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Seit Jahrzehnten
erforschen Wissenschaftler die Bedeutung der essentiellen
Fettsäuren und deren heilende Wirkung auf den menschlichen Körper.
Öle bestehen aber nicht nur aus Fettsäuren. In allen Samen,
Kernen, Nüssen und Früchten sind Begleitstoffe vorhanden, die bei
der Ölgewinnung in die Speiseöle übergehen.
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Nur dadurch bleiben
die Fettsäuren vor der
Oxidation geschützt.
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Die Wirkung der
ungesättigten Fettsäuren wird verstärkt, da diese nur in
Zusammenarbeit mit den Fettbegleitstoffen biochemisch agieren
können.
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Vitamine, sekundäre
Pflanzeninhaltsstoffe, Lezithin, Spurenelemente und andere
Pflanzeninhaltsstoffe sind auch unabhängig von den Fettsäuren
Gesundheitsförderer ersten Ranges.
„Unsere Nahrung
enthält einige tausend unterschiedliche Substanzen. Wir kennen
aber nur die Wirkung von einigen Dutzend wie zum Beispiel den
Vitaminen. Sie wirken jedoch nicht allein, sondern im Verbund mit
anderen Bestandteilen der Zellen. Welche das sind, ist unbekannt.
Die Forscher können bisher nur nachweisen, dass der Nutzen
eintritt, wenn der Mensch sie mitsamt ihrer natürlichen Umgebung
zu sich nimmt. Das Vitamin E oder die Omega-3-Fettsäuren
verlieren ihre Wirkung jedenfalls, wenn man sie isoliert in
andere Lebensmittel einfügt“.
Quelle:
Ego-net.de, „Funktionelle Lebensmittel,
Gesünder als
Naturkost – ein Trend mit Zukunft“? Ausgabe 04/2001
Ein Beispiel, wie
wichtig diese Naturstimulantien sind, ist das
Schwarzkümmelöl. Es
hat fast keine Omega-3 Fettsäuren (24,5% Omega-9, 55,8% Omega-6,
0,2% Omega-3) und dennoch zählt es zu den therapeutisch
wirksamsten Ölen. Laut Aussagen von Günther A. Ulmer entfaltet
dieses Öl nach 3-monatiger Einnahme seine heilsame Wirkung bei:
Arthritis, Rheuma, Asthma, Bronchitis, Magen- und Darmstörungen,
Darmpilzen, Depressionen, Erkältungen, Gelenkschmerzen und
Allergien. Äußerlich aufgetragen ist es hilfreich bei Akne,
Ekzemen, Schuppenflechte und Neurodermitis.
►Es lohnt sich also
nicht nur die Fettsäuren zu berücksichtigen, sondern das Öl in
seiner Gesamtheit anzuschauen.
Es ist unmöglich,
die Wirkung aller Fettbegleitstoffe darzustellen, da erst ein
Bruchteil der Substanzen bekannt und erforscht ist. Es sollen
deshalb exemplarisch nur einige Wichtige beschrieben werden.
Vitamin E ausführlich
à
Schutz vor freien
Radikalen, bei rheumatischen
Erkrankungen, stärkt das Nerven- und Herz-Kreislauf-System und
fördert die Zellatmung
Vitamin E in
Kapseln ist eines der meist verkauften Nahrungsergänzungsmittel,
da es als „Schutzpatron“ der Zellen gilt.
►Die meisten Vitamin
E-Produkte (auch die mit natürlichem Vitamin E) enthalten
allerdings aus Kostengründen nur das alpha-Tocopherol
(meistens aus Sojaöl
extrahiert und chemisch umgewandelt).
In der Natur kommt Vitamin E aber immer nur als Verband mit
mehreren Vitamin E-Verbindungen vor. Es gibt 8 unterschiedliche
Varianten des Vitamins, die in Tocopherole und Tocotrienole
eingeteilt werden (alpha-, beta-, gamma- und delta-Tocopherol und
alpha-, beta-, gamma-, delta-Tocotrienol). Bisher nahm man an,
dass das alpha–Tocopherol die wirksamste Vitamin E-Verbindung ist.
Neuere Untersuchungen aber haben gezeigt, dass Tocotrienole zwar
in geringerer Konzentration vorkommen, aber dafür die
antioxidative Wirkung der Tocopherole um das 50-fache übertreffen
(Vergleich D-alpha-Tocotrienol und D-alpha-Tocopherol). Deshalb
sollte die „natürliche Variante“ so weit wie möglich erhalten
bleiben.
Pflanzenöle
weisen unter allen Lebensmitteln den höchsten Gehalt an Vitamin E
auf
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Als Gemisch sind
sie in ihrer Wirkung den meisten Produkten, die auf dem Markt
verkauft werden, weit überlegen und sie werden kostenlos zu den
essentiellen Fettsäuren mitgeliefert.
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Natürliches
Vitamin E wird im Verbund mit Fettsäuren von den Zellen nicht nur
besser aufgenommen und gespeichert, sondern hält sich etwa
doppelt solange im Blutkreislauf wie Vitamin E in Pulverform.
Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung
konnte sogar nachweisen, dass der Körper im Labor hergestelltes
Vitamin E teilweise zurückweist und nutzlos ausscheidet.
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Fungiert Vitamin
E als Radikalenfänger, wird es ständig verbraucht. Speiseöle
enthalten Substanzen wie das Vitamin C, Provitamin A und vor
allem Bioflavonoide, die diesen Mechanismus wieder rückgängig
machen können und das Vitamin E wieder in seine aktive Form
überführt.
Anwendungsgebiete / Aufgaben von Vitamin E
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Die wichtigste
Funktion, die das Vitamin E im menschlichen Körper und im Öl
übernimmt, ist freie Radikale unschädlich zu machen und die
ungesättigten Fettsäuren sowie das Cholesterin vor oxidativen
Prozessen zu schützen.
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Vitamin E schützt
die Zellwände der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und
verbessert so die Sauerstoffversorgung der Organe und im Gewebe.
Zusätzlich vermindert Vitamin E die Verklumpung der Blutplättchen
und das Herz-Kreislauf-System profitiert von der verbesserten
Durchblutung.
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Ohne Vitamin E
würden wir wesentlich schneller Altern. Es bewahrt die Haut und
die Zellen vor schädlichen Umweltbelastungen und anderen
Stressfaktoren.
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Ganz allgemein
arbeiten ungesättigte Fettsäuren und Vitamin E Hand in Hand.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren erhöhen z.B. die Zellatmung,
während Vitamin E die Fettsäuren vor schädlicher Oxidation
schützt. Weitere Entsprechungen finden wir bei entzündlichen
Erkrankungen wie Rheuma, prämenstruellen Beschwerden, Störungen
bei Frühgeburten, neurologischen Beschwerden,
Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schutz vor Zellmutationen und der
Hautpflege.
Wichtig:
Ohne Vitamin E sinkt die Haltbarkeit aller Speiseöle mit
ungesättigten Fettsäuren drastisch. Oder anders herum: Lange
Lagerzeiten, mangelnde Kühlung, falscher Umgang in der Küche,
freie Radikale, lichtdurchlässige Flaschen, Erhitzung,
Umweltgifte, Pestizide und andere Faktoren, die den Fettverderb
fördern, verbrauchen Vitamin E.
►Und egal ob vor
oder nach dem Verzehr der Speiseöle - sobald nicht genügend
Vitamin E vorhanden ist, erweisen sich die einfach- und mehrfach
ungesättigten Fettsäuren als Gesundheitsbumerang. Es sind deshalb
weniger die gesättigten Fettsäuren, die uns schaden, sondern
vielmehr die
oxidierten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Ölen mit einem
hohen Anteil von mehrfach ungesättigten Fettsäuren sollte deshalb
noch zusätzlich natürliches Vitamin E zugesetzt werden.
Vorsicht:
Ranziges Öl
"Das Hauptproblem bei den mehrfach
ungesättigten Ölen ist die Tatsache, dass sie leicht ranzig
werden, wenn sie den schädlichen Einflüssen von Hitze, Licht und
Sauerstoff ausgesetzt sind. Diese Instabilität führt zur Bildung
von freien Radikalen, die den Körper unbarmherzig angreifen.
Daher erhöht sich der Bedarf an Vitamin E und anderen
Anti-Oxidantien durch den Verzehr mehrfach ungesättigter
Pflanzenöle, die unglücklicherweise im Verlauf des Raffinierens
verloren gegangen sind. Mögliche Konsequenzen des Verzehrs derart
denaturierter Nahrungsmittel sind unter anderem allgemeine
gesundheitliche Probleme, wie ein beschleunigter
Alterungsprozess, und zwar sowohl körperlich als auch geistig,
sowie bestimmte Krankheiten, wie beispielsweise Arthritis,
Rheumatismus, Parkinson und Alzheimer. Freie Radikale schädigen
die Organe und die DNS und sind daher auch krebsfördernd. Es
überrascht nicht, dass die medizinische Forschung immer wieder
den Zusammenhang zwischen den mehrfach ungesättigten Fettsäuren
und dem Krebs hervorhebt. Wer möchte mit diesem Gedanken im
Hinterkopf noch stark geröstete Samen und Nüsse essen?"
Steven Acuff, „Fette und Öle – das große
Missverständnis“, Enveda.de
Starke Nerven, gutes Gedächtnis, Konzentration
Lezithin ist ein
fettähnlicher Stoff, der die vitaminähnlichen Substanzen Cholin
und Inositol enthält. Am bekanntesten ist die Fähigkeit von
Lezithin, die Funktionen des Gehirns zu verbessern.
►Als wichtiger
Baustein der Nervenzellen führt Lezithinmangel zu Symptomen wie
Nervosität, frühzeitige Ermüdung, Lernstörungen, allgemeiner
Leistungsverlust, Abgespanntheit, Erschöpfung, Gedächtnisstörungen
oder mangelnde Konzentrationsfähigkeit.
Die enthaltenen
Stoffe Cholin und Inositol tragen zu einem gesunden Fett- und
Cholesterinstoffwechsel bei. Sie sind essentiell für die Bildung
der Zellmembrane, helfen der Leber sich von Medikamenten- und
Chemikalienrückständen zu entgiften und verbessern die Aufnahme
der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.
Anwendungsgebiete /
Aufgaben
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Lezithin wirkt
entspannend, baut Stress ab, schützt Nervenzellen und Gehirn
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ist
wichtiger Bestandteil des gesunden HDL-Cholesterins
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beteiligt
an der Übermittlung von Nervenimpulsen
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schützt
die Leber vor der Verfettung
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verhindert
die Bildung von Gallensteinen
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Vorbeugungsmittel
gegen Arteriosklerose, Demenz und Alzheimer Krankheit
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hilft
hohe Blutfett- und Cholesterinwerte zu senken
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Aufbau
und Regeneration der Leistungskraft
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Schutz
der Schleimhäute (wichtig auch für eine gesunde Darmschleimhaut)
„Lecithin hilft
gegen schwache Nerven, ein schlechtes Gedächtnis, gegen mangelnde
Konzentration. Es verhilft zu Vitalität, Immunkraft und
Liebeskraft. Es schützt vor Stressfolgen, Müdigkeit, frühzeitiger
Arterienverkalkung, zu hohen
Cholesterinwerten, Prüfungsangst und
Gallensteinen. Wo gibt es sonst noch eine Substanz, mit der man
das alles erreichen kann? Und damit wird das Naturlecithin ein
klarer Fall für die Hausapotheke“.
Quelle: Prof.
Hademar Bankhofer, „Lebenselixier Lecithin“,
Kneipp Verlag 1997, S. 169
Sekundäre
Pflanzeninhaltsstoffe sind die „Hausapotheke“ der Pflanzen, mit
denen sie sich gegen schädliche Umwelteinflüsse (z.B. UV
Strahlung) oder Krankheiten schützen. Sie regulieren das Wachstum
der Pflanzen, locken mit ihren Farb- und Duftstoffen Bienen und
andere Insekten an, wehren Bakterien, Viren, Pilze ab oder
vertreiben mit Bitterstoffen Fressfeinde.
Obst, Gemüse,
Getreide, Samen, Pflanzenöle, Gewürze und Kräuter enthalten diese
wehrhaften und nützlichen Stoffe, die auch für den Menschen
außerordentlich gesund sind. Ca. 30.000 dieser chemischen
Verbindungen (fast täglich werden neue entdeckt) kommen in
Pflanzen vor, die als sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe,
Phytochemikalien oder bioaktive Substanzen bezeichnet werden. Der
vorbeugende und therapeutische Nutzen dieser Stoffe wird
mittlerweile wegen seiner besonderen gesundheitsfördernden
Wirkungen intensiv erforscht. Man geht davon aus, dass die
sekundären Pflanzeninhaltsstoffe für den Körper ebenso wichtig
sind wie Vitamine und Mineralstoffe.
►Aus diesem Grund
werden sie auch als die „Vitamine des 21. Jahrhunderts“
bezeichnet. Diese wertvollen Substanzen können kein Labor
nachbauen und sind in hohem Maße in Ölen nur vorhanden, wenn diese
nicht erhitzt werden.

Stark modifiziert
nach „Bioaktive Substanzen“, K. Dittrich, C. Leitzmann, Trias 1999
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