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Ölpressung ohne
Sauerstoff,
Licht und
Hitze

Broschüre über die
lebenswichtigen und
Funktionen
der Fettsäuren
und welche uns krank
machen

 

 

Cholesterin - falscher Ansatz - falsche Therapie
Cholesterin ein Riesengeschäft
Funktionen von Cholesterin im Körper

Warum steigt im Alter der Cholesterinspiegel
Die Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren für den Cholesterinspiegel
Warum auch das LDL-Cholesterin lebenswichtig für das Gefäßsystem ist
Steigern alle gesättigten Fettsäuren den Cholesterinspiegel?
Tierische Fette – Ursache für erhöhtes Cholesterin?
Totes Fett, der wahren Auslöser für
Gesundheitsprobleme

Fett und Cholesterin für die Gesundheit unerlässlich

„Männer und Frauen, deren Cholesterinwerte naturgemäß niedriger waren, schnitten bei mentalen Aufgaben mit hohen Anforderungen an Abstraktionsvermögen, Redegewandtheit, Aufmerksamkeit und Konzentration deutlich schlechter ab. Cholesterin ist wichtig für die Gehirnentwicklung bei Kindern. Außerdem spielt es im Erwachsenenalter eine Rolle für die Funktionsfähigkeit der Nervenzellen, was den Zusammenhang erklären könnte“.

 

Quelle: Wissenschaft.de „Gesundheit - Cholesterin schmiert das Gehirn, Cornelia Dick-Pfaff, 03.2005 

 

 Cholesterin - falscher Ansatz - falsche Therapie

 

Es ist ein Mythos, dass Cholesterin ein Stoff ist, den wir möglichst aus dem Körper verbannen sollten. Die Folgen wären fatal. Lässt man den Wassergehalt unberücksichtigt, besteht das Herz aus 10 %, das Gehirn aus 10-20 % und die Nebennieren zu 50% aus Cholesterin. Cholesterin in den Membranen sorgt für den Zusammenhalt der einzelnen Zellen, macht sie wasserdicht und schleust andere Fettsäuren in das Zellinnere ein. Wir benötigen es zur Zellerneuerung und zur Herstellung von Vitamin D und Gallensäure. Unerlässlich ist Cholesterin auch für die Synthese der Steroidhormone Testosteron, Östrogen, Progesteron, Cortison und Aldosteron.

 

Weil dieser Stoff so „über“-lebenswichtig ist, kann es der Körper in der Leber und im Dünndarm komplett selbst herstellen. Bei einem gesunden Menschen ist dies ein genau kontrollierter Vorgang. Das heißt, die Produktion wird angekurbelt, wenn die Zufuhr von cholesterinreichen Lebensmitteln wie Eier, Milch, Käse, Fleisch oder Innereien gering ist. Gedrosselt wird die Herstellung, wenn wir diese Lebensmittel reichhaltig zuführen. Die Höhe des Cholesteringehalts im Blut geht also nicht unbedingt mit dem Verzehr tierischer Produkte nach oben oder unten. Ist der Stoffwechsel intakt, ist der Körper jederzeit in der Lage, selbst zu bestimmen, wie viel an Cholesterin er benötigt.

 

Mit niedrigen Grenzwerten lässt es sich gut verdienen

 

Da aber cholesterinsenkende Mittel ein Riesengeschäft sind (Verordnungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro allein in Deutschland), kann ein Grenzwert am Gesamtcholesterin nicht niedrig genug sein.

 

„Beim Cholesterin hat ein privater Interessenverbund von 13 Professoren vor einigen Jahren in Deutschland eigenmächtig einen Grenzwert durchgesetzt, der die Mehrheit der Bevölkerung über Nacht zu Risikopatienten erklärte. In der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen haben dem willkürlichen Grenzwert zufolge 68 Prozent der Männer und 56 Prozent der Frauen einen angeblich erhöhten Cholesterinwert. Bei den 50- bis 59-Jährigen sind sogar 84 Prozent der Männer und 93 Prozent der Frauen betroffen. Eine wissenschaftlich schlüssige Begründung für den absurd strengen Wert gibt es nicht, was ja auch viele Ärzte kritisieren“.

 

Quelle: „TK aktuell“, Ausgabe 1/2004. Die Techniker Krankenkasse in einem Interview mit Jörg Blech ( Biologe, Biochemiker

Medizin- und Wissenschaftsredakteur)

 

Die Folge dieser einheitlichen Normierung und des künstlich nach unten gedrückten Cholesterinspiegels: Wegen einem einzigen und zudem noch fragwürdigen Risikofaktor, wird in Kauf genommen, dass Cholesterin für viele lebenswichtige Aufgaben fehlt.

 

Die Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder hat auf ihrer Internetseite folgende Fakten zusammengetragen:

  • Vergleicht man die Langzeitstudien, treten nur bei 3 von 16 ein statistischer Zusammenhang zwischen der Cholesterin-Zufuhr und dem Auftreten von Herzinfarkten auf.

  • Bei den allermeisten Infarkten sind die Blutcholesterinwerte völlig unauffällig.

  • Bei gleicher Anzahl der Publikationen werden Studien, die eine Cholesterin-Senkung für sinnvoll halten, sechsmal häufiger zitiert als Studien, die diese These nicht unterstützen.

  • Länder mit einem hohen Fettanteil in der Ernährung, wie z.B. die Japaner, haben die  niedrigste Herz-Kreislauf-Sterblichkeit.

  • Ein hoher Cholesterinspiegel im Alter geht einher mit einer höheren Lebenserwartung.

Nach: „Cholesterin: Die Wissenschaft vergiftet“, Ernaehrgesund.de

 

Funktionen von Cholesterin im Körper

 

Ist beteiligt an der Synthese und Bildung von

 

Bezeichnung

Funktion

 

Testosteron, männliches Geschlechtshormon

Wirkt muskelaufbauend (anabol), ist verantwortlich für männliche Geschlechtsmerkmale, fördert den Haarwuchs, steigert die Libido

Östrogen, weibliches Geschlechtshormon

Verantwortlich für weibliche Geschlechtsmerkmale und den Monatszyklus, wichtig für den Erhalt der Knochenmasse und Fettstoffwechsel, Mangel führt zu einer starken emotionalen Instabilität

Progesteron, weibliches Geschlechtshormon

Wichtig für den Abbaustoffwechsel ( katabol), ist das vorherrschende Hormon in der zweiten Hälfte des Zyklus,  bereitet die Gebärmutter auf eine mögliche  Schwangerschaft vor

Cortison, Stresshormon

Wird für die Entzündungsabwehr im Körper benötigt, ist für die rasche Bereitstellung von Energie verantwortlich

Aldosteron, Mineralcorticoid

Reguliert den Natrium- Kalium- und den Wasserhaushalt sowie den Blutdruck, wird bei Flüssigkeitsmangel vermehrt ausgeschüttet (Dursthormon)

Gallensäure, wird von der Leber gebildet

Emulgiert Fette in kleine Tröpfchen, und ermöglicht so deren Verdauung (auch der fettlöslichen Vitamine)

Vitamin D3

Regelung des Kalzium-Haushalts, wichtig für den Knochenaufbau und für die Signalübertragung der Nerven

 

Cholesterin ist Bestandteil der

 

Bezeichnung

Funktion

 

Darmwand

Cholesterin wird nicht nur in der Leber gebildet, sondern auch in der Darmwand wo es zu deren Stärke beiträgt

Zellmembranen

Stabilisiert die Zellmembranen und fördert deren Fluidität (Durchlässigkeit)

Nervenzellen im Gehirn

Ist einer der Faktoren, der dafür sorgt, dass elektrische Signale ausgetauscht werden können, wichtig für die geistige Leistungsfähigkeit, umhüllt mit anderen Fettsäuren die Nervenfaser mit einer Isolierschicht  (Myelinscheide)

Lipoproteine (VLDL, LDL, HDL)

Transportieren das  Cholesterin im Blut, regulieren den An- und Abtransport von neu gebildetem und verbrauchtem Cholesterin

 

Warum steigt im Alter der Cholesterinspiegel?

Viele dieser Untersuchungen bauen auf einer einfachen mathematischen Rechnung auf: Der altersbedingte Anstieg des Cholesterinspiegels und die erhöhte Gefahr, im Alter an Herz- und Gefäßleiden zu erkranken, ergeben ein höheres Risiko an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben.

Es gibt zwei Gründe, warum diese  Formel an den Tatsachen vorbeigeht und die Zwangssenkung sogar gefährlich ist:

 

1.      Nicht der Cholesterinspiegel und nicht das Gesamtcholesterin sind ein Risikofaktor, sondern ein ungesundes Verhältnis zwischen dem „bösen“ LDL-Cholesterin und dem „guten“ HDL-Cholesterin. Außerdem ist der Cholesterinspiegel nur ein Faktor unter vielen. Wer nur auf die Cholesterinwerte achtet, der vergisst, dass Bewegung, Stressreduzierung, vitalstoffreiche Ernährung und weniger denaturierte Kohlenhydrate und Fette viel effektivere Cholesterinsenker sind.

 

2.      Mit zunehmendem Alter steigt der Cholesterinspiegel automatisch an und die Gleichung „hohes Cholesterin im Alter = erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen“ ist eher ein Mythos als eine Gefahr. Das sieht man schon daran, dass statistisch gesehen 80% der deutschen Männer einen zu hohen Cholesterinwert hätten. Unter dem Titel „Die Abschaffung der Gesundheit“ erläutert der Spiegel-Autor Jörg Blech in der Ausgabe 33/2003, wie Pharma-Firmen und Ärzte systematisch Krankheiten erfinden um dadurch das Wachstum der Medizinindustrie sichern. Dazu zählen auch künstlich nach unten korrigierte Cholesteringrenzwerte.

Was ist der wahre Grund für den Cholesterinanstieg im Alter? Mit zunehmendem Alter wird Cholesterin immer wichtiger für Reparaturaufgaben herangezogen.
Erhöhte Werte sind deshalb nur sehr selten Ausdruck einer Fettstoffwechselstörung, sondern vielmehr Anzeichen für einen höheren Bedarf. 

 

„Egal, ob „freilaufende Senioren“, Bewohner von Altenheimen oder Schlaganfallpatienten: Alte Menschen mit viel Cholesterin im Blut leben länger als solche mit sehr niedrigen Werten. In anderen Studien ging der stets gepriesene niedrige Cholesterinspiegel mit erhöhten Krebsraten einher. Auch Lungenerkrankungen, Unfälle, Selbstmorde und andere Todesursachen nehmen zu, wenn der Cholesterinspiegel niedrig ist“.

 

Quelle: „Cholesterin: die Wissenschaft vergiftet“,

Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder

 

Wer gesund bleiben will braucht Cholesterin, deshalb dürfen wir nicht das Gesamtcholesterin betrachten, sondern die Zusammensetzung des Cholesterins. Wie allgemein bekannt ist, wird das Cholesterin in LDL-Cholesterin (Low Density Lipoproteins) und HDL-Cholesterin (High Density Lipoproteins) eingeteilt.

 

Externer Link: Bedeutung hoher Cholesterinwerte umstritten

 

Omega-3-Fettsäuren - ein umfassender Schutz gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

 

Wie bei den Fettsäuren Omega-6 und Omega-3 macht es die Mischung!

 

Was unterscheidet LDL und HDL? Man kann sich das Gefäßsystem als Straße vorstellen, auf denen unterschiedliche Güter transportiert werden. Zunächst wird das Cholesterin an Transporteiweiße (Lipoproteine) gebunden, damit es befördert werden kann. Die Spediteure heißen LDL-Lipoproteine und HDL-Lipoproteine. Die „LDL-Lastwagen“ befördern das Cholesterin zu den Zellen, die alle „Abladestellen“ (Rezeptoren) haben, um das LDL-Cholesterin aufnehmen können. Die „HDL-Lastwagen“ sammeln nicht benötigtes oder verbrauchtes Cholesterin von den Zellen wieder ein und bringen es zur Leber, wo es abgebaut werden kann.

 

 

4 Faktoren bestimmen das Gleichgewicht dieses Transportsystems

 

1.      Die Stoffwechsellage

 

Die Hauptursache für Fettstoffwechselstörungen ist zweifellos die Ernährung. Bereits 1981 sagte der Schweizer Lebensmittelchemiker Felix Kiefer:

 

„Es lässt sich wissenschaftlich belegen, dass unsere westliche Gesellschaft im Begriff ist, infolge der konsequenten Anwendung von Raffinationsprozessen bei den drei Hauptnahrungsmitteln, nämlich Zucker, bei den Speisefetten und -ölen und beim Mehl, die größte Mangelernährungssituation aller Zeiten zu erzeugen."

 

An diesen Erkenntnissen hat sich nichts geändert, das Gegenteil ist der Fall: Alle ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten nehmen zu.

 

Dem Körper fehlen durch die Mangelernährung Nähr- und Vitalstoffe, die für einen geregelten Stoffwechsel nötig sind. Gleichzeitig werden ihm Stoffe aufgezwungen, die so von der Natur nicht vorgesehen sind. Das meiste davon belastet den Stoffwechsel und muss mühsam verstoffwechselt werden. Dies führt letztendlich dazu, dass Fette nur unzureichend abgebaut werden können. Der Cholesterinspiegel steigt und wegen der Stoffwechselentgleisung vor allem das LDL-Cholesterin.

 

Nicht zu unterschätzen ist der Umstand, dass der Fettstoffwechsel auf das Engste mit dem Kohlenhydratstoffwechsel verbunden ist. Lässt man den Zucker weg, senkt man fast ausnahmslos nicht nur schlechte Cholesterin-, sondern auch überhöhte Triglyceridwerte.  

 

2.      LDL-Lipoproteine transportieren auch oxidiertes Cholesterin in die Zellen

 

"Wenn ein erhöhter Cholesterinspiegel und Rauchen zusammenkommen, dann ist eins und eins nicht zwei, sondern drei, weil das Rauchen dazu führt, dass die LDL bösartiger werden. Sie werden nämlich oxidiert, und das bedeutet ein 1000-fach höheres Risiko für den LDL-Wert."

 

Prof. Dr. P. Schwandt, Ludwig-Maximilians-Universität München

 

Das eigentliche Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gefäßablagerungen ist also nicht das „schlechte“ LDL-Cholesterin, sondern Einflüsse, die das Cholesterin zum Oxidieren bringen. Meist sind dies aggressive Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) aus Umweltgiftstoffen, Pestiziden, Strahlenbelastungen, Zigarettenrauch, Ozon, erhitzte ungesättigte Fettsäuren oder chemische Medikamente. Das oxidierte Cholesterin wird in die Gefäßwand eingelagert und ersetzt dort zunehmend andere lebensnotwendige Fettsäuren. Nicht nur, dass das entartete Cholesterin die nötigen Aufgaben nicht mehr erfüllen kann, es wird auch als Fremdkörper erkannt und leitet dadurch Entzündungsprozesse ein. Dies ist oft der erste Schritt, der zur gefürchteten Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) führt.

 

3.      LDL-Cholesterin wird benötigt, um Mikrowunden der Arterienwand zu schließen

 

Neben den oxidierten Fettsäuren gibt es viele weitere Risikofaktoren, die unsere Gefäßwände schädigen. Durch Mangelernährung fehlen Vitalstoffe, die die Gefäße gesund erhalten und bei Bedarf Reparaturmechanismen anregen. Durch einen hohen Zuckerkonsum kommt es zu einer unangemessenen Steigerung der LDL-Produktion, bei gleichzeitigem Abfall der HDL-Produktion. Bei Stress wird Adrenalin ausgeschüttet, welches aus messerscharfen Kristallen besteht, die die Blutgefäße verletzen können. Immer mehr Menschen haben unter den Folgen von Lärm, Reizüberflutung, Zeitmangel, Familienprobleme, Eheprobleme, Mobbing, Ärger, Angst, Leid, Krankheit oder körperlicher Überanstrengung zu leiden. Weitere Risikofaktoren sind Übersäuerung des Körpers, Stoffwechselschlacken, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Bewegungsmangel.

 

Durch diese Problematik macht der Körper nun etwas, was zunächst widersinnig erscheint.

 

Er kurbelt die LDL-Produktion an, obwohl dies später zu den Ablagebildungen in den Arterien führen kann. Unser Organismus hat aber gute Gründe dafür. Er benötigt neben Vitalstoffen, Antioxidantien (Radikalenfänger) und Enzymen auch das Cholesterin zur Reparatur der entzündeten, geschwächten und beschädigten Arterienwand. Nur dadurch lässt sich ein größerer Gesundheitsschaden verhindern. Aus diesem Gesichtspunkt ist es unsinnig oder sogar schädlich, den LDL-Spiegel medikamentös zu senken. Die beste Therapie wäre es, sofort alle Risikofaktoren auszuschalten. Leider gehen aber die wenigsten diesen Weg. Solange es nicht wirklich wehtut und die Medikamente das Gewissen beruhigen, werden im Körper auch weiterhin Schlachten um die Gesunderhaltung geführt. Die Arterien werden verletzt - Vitalstoffe und Cholesterin kitten die Gefäßwände wieder. Diese Selbstregulierung funktioniert über Jahre, aber nicht über Jahrzehnte. Mit der Zeit kann der Körper das LDL-Cholesterin und vor allem auch das oxidierte LDL-Cholesterin nicht mehr abbauen und es kommt zu einer übermäßigen Ansammlung in den Arterien. Aber zum Glück gibt es, neben der (sinnvollen) Senkung der Risikofaktoren, noch eine völlig unschädliche „Pille“, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Herzinfarkt vorzubeugen – die Erhöhung der Produktion von HDL-Cholesterin. 

 

4.      Ein hoher HDL-Spiegel wird immer wichtiger

 

„Das HDL wird als „gutes“ Cholesterin bezeichnet, weil Herz-Kreislauf-Erkrankungen umso seltener sind und die Menschen umso älter werden, je höher ihr HDL ist. Studien am Menschen haben gezeigt, dass bereits ein mäßiger Anstieg an HDL im Blut die Häufigkeit von Herzerkrankungen deutlich senkt“.

 

Quelle: Udo Pollmer, Susanne Warmuth, „Lexikon der populären Ernährungs-Irrtümer“, Eichborn, 2000

 

Jegliche Cholesterindiskussion macht nur Sinn, wenn man die LDL-Konzentration in Relation zur HDL-Konzentration sieht. Sind genug dieser „HDL-Lastwagen“ im Blut vorhanden, kann ständig verbrauchtes und nicht mehr benötigtes Cholesterin aus Arterien und Gewebe eingesammelt werden. Das Gewebe wird ständig „durchgeputzt“ und es ist deshalb in der  Regel völlig unnötig, das LDL-Cholesterin medikamentös zu reduzieren. Was die Omega-3 Fettsäuren zum Schutz der Gesundheit so unvergleichlich macht, ist die Kombination mehrerer sich ergänzender Wirkmechanismen.

 

So profitieren auch das Herz und der Kreislauf gleich mehrfach:

  • Omega-3-Fettsäuren erhöhen den Anteil des HDL-Cholesterins und senken damit den Anteil von überschüssigem und verbrauchtem LDL-Cholesterin in den Blutgefässen. Ein hoher HDL-Wert hat aber noch eine weitere wichtige Aufgabe bei der Vermeidung von Gefäßkrankheiten. Es ist ein entscheidender Regulator für die Eng- bzw. Weitstellung der Blutgefäße. Dazu regt HDL die Bildung und Freisetzung des flüchtigen Gases Stickstoffmonoxyd (NO) der gefäßwandauskleidenden Zellen (Endothelzellen) an. Bei hinreichender Menge von HDL erweitern sich die Gefäßwände durch die NO-Freisetzung und damit der Innendurchmesser (Gefäßlichtung, Gefäßlumen) der Blutgefässe. Die Gefahr von Durchblutungsstörungen, Gefäßverschlüssen (Embolie) und Mangelversorgung an lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff wird dadurch erheblich reduziert.
     

  •  Omega-3-Fettsäuren wirken durch den Umbau zu Eicosanoiden entzündungshemmend und vermindern so Entzündungsreaktionen in den Blutgefässen. Durch die Gewebshormone wird darüber hinaus die Verklumpung der Blutplättchen gehemmt. Dies fördert die Durchblutung und schützt vor Thrombosen, Schlaganfall und Herzinfarkt.
     

  • Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Baustoffe für das Gehirn und Nervenleitungen. Sind genügend vorhanden, steigt die Grenze, an dem Stress zur Belastung wird, die Neigung zu Depressionen und aggressiven Reaktionen fällt. Emotionale Belastungen, die nachweisbar Herz und Kreislauf schwächen, können weniger zu einer Gesundheitsgefahr werden.

„Omega-3-Fettsäuren vermindern Herzrhythmusstörungen, verbessern die Gefäßfunktion, verlangsamen das Voranschreiten der Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, stabilisieren instabile Plaques, senken Triglyceride und mehr. Die Wirkungsvielfalt erklärt sich teilweise damit, dass Omega-3-Fettsäuren Bestandteile der Zellmembran und für den menschlichen Körper essentiell sind“.

 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie,

„Klinische Daten der Omega-3-Fettsäuren“, Kardiologen-Kongress, 14. -17.4.04, Mannheim

 

 

Steigert Kokosfett und andere Lebensmittel mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren den Cholesterinspiegel?

Kokosfett ist mit 1,0 mg/100 g Cholesterin, wie alle pflanzlichen Nahrungsmittel äußerst cholesterinarm. Als Vergleich: Butter enthält 240 mg und frische Eier 396 mg pro 100 g. Das bedeutet nicht, dass Butter oder Eier den Anteil des schlechten Cholesterins in die Höhe treiben. Mehrere klinische Untersuchungen haben eindeutig bewiesen: Durch das Weglassen von Butter, Eiern etc. kann man zwar in manchen Fällen den Gesamtcholesterinspiegel etwas senken, aber es sinkt sowohl der Anteil des „schlechten“ LDL- wie auch des „guten“ HDL-Cholesterins. Paradoxerweise gibt es sogar Fälle, bei denen sich durch den Verzehr von Eiern der als gut befundene HDL-Wert verbessert.

Auch die manchmal angeführten Tierversuche sind auf den Menschen nicht übertragbar

Zwar erhöhte sich bei Kaninchen der Serum-Spiegel drastisch, wenn diese mit Cholesterin gemästet wurden. Als reiner Pflanzenfresser ist dies auch wenig verwunderlich, denn Grünfutter enthält nur minimale Spuren Cholesterin. Infolgedessen ist der Stoffwechsel des Nagers mit hohen Cholesterinkonzentrationen aus tierischen Produkten, völlig überfordert.

Aber auch wenn man der Frage nachgeht, welche gesättigten Fettsäuren den Cholesterinspiegel anheben, muss man nach den Erkenntnissen von Professor Martijn Katan die einzelnen Fettsäurearten differenziert betrachten. Er verglich zusammen mit Arbeitsgruppen der Universitäten Wageningen und Maastricht (Niederlande) 60 kontrolliert und mit hohen methodischen Qualitätskriterien durchgeführte Stoffwechselstudien von 1970-1998, die den Einfluss der Nahrungsfette auf die Blutfettwerte untersuchten.

Das Ergebnis:

Starke Verbesserung durch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Werden vermehrt einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren gegessen und dafür die Kohlenhydratzufuhr eingeschränkt, kommt es zu einer signifikanten Verbesserung des Gesamtcholesterinspiegels. Das „gute“ HDL-Cholesterin steigt und das LDL-Cholesterin sinkt /
é
JJ HDL, ê JJ LDL.

Die gesättigte Fettsäure Stearinsäure ist neutral

Bei der Stearinsäure (C 18:0) konnte keine erhöhende Wirkung festgestellt werden, denn es kann im Organismus unter Einwirkung von Enzymen in die cholesterinsenkende Ölsäure umgewandelt werden / HDL à K, LDL à K.

Geringe Verschlechterung durch die Palmitinsäure

 Werden gesättigte Fettsäuren gegen Kohlenhydrate eingetauscht, ohne dass es zu einer Erhöhung der Gesamtkalorienmenge kommt, erhöht die Palmitinsäure (C 16:0) das LDL-Cholesterin etwas mehr als das HDL-Cholesterin, so dass es bei dieser Fettsäure zu einer geringen Verschlechterung der Situation kommt /
áJ
HDL, é LL LDL.

Wird die Kettenlänge der gesättigten Fettsäuren kürzer, verbessert sich die Cholesterin-Situation

 Die Mysterinsäure (C 14:0) erhöhte das HDL stärker als das LDL und bei der Laurinsäure war dieser Effekt sogar noch etwas ausgeprägter /
é
JJ HDL, á L LDL.

Weniger Kohlenhydrate und mehr Fett senken den Triglyceridspiegel

Was sich bei allen Fettsäuren (auch den gesättigten) verbesserte, waren die Triglyceridwerte, wenn dafür leicht resorbierbare Kohlenhydrate reduziert wurden. Wird Zucker, Stärke oder Alkohol nicht als Energie verbraucht, wandelt die Leber diese in Fettsäuren um und treibt die Triglyceridwerte im Blut in die Höhe. Dauerhaft hohe Werte dieser Neutralfette sind ein Risikofaktor für Fettstoffwechselstörungen, der Insulinresistenz, des metabolischen Syndroms, für ungünstige Cholesterinwerte und der Verfettung unseres wichtigsten Stoffwechselorgans – der Leber /
ê
JJ Triglyceridwerte.

Durch die Erkenntnisse der Metastudie muss man die bisherigen Empfehlungen neu formulieren

Nicht die gesättigten Fettsäuren sind für negative Blutfettwerte verantwortlich, sondern ein hoher Konsum einfacher Kohlenhydrate. Reduziert man diesen und nimmt mehr einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu sich, reduziert sich das Herzinfarktrisiko drastisch. Aber auch die im Kokosfett in hohem Maße enthaltene Laurinsäure zeigt einen positiven Effekt, so dass die vermehrte Zufuhr im Tausch gegen leicht resorbierbare Kohlenhydrate sogar sinnvoll ist.

Raffinierter Zucker erhöht aber nicht nur Cholesterin- und Blutfettwerte, sondern fördert auch die Bildung von Gallensteinen und die Entstehung des Dünndarmpilzes Mucor racemosus. Dieser wird, wenn er in den Blutkreislauf übertritt, zum Parasiten und ist laut dem Heilpraktiker Henning Müller Burzler „letztendlich an der Entstehung der Arteriosklerose durch Cholesterin-, Eiweiß- und Kalkablagerungen in den Gefäßwänden stark beteiligt“ (Quelle: „Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung, Windperd-Verlag 2004“)

c)  Tierische Fette – Ursache für erhöhtes Cholesterin?

 

In tierischen Produkten finden sich die höchsten Konzentrationen an langkettig gesättigten Fettsäuren, die die körpereigene Cholesterinsynthese stimulieren. Muss man deshalb tierische Produkte grundsätzlich meiden, wie es die landläufige Meinung ist? Geht es allein um die Fettsäurenzusammensetzung, erscheint diese Empfehlung fraglich. Nach Meinung vieler Experten sorgt beim Olivenöl der hohe Anteil von einfach ungesättigten Fettsäuren (70-80% Ölsäure) für die Senkung des Cholesterinspiegels. Diese ist aber im Fleisch auch in einer hohen Konzentration enthalten.

 

Fettreicher Schweinebauch hat folgende Fettzusammensetzung (alle Angaben pro 100g):

 

Langkettig ungesättigte Fettsäuren: 300mg Mysterinsäure (14:0), 5,01g Palmitinsäure (16:0) 3,69g Stearinsäure (18:0), 55mg Arachinsäure (20:0). Gesamt: 9,06g 

 

Einfach ungesättigte Fettsäuren: 370mg Palmitoleinsäure (16:1), 9,16g Ölsäure (18:1), 250mg Eicosensäure (20:1).

Gesamt: 9,78g

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 950mg Linolsäure (18:2), 71mg Linolensäure (18:3). Gesamt: 1,02g

 

Lässt man die gesättigte Stearinsäure (18:0), die sich neutral auf den Cholesterinspiegel auswirkt unberücksichtigt (2 vgl. S. 30), hat der Schweinebauch folgendes Fettsäurenverhältnis: 

  •  5,37g gesättigte Fettsäuren

  • 9,78g einfach ungesättigte Fettsäuren

  • 1,02g mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Erstaunlicherweise hat also der Schweinebauch (ohne die neutrale Stearinsäure) ca. doppelt soviel ungesättigte Fettsäuren wie gesättigte, die nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen die Konzentration an "schlechtem" Cholesterin im Blut senken. Dies ist kein Einzelfall, sondern bei Fleisch die Regel. Diese differenzierte Unterscheidung ist im Ernährungsalltag aber nicht Praxis. Wohl darum, weil die Aufklärung zu einer erheblichen Verwirrung beitragen würde und einmal gefasste Ernährungsempfehlungen, wenn überhaupt, nur äußerst zögerlich korrigiert werden.

 

Dies bedeutet nicht, dass der Verzehr von tierischen Produkten keine Probleme im Bereich der Ethik, Gesundheit und des Umwelt- und Tierschutzes aufwirft.

 

Betrachtet man aber nur die Zusammensetzung der Fettsäuren, ist der negative Einfluss auf den Organismus mehr eine Frage wie man das Fett weiterverarbeitet. Der kommerzielle Faktor spielt in der heutigen Ernährung eine übergeordnete Rolle. Statt naturbelassener Fette werden immer mehr technisch intensiv veränderte Fette in die Produkte eingearbeitet (sowohl in tierische wie in pflanzliche). Es verändert sich dadurch nicht nur die Fettstruktur - das Fett verliert auch seine Mikronährstoffe. Es ist „totes“ Fett, welches aufwendig verstoffwechselt werden muss und die körpereigenen Vitalstoff- und Enzymdepots leert. Fehlen diese „Aufräumer und Umwandler“ nach jahrelanger Fehlernährung, bricht schließlich der Fettstoffwechsel langsam aber sicher zusammen.

 

„Das Fett im Essen erhöht das Fett im Blut (den Cholesterinspiegel); und viel Fett im Blut macht die Adern kaputt (Arteriosklerose); und Arteriosklerose macht irgendwann Herzinfarkt. Doch dann höre ich von den afrikanischen Massai: Die essen so viel Fett wie wahrscheinlich kein Volk sonst in der Welt (60 Prozent Fettkalorien) und leiden viel seltener an Arteriosklerose als all die fettarmen Joghurt löffelnden Amerikaner“.

 

Quelle: Chrismon, evangelisches Online-Magazin, „Das Fett bleibt dran!“, Wissenschaftsredakteurin Christine Holch.

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