Sekundäre und
bioaktive Pflanzeninhaltsstoffe – die
Wunderwaffen der
Pflanzen
Sekundäre
Pflanzeninhaltsstoffe sind die „Hausapotheke“ der Pflanzen, mit
denen sie sich gegen schädliche Umwelteinflüsse (z.B. UV
Strahlung) oder Krankheiten schützen. Sie regulieren das Wachstum
der Pflanzen, locken mit ihren Farb- und Duftstoffen Bienen und
andere Insekten an, wehren Bakterien, Viren, Pilze ab oder
vertreiben mit Bitterstoffen Fressfeinde.
Obst, Gemüse,
Getreide, Samen, Pflanzenöle, Gewürze und Kräuter enthalten diese
wehrhaften und nützlichen Stoffe, die auch für den Menschen
außerordentlich gesund sind. Ca. 30.000 dieser chemischen
Verbindungen (fast täglich werden neue entdeckt) kommen in
Pflanzen vor, die als sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe,
Phytochemikalien oder bioaktive Substanzen bezeichnet werden. Der
vorbeugende und therapeutische Nutzen dieser Stoffe wird
mittlerweile wegen seiner besonderen gesundheitsfördernden
Wirkungen intensiv erforscht. Man geht davon aus, dass die
sekundären Pflanzeninhaltsstoffe für den Körper ebenso wichtig
sind wie Vitamine und Mineralstoffe.
►Aus diesem Grund
werden sie auch als die „Vitamine des 21. Jahrhunderts“
bezeichnet. Diese wertvollen Substanzen können kein Labor
nachbauen und sind in hohem Maße in Ölen nur vorhanden, wenn diese
nicht erhitzt werden.

Stark modifiziert
nach „Bioaktive Substanzen“, K. Dittrich, C. Leitzmann, Trias 1999
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