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Zucker der Stoffwechselkiller Nr.1

Fakten zum Zucker
Die Mechanismen der Zuckersucht
Zuckerfallen, Bezeichnungen von Zucker, warum Zucker krank macht

Fakten zum Zucker

  • Da die Muttermilch in den ersten Tagen reich an Milchzucker ist (Erstmilch, Kolostrum), ist das Verlangen nach Süßem in den Genen, die für Geschmacksvorlieben verantwortlich sind, eingeprägt.
     

  • Die zuckerherstellende- und verarbeitende Industrie nutzt dies gnadenlos aus. Der Medizinjournalist und Fachautor Klaus Oberbeil umschreibt dies so: „Pflanzen produzieren sie für ihr Wachstum, die zuckerverabeitende Industrie missbraucht sie, um uns zu Sklaven der Verführung, zu Opfern einer neuen Volkskrankheit zu machen.“
     

  • Nur 16,9 % des Haushaltszuckers wird „pur“ genossen. Der Rest wird allen erdenklichen Nahrungsmitteln zugesetzt.
     

  • Die Aufschrift zuckerfrei ist kein Freibrief für ein zuckerloses Produkt. Tarnnamen wie Dextrin, Maltodextrin, Dextrose etc. führen den Verbraucher in die Irre.
     

  • Laut Dr. Olga Kordonouri, Kinderärztin und Leiterin der Diabetes-Ambulanz kann bei 35% aller fettsüchtiger Kinder eine Vorstufe zum Typ 2 Diabetes nachgewiesen werden.

nach Klaus Oberbeil, „Die Zuckerfalle“, Natur & Heilen 7/2005

Ist also der drastisch gestiegene Zucker- bzw. Kohlehydratanteil der wahre Schuldige an den Ernährungsproblemen der letzten Jahrzehnte?

Es ist durchaus möglich, dass sich unser Organismus noch nicht vollständig an eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Brot, Nudeln, Reis, Müsli und erhitzter Stärke angepasst hat. Besonders wer leicht verfügbare Kohlenhydrate in Form von Fast-Food, Limonaden, Zuckerprodukten, Bier, Backwaren, Crackern oder Keksen zu sich nimmt, hat schlechte Karten, diese auf angemessene Weise zu verstoffwechseln.

In diesem Zusammenhang gilt es auch zu bedenken, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch seit 1987 von ca. 70 kg auf jährlich 60 kg gesunken ist, die chronischen Krankheiten aber kontinuierlich zunahmen.

Wer gerne Süßigkeiten isst, wird leichter alkoholabhängig

 

„Die Gier nach Süßigkeiten, die auch bei vielen Drogenabhängigen zu beobachten ist, hielt man bisher für eine Folge der Sucht oder für eine Ersatzhandlung, wenn der jeweilige „Stoff“ nicht zu beschaffen war. Mit seinen neuen Forschungsergebnissen, so Overstreet, sei diese Auffassung widerlegt. Die Lust am Zucker sei ein Vorläufer, keine Folge des übersteigerten Alkoholkonsums.“

 

Quelle: Online-Ausgabe von ÄRZTLICHE PRAXIS, ,17.06.2004

 

Die Mechanismen der Zuckersucht

 

Die folgende Abbildung zeigt ein Dilemma, das bereits in den frühesten Kinderjahren seinen Anfang findet. Man gibt den Kleinen zur Belohnung oder als Trost kleine Naschereien und erzieht sie damit buchstäblich, Unmengen an Zucker aus Süßwaren und Limonaden zu konsumieren.

 

Dazu Geo im Magazin vom 03/05: „So wird beispielsweise das Vitamin B1, das für Stoffwechselprozesse unentbehrlich ist, benötigt, um den Zucker abzubauen. Auch Kalzium, Magnesium, Phosphor und Chrom werden bei der Zuckerabfertigung im Körper ersatzlos vernichtet. Besonders betroffen sind - wieder einmal - Kinder, die in der körperlichen Entwicklungsphase einen besonders hohen Vitalstoffbedarf haben“.

 

 

Viele industriell hergestellte Produkte sind wahre Zuckerfallen

Versteckt sind Kohlenhydrate z. B. in Limonaden, Alkohol, Pizza, Ketchup, Fruchtjoghurt, Konservenobst, Dosengerichte aber auch in Wurstwaren und sogar in der Zahnpasta. Nicht immer erkennt man den Zuckergehalt oder er verbirgt sich hinter wenig bekannten Bezeichnungen.

So ist z.B.:

  • Saccharose = Haushaltszucker

  • Glucose = Traubenzucker

  • Maltose = Malzzucker

  • Fructose = Fruchtzucker

  • Lactose = Milchzucker

  • Maltodextrin, Isoglukose, Stärkesirup, Glukosesirup und Fruktosesirup = Stärkezucker

  • Xylit, Sorbit und Mannit = Zuckeralkohole

Ein vager Anhaltspunkt: Alles was auf dem Lebensmitteletikett mit der Silbe "-ose " endet, ist fast immer eine raffinierte Zuckerform. Was den Verbraucher ebenso hinters Licht führen kann, ist die Bezeichnung „Zuckerfrei“. Dieser Begriff suggeriert ein kalorien- oder kohlehydratarmes Produkt. Es besagt aber nur, dass kein Haushaltszucker (Saccharose, Rübenzucker) enthalten ist und nicht, ob eine andere Zuckerart diese Süße ersetzt. Deshalb darf man sich auch nicht von Statistiken blenden lassen. In Deutschland, Österreich oder Schweiz nahm zwar der durchschnittliche Verbrauch von klassischem Haushaltszucker seit den achtziger Jahren nicht zu, wohl aber der Verbrauch von anderen Zuckerarten.

Durch mangelnde Begleitstoffe ist Zucker ein Nährstoffstoffräuber

Egal ob Fruchtzucker, Stärke, Honig oder eine andere natürliche Zuckerart - sie kommen nur im Verbund mit Begleitstoffen vor. Dies sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme oder Ballaststoffe. Zucker dagegen ist reine Energie. Es wäre toll, wenn unser Stoffwechsel diese direkt aufnehmen und verbrennen könnte. Das geht aber nicht, da auf dem Weg zur Zelle und zur Energieverwertung Organe wie der Mund, Magen, Dünndarm, Bauchspeicheldrüse und Leber beteiligt sind. Für die Vielzahl von Umwandlungs- und Verwertungsschritten werden Vitalstoffe benötigt, die beim Zucker aus anderen Quellen herangeschafft werden müssen.

Raffinierter Zucker wirkt tödlich, wenn er dem menschlichen Körper allein zugesetzt wird, denn er versorgt uns lediglich mit sogenannten leeren oder nackten Kalorien. Zusätzlich ist Zucker schlimmer als gar nichts, denn er zehrt den Körper aus, verbraucht lebenswichtige Vitamine und Mineralien bei der Verdauung und Detoxifikation.

 

Quelle: Terence McKenna, Werner Pieper,
„Die süsseste Sucht : Ist Zucker eine Killerdroge?“, Der Grüne Zweig

Weitere krankmachende Auswirkungen von raffiniertem Zucker

Diabetes, Übergewicht, Karies, Übersäuerung des Körpers, Mund- und Darmflorastörungen, Leaky-Gut-Syndorm (durchlässiger Darm), Vergrößerung der Niere, Nebennieren und Leber, schlechte Cholesterinwerte, Cholesteringallensteine, Arteriosklerose, Störungen des Hormonhaushalts, Schwächung des Immunsystems, psychische Störungen (Zuckersucht).

Die verschiedenen Zuckervarianten nach ihrem Verarbeitungsgrad

Stark verarbeitete bzw. isolierte Zuckerarten

  • Traubenzucker, Milchzucker, Zucker (Haushaltszucker, Saccharose, Rohrzucker, Rübenzucker), Brauner Zucker, Roh-Rohrzucker, Kandiszucker, Puderzucker, Maltodextrin, Isoglukose, Stärkesirup, Glukosesirup (Isoglucose, Corn Sirup, Maissirup, Maiszucker, Fruktosesirup, Vanillezucker, Vanillinzucker, Weißzucker, Würfelzucker,  Zuckerkulör, Hexosen, Flüssiger Zucker, Gelierzucker, Instantzucker, Hagelzucker, Invertzucker, Kandiszucker, Karamell
     

  • Süßstoffe (Kalorienarm bis Kalorienfrei): Acesulfam, Acesulfam K (E 950), Aspartam (E 951),  Cyclamat, Cyclohexansulfamidsäure (E 952) Saccharin (954), Sucralose (E 955), Thaumatin (E 957), Neohesperidin DC (E 959), Aspartam-Acesulfam-Sal (E 962)
     

  • Zuckeraustauschstoffe (haben keinen, bis geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel): Sorbit (E 420), Mannit (E 421), Isomalt (E 953), Maltitol (E 965), Lactitol (E 966), Xylit (E 967), Fruktose (Fruchtzucker).

Wenig verarbeitete Zuckerarten bzw. gesündere Alternativen (aus dem Bio-Laden)

  • Melasse, kaltgeschleuderter Honig, Inulin, Vollzucker (Farinzucker, Voll-Rübenzucker), Vollrohrzucker (Ur-Zucker / Ur-Süße, Sucanat, Rapadura, Mascobada), Dattelzucker, Apeldicksaft, Birnendicksaft, Agavendicksaft, Ahornsirup, Kakaopulver (Xocolatl), Johannisbrot (Carob), Steviablätter (keine Zulassung in der EU), Luo Han Guo (aus China)

„Fertigprodukte gegen Selbstgemachtes. Der Tag mit Selbstgemachtem bringt 1 550 Kilokalorien, 45 Gramm Fett und 23 Gramm Zucker. Der Tag mit Fertigprodukten 1 864 Kilokalorien, 64 Gramm Fett und 124 Gramm Zucker. Das ist fünfmal mehr Zucker als empfohlen.“

 

Quelle: Stiftung Warentest, „Kinderlebensmittel, Viel zu pfundig“, aus
KINDER + FAMILIE, 05.2004

Für alle SlimFast Fans

Weitgehend unbekannt ist der unglaublich hohe Zuckergehalt einiger Abnehmprodukte. So enthält der populäre Abnehmdrink SlimFast (Vanillegeschmack) pro 100 g Pulver 58,3g Zucker.

Die Werbeaussage für dieses Zuckerprodukt: „Was Ihr Körper nicht braucht, sind überflüssige Kalorien - und deshalb lassen wir sie weg“.

Und was ist mit Gummibärchen?

Gummibärchen enthalten nur 0,1% Fett und bestehen ausschließlich aus Wasser, Gelatine und Zucker. Für Naschkatzen sind sie der Geheimtipp um mit Süßem abzunehmen. Oder doch nicht?

  • Die Gelatine in Gummibärchen (Anteil ca. 6%) ist ein lösliches Protein (vor allem Collagen), welches von Knochen, Sehnen, Bändern und ungegerbten Häuten bzw. Fellen gewonnen wird. Aus diesem Material wird das stark quellfähige Eiweiß durch Säure und Auskochen herausgelöst, gereinigt, eingedickt und getrocknet. Biologisch verwertbar ist dieses Eiweiß nicht, da ihm zur Verstoffwechslung eine essentielle Aminosäure fehlt. Es kann deshalb nur zu Energiezwecken herangezogen werden. 
     

  • Der Kohlenhydratanteil beträgt 73%, davon sind 72% reiner Zucker. So enthalten die Gummibärchen zwar kein Fett, aber dass man mit ca. 330 kcal/100 g Abnehmen kann, ist ein Märchen aus dem Gummibärenland.  Als Vergleich: Eine Cremetorte enthält 316,2 kcal pro hundert Gramm und die fettreiche Kalbsleberwurst 316,7 kcal. Man könnte aber auch 2,7 kg frische Gurken verzehren, um die gleiche Menge an Kalorien aufzunehmen.
     

  • Was die Gummibärchen nicht haben: Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine

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