunkt ist es
unsinnig oder sogar schädlich, den LDL-Spiegel medikamentös zu
senken. Die beste Therapie wäre es, sofort alle Risikofaktoren
auszuschalten. Leider gehen aber die wenigsten diesen Weg. Solange
es nicht wirklich wehtut und die Medikamente das Gewissen
beruhigen, werden im Körper auch weiterhin Schlachten um die
Gesunderhaltung geführt.
►Die Arterien werden verletzt -
Vitalstoffe und Cholesterin kitten die Gefäßwände wieder. Diese
Selbstregulierung funktioniert über Jahre, aber nicht über
Jahrzehnte. Mit der Zeit kann der Körper das LDL-Cholesterin und
vor allem auch das oxidierte LDL-Cholesterin nicht mehr abbauen
und es kommt zu einer übermäßigen Ansammlung in den Arterien. Aber zum
Glück gibt es, neben der (sinnvollen) Senkung der Risikofaktoren,
noch eine völlig unschädliche „Pille“, um
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Herzinfarkt
vorzubeugen – die Erhöhung der Produktion von HDL-Cholesterin.
4.
Ein hoher HDL-Spiegel wird immer wichtiger
Jegliche
Cholesterindiskussion macht nur Sinn, wenn man die
LDL-Konzentration in Relation zur HDL-Konzentration sieht. Sind
genug dieser „HDL-Lastwagen“ im Blut vorhanden, kann ständig
verbrauchtes und nicht mehr benötigtes Cholesterin aus Arterien
und Gewebe eingesammelt werden. Das Gewebe wird ständig
„durchgeputzt“ und es ist deshalb in der Regel völlig unnötig,
das LDL-Cholesterin medikamentös zu reduzieren. Was die Omega-3
Fettsäuren zum Schutz der Gesundheit so unvergleichlich macht, ist
die Kombination mehrerer sich ergänzender Wirkmechanismen.
So profitieren
auch das Herz und der Kreislauf gleich mehrfach:
-
Omega-3-Fettsäuren erhöhen den Anteil des HDL-Cholesterins und
senken damit den Anteil von überschüssigem und verbrauchtem
LDL-Cholesterin in den Blutgefässen. Ein hoher HDL-Wert hat aber
noch eine weitere wichtige Aufgabe bei der Vermeidung von
Gefäßkrankheiten. Es ist ein entscheidender Regulator für die
Eng- bzw. Weitstellung der Blutgefäße. Dazu regt HDL die Bildung
und Freisetzung des flüchtigen Gases Stickstoffmonoxyd (NO) der
gefäßwandauskleidenden Zellen (Endothelzellen) an. Bei
hinreichender Menge von HDL erweitern sich die Gefäßwände durch
die NO-Freisetzung und damit der Innendurchmesser (Gefäßlichtung,
Gefäßlumen) der Blutgefässe. Die Gefahr von
Durchblutungsstörungen, Gefäßverschlüssen (Embolie) und
Mangelversorgung an lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff
wird dadurch erheblich reduziert.
-
Omega-3-Fettsäuren
wirken durch den Umbau zu
Eicosanoiden
entzündungshemmend und vermindern so Entzündungsreaktionen in den
Blutgefässen. Durch die Gewebshormone wird darüber hinaus die
Verklumpung der Blutplättchen gehemmt. Dies fördert die
Durchblutung und schützt vor Thrombosen, Schlaganfall und
Herzinfarkt.
-
Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Baustoffe für das Gehirn und
Nervenleitungen. Sind genügend vorhanden, steigt die Grenze, an
dem Stress zur Belastung wird, die Neigung zu Depressionen und
aggressiven Reaktionen fällt. Emotionale Belastungen, die
nachweisbar Herz und Kreislauf schwächen, können weniger zu einer
Gesundheitsgefahr werden.
„Omega-3-Fettsäuren vermindern Herzrhythmusstörungen, verbessern
die Gefäßfunktion, verlangsamen das Voranschreiten der
Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, stabilisieren instabile
Plaques, senken Triglyceride und mehr. Die Wirkungsvielfalt
erklärt sich teilweise damit, dass Omega-3-Fettsäuren
Bestandteile der Zellmembran und für den menschlichen Körper
essentiell sind“.
Quelle: Deutsche
Gesellschaft für Kardiologie,
„Klinische Daten
der Omega-3-Fettsäuren“, Kardiologen-Kongress, 14. -17.4.04,
Mannheim
Steigert
Kokosfett und andere Lebensmittel mit einem hohen Anteil an
gesättigten Fettsäuren den Cholesterinspiegel?
Kokosfett ist
mit 1,0 mg/100 g Cholesterin, wie alle pflanzlichen Nahrungsmittel
äußerst cholesterinarm. Als Vergleich: Butter enthält 240 mg und
frische Eier 396 mg pro 100 g. Das bedeutet nicht, dass Butter
oder Eier den Anteil des schlechten Cholesterins in die Höhe
treiben. Mehrere klinische Untersuchungen haben eindeutig
bewiesen:
►Durch das Weglassen von Butter, Eiern etc. kann man zwar
in manchen Fällen den Gesamtcholesterinspiegel etwas senken, aber
es sinkt sowohl der Anteil des „schlechten“ LDL- wie auch des
„guten“ HDL-Cholesterins. Paradoxerweise gibt es sogar Fälle, bei
denen sich durch den Verzehr von Eiern der als gut befundene
HDL-Wert verbessert.
Auch die manchmal
angeführten Tierversuche sind auf den Menschen nicht übertragbar
Zwar erhöhte sich bei Kaninchen der Serum-Spiegel
drastisch, wenn diese mit Cholesterin gemästet wurden. Als reiner
Pflanzenfresser ist dies auch wenig verwunderlich, denn Grünfutter
enthält nur minimale Spuren Cholesterin. Infolgedessen ist der
Stoffwechsel des Nagers mit hohen Cholesterinkonzentrationen aus
tierischen Produkten, völlig überfordert.
Aber auch wenn
man der Frage nachgeht, welche gesättigten Fettsäuren den
Cholesterinspiegel anheben, muss man nach den Erkenntnissen von
Professor Martijn Katan die einzelnen Fettsäurearten differenziert
betrachten. Er verglich zusammen mit Arbeitsgruppen der
Universitäten Wageningen und Maastricht (Niederlande) 60
kontrolliert und mit hohen methodischen Qualitätskriterien
durchgeführte Stoffwechselstudien von 1970-1998, die den Einfluss
der Nahrungsfette auf die Blutfettwerte untersuchten.
Das Ergebnis:
Starke Verbesserung
durch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Werden
vermehrt einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren gegessen und
dafür die Kohlenhydratzufuhr eingeschränkt, kommt es zu einer
signifikanten Verbesserung des Gesamtcholesterinspiegels. Das
„gute“ HDL-Cholesterin steigt und das LDL-Cholesterin sinkt /
é JJ
HDL,
ê JJ
LDL.
Die gesättigte
Fettsäure Stearinsäure ist neutral
Bei der
Stearinsäure (C 18:0) konnte keine erhöhende Wirkung festgestellt
werden, denn es kann im Organismus unter Einwirkung von Enzymen in
die cholesterinsenkende Ölsäure umgewandelt werden / HDL
à
K,
LDL
à K.
Geringe
Verschlechterung durch die Palmitinsäure
Werden
gesättigte Fettsäuren gegen Kohlenhydrate eingetauscht, ohne dass
es zu einer Erhöhung der Gesamtkalorienmenge kommt, erhöht die
Palmitinsäure (C 16:0) das LDL-Cholesterin etwas mehr als das
HDL-Cholesterin, so dass es bei dieser Fettsäure zu einer geringen
Verschlechterung der Situation kommt /
áJ HDL,
é LL
LDL.
Wird die Kettenlänge
der gesättigten Fettsäuren kürzer, verbessert sich die
Cholesterin-Situation
Die
Mysterinsäure (C 14:0) erhöhte das HDL stärker als das LDL und
bei der Laurinsäure war dieser Effekt sogar noch etwas
ausgeprägter /
é
JJ HDL, á L
LDL.
Weniger
Kohlenhydrate und mehr Fett senken den Triglyceridspiegel
Was sich bei allen Fettsäuren (auch den
gesättigten) verbesserte, waren die Triglyceridwerte, wenn dafür
leicht resorbierbare Kohlenhydrate reduziert wurden. Wird Zucker,
Stärke oder Alkohol nicht als Energie verbraucht, wandelt die
Leber diese in Fettsäuren um und treibt die Triglyceridwerte im
Blut in die Höhe. Dauerhaft hohe Werte dieser Neutralfette
sind ein Risikofaktor für Fettstoffwechselstörungen, der
Insulinresistenz, des metabolischen Syndroms, für ungünstige
Cholesterinwerte und der Verfettung unseres wichtigsten
Stoffwechselorgans – der Leber /
ê JJ
Triglyceridwerte.
Durch die
Erkenntnisse der Metastudie muss man die bisherigen Empfehlungen
neu formulieren
Nicht die gesättigten Fettsäuren sind für
negative Blutfettwerte verantwortlich, sondern ein hoher Konsum
einfacher Kohlenhydrate. Reduziert man diesen und nimmt mehr
einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu sich, reduziert
sich das Herzinfarktrisiko drastisch.
►Aber auch die im Kokosfett
in hohem Maße enthaltene Laurinsäure zeigt einen positiven Effekt,
so dass die vermehrte Zufuhr im Tausch gegen leicht resorbierbare
Kohlenhydrate sogar sinnvoll ist.
►Raffinierter Zucker erhöht aber nicht nur
Cholesterin- und Blutfettwerte, sondern fördert auch die Bildung
von Gallensteinen und die Entstehung des Dünndarmpilzes Mucor
racemosus. Dieser wird, wenn er in den Blutkreislauf übertritt,
zum Parasiten und ist laut dem Heilpraktiker Henning Müller
Burzler „letztendlich an der Entstehung der Arteriosklerose durch
Cholesterin-, Eiweiß- und Kalkablagerungen in den Gefäßwänden
stark beteiligt“ (Quelle: „Auf
den Spuren der Methusalem-Ernährung, Windperd-Verlag 2004“)
In tierischen Produkten finden sich die höchsten Konzentrationen
an langkettig gesättigten Fettsäuren, die die körpereigene
Cholesterinsynthese stimulieren. Muss man deshalb tierische
Produkte grundsätzlich meiden, wie es die landläufige Meinung ist?
Geht es allein um die Fettsäurenzusammensetzung, erscheint diese
Empfehlung fraglich. Nach Meinung vieler Experten sorgt beim
Olivenöl der hohe Anteil von einfach ungesättigten Fettsäuren
(70-80% Ölsäure) für die Senkung des Cholesterinspiegels. Diese
ist aber im Fleisch auch in einer hohen Konzentration enthalten.
Fettreicher Schweinebauch hat folgende
Fettzusammensetzung (alle Angaben pro 100g):
Langkettig ungesättigte Fettsäuren: 300mg Mysterinsäure
(14:0), 5,01g Palmitinsäure (16:0) 3,69g Stearinsäure (18:0), 55mg
Arachinsäure (20:0). Gesamt: 9,06g
Einfach ungesättigte Fettsäuren: 370mg Palmitoleinsäure
(16:1), 9,16g Ölsäure (18:1), 250mg Eicosensäure (20:1).
Gesamt: 9,78g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 950mg Linolsäure (18:2),
71mg Linolensäure (18:3). Gesamt: 1,02g
Lässt man die gesättigte Stearinsäure (18:0), die sich neutral auf
den Cholesterinspiegel auswirkt unberücksichtigt (2
vgl. S. 30), hat der Schweinebauch folgendes
Fettsäurenverhältnis:
-
5,37g
gesättigte Fettsäuren
-
9,78g einfach ungesättigte Fettsäuren
-
1,02g mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Erstaunlicherweise hat also der
Schweinebauch (ohne die neutrale Stearinsäure) ca. doppelt soviel
ungesättigte Fettsäuren wie gesättigte, die nach allen
wissenschaftlichen Erkenntnissen die Konzentration an "schlechtem"
Cholesterin im Blut senken. Dies ist kein Einzelfall, sondern bei
Fleisch die Regel. Diese differenzierte Unterscheidung ist im
Ernährungsalltag aber nicht Praxis. Wohl darum, weil die
Aufklärung zu einer erheblichen Verwirrung beitragen würde und
einmal gefasste Ernährungsempfehlungen, wenn überhaupt, nur
äußerst zögerlich korrigiert werden.
Dies
bedeutet nicht, dass der Verzehr von tierischen Produkten keine
Probleme im Bereich der Ethik, Gesundheit und des Umwelt- und
Tierschutzes aufwirft.
Betrachtet man aber nur die
Zusammensetzung der Fettsäuren, ist der negative Einfluss auf den
Organismus mehr eine Frage wie man das Fett weiterverarbeitet.
►Der
kommerzielle Faktor spielt in der heutigen
Ernährung eine übergeordnete Rolle. Statt naturbelassener Fette
werden immer mehr technisch intensiv veränderte Fette in
die Produkte eingearbeitet (sowohl in tierische wie in
pflanzliche). Es verändert sich dadurch nicht nur die Fettstruktur
- das Fett verliert auch seine Mikronährstoffe.
►Es ist „totes“
Fett, welches aufwendig verstoffwechselt werden muss und die
körpereigenen Vitalstoff- und Enzymdepots leert. Fehlen diese
„Aufräumer
und Umwandler“ nach jahrelanger Fehlernährung, bricht
schließlich der Fettstoffwechsel langsam aber sicher zusammen.
„Das Fett im Essen erhöht das Fett im Blut (den
Cholesterinspiegel); und viel Fett im Blut macht die Adern kaputt
(Arteriosklerose); und Arteriosklerose macht irgendwann
Herzinfarkt. Doch dann höre ich von den afrikanischen Massai: Die
essen so viel Fett wie wahrscheinlich kein Volk sonst in der Welt
(60 Prozent Fettkalorien) und leiden viel seltener an
Arteriosklerose als all die fettarmen Joghurt löffelnden
Amerikaner“.
Quelle: Chrismon, evangelisches Online-Magazin, „Das Fett
bleibt dran!“, Wissenschaftsredakteurin Christine Holch.
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