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9 Systeme spielen bei der Selbstregulation (Homöostase) des Ernährungsstoffwechsels eine Rolle

Autonomes Nervensystem, Drüsensystem, Verbrennungssystem, Blutgruppe, Katabolismus- Anabolismus, Säure-Basen-Haushalt, Mineral- und Wasser-Haushalt, Prostaglandin-Haushalt,  Konstitutionelles: Vata/Pitta/Kapha.

1. Das autonome (vegetative) Nervensystem (nach Pottenger, Lee, Kelley)

Als Autonomie wird ein Zustand bezeichnet, der selbständig und unabhängig von äußeren Einflüssen Entscheidungen trifft. So ist auch das autonome Nervensystem unserer direkten Kontrolle entzogen und kann nur durch bestimmte Techniken, wie z.B. mehr oder weniger Biofeedback, bewusst beeinflusst werden.

Geregelt werden vom autonomen Nervensystem so wichtige Funktionen wie der Stoffwechsel, Verdauung, Wasserhaushalt, Körpertemperatur, Menstruationszyklus, Mineralienhaushalt, Schlaf-/Wachrhythmus, Hunger, Durst, Blutkreislauf, Blutdruck, Sattheit oder emotionale Reaktionen.

Eingeteilt wird das autonome Nervensystem in einen sympathischen und parasympathischen Teil, die im Stoffwechsel entgegengesetzt (antagonistisch) wirken. Der sympathische Bereich ist vor allem dazu da, Aktivität und Leistungsbereitschaft zu fördern, während der Parasympathikus für die nötige Regeneration verantwortlich ist und die Leistungsorgane wieder hemmt.

Kontrolliert wird dies durch den Hypothalamus – dem Hauptsteuerzentrum im Gehirn. Als zentrales Bindeglied zwischen dem Nervensystem und dem Hormonsystem kann es durch Nervenimpulse und Hormonfreisetzung beide Systeme im Gleichgewicht halten, was aber leider nur selten der Fall ist. Bei den meisten Menschen dominiert eines der beiden Systeme. Je nachdem ob der anregende Sympathikus stärker beeinflusst wird oder der hemmende Parasympathikus, hat dies nicht nur einen Einfluss auf das Stoffwechselgeschehen, sondern auch auf unsere Psyche.

Merkmale wenn eine der beiden Zweige dominiert

   
Sympathikus- Dominanz

Typische körperliche Merkmale

  • Verdauungsprobleme
  • Sodbrennen
  • Schlaflosigkeit
  • Bluthochdruck
  • Neigung zu Infektionen
  • Geringer Appetit
  • „Viereckiges Gesicht"
  • Eher groß und dünn

Typische psychische und
verhaltensbezogene Merkmale

  • Sehr gutes Konzentrationsvermögen
  • Sehr motiviert
  • Emotional kalt
  • Reizbar
  • Hyperaktiv
  • Nicht sehr kontaktfreudig
Parasampathikus- Dominanz

Typische körperliche Merkmale

  • Durchfall
  • Allergien
  • Niedriger Blutzuckerspiegel
  • Unregelmäßiger Herzschlag
  • Chronische Erschöpfung
  • Fieberbläschen
  • Starker Appetit
  • Gesicht und Schädel rundlich
  • Eher klein und breit

Typische psychische und verhaltensbezogene Merkmale

  • Lethargisch
  • Verschleppt gerne zu Erledigendes
  • Schwer reizbar
  • Vorsichtig, überlegend
  • Emotional warm
  • Kontaktfreudig

Quelle: Wolcott, William L / Fahey, Trish, „Essen, was mein Körper braucht, Metabolic Typing - die passende Ernährung für jeden Stoffwechseltyp“, VAK GmbH 2002, S. 46

 Wichtig in diesem Zusammenhang ist es zu wissen, dass wir durch die gezielte Auswahl der Nahrungsmittel das Gleichgewicht der beiden Systeme positiv beeinflussen können.

2.  Das Verbrennungssystem (nach Dr. Georg Watson) 

Dieser Ansatz geht auf den Psychiater Dr. Georg Watson zurück, der die Wirkung der Verbrennungsprozesse in der Zelle in dem Buch „Nutrition and Your Mind“ von 1972 beschreibt.

Er erforschte die Zusammenhänge zwischen 

  • der Art der Ernährung,

  • der Geschwindigkeit mit welcher die Nährstoffe in der Zelle verbrannt werden

  • und welche Auswirkungen dies auf die Psyche hat. 

Wird die Nahrung langsam verbrannt (Langsamverbrenner), kann nicht genügend Energie zur Verfügung gestellt werden. Vor allem Kohlenhydrate können nur ungenügend abgebaut werden. Konzentrationsprobleme, Lethargie, Schlappheit und Übergewicht durch den verlangsamten Stoffwechsel sind die Folge.  

Anders wenn der Stoffwechsel überaktiv ist. Schnellverbrenner sind effiziente Kohlenhydratverbraucher. Dieser Nährstoff wird so schnell umgesetzt, dass die Energie überschießt. Diese Menschen leiden häufig an Überaktivität, Nervosität und Stress, sind aber weniger anfällig gegenüber Übergewicht.

3. Das Drüsensystem

Das  autonome Nervensystem und das Verbrennungssystem findet seine Erweiterung in den Drüsentypen. Unterschiedlich wissenschaftliche Forschungen haben einen Zusammenhang zwischen unserem körperlichem Aussehen, den charakterlichen Eigenschaften und den Drüsenfunktionen medizinisch nachgewiesen.

Praktisch unsichtbar im Hintergrund werden Körpervorgänge und der Stoffwechsel koordiniert. Dies erfolgt vor allem durch zwei unterschiedliche Systeme:

  • durch schnelle und zielgerichtete Impulse des Nervensystem

  • und durch chemische Substanzen -  den Hormonen.

Hormone werden vor allem in den endokrinen (endo = innen + krinein = absondern) Drüsen gebildet und über die Blutbahnen über den ganzen Körper an ihren Bestimmungsort geleitet.

Die Abgabe von bestimmten Hormonen wirken im Gegensatz zu den Nervenimpulsen oft erst nach Minuten oder Stunden, beeinflussen aber unser Körpergeschehen und Stoffwechsel über längere Zeit und sind oft für einschneidende Veränderungen verantwortlich. An den Geschlechtsdrüsen (Eierstöcke und Hoden) lässt sich z.B. darstellen, wie wichtig Drüsen für die menschliche Entwicklung sind. Fortpflanzung, Reifung des Menschen, Pubertät, Wachstum sekundärer Geschlechtsmerkmale und die ganze Sexualität sind abhängig von den Hormonen der Geschlechtsdrüsen.

Wichtig:

  • Mediziner haben durch Studien an Zehntausenden von Menschen herausgefunden, dass in jedem Menschen genetisch vorprogrammiert ist, von welchem endokrinen System (welcher Drüse) er oder sie am stärksten beeinflusst wird.

  • Endokrine Drüsen haben eine große Auswirkung darauf, welche Körperformen sich entwickeln und wo sich überschüssiges Fett im Körper einlagert. Dazu zählen die Hypophyse, die Schilddrüse, die Nebennieren und die Geschlechtsdrüsen von Mann und Frau. Am bekanntesten sind die Einflüsse der Geschlechtshormone  Östrogen, Progesteron (Frau) und Testosteron (Mann) auf die Fettverteilung. Während der Mann eher zur Fettablagerung am Bauch neigt (Apfelform), setzt die Frau ihr Fett vor allem an Hüfte, Oberschenkeln und Gesäß an (Birnenform).

  • Jede Drüse hat bestimmte Vorlieben für Speisen, da sie von Ihnen stimuliert wird

    Schilddrüse: Raffinierte Kohlenhydrate (Weißmehl, Süßigkeiten, Zucker), Koffein
    Eierstocktyp: Rotes Muskelfleisch, scharfe Gewürze, Speisen mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren
    Hypophysentyp: Milchprodukte und raffinierte Kohlenhydrate
    Nebennierentyp: Gesättigte Fettsäuren, salzige Speisen, Alkohol

Der Weg zum Übergewicht, wenn die Funktion der Hauptdrüse nachlässt:

 Bestimmte Nahrungsmittel steigern die Aktivität der Hauptdrüse

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der Stoffwechsel wird beschleunigt

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der Vorgang wird als angenehmen Energieschub erlebt

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weil dieser kurzzeitige Kick so angenehm ist, wird immer häufiger und mehr von diesem Nahrungsmittel gegessen

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im Lauf der Jahre wird die Drüse durch die ständige Anregung erschöpft sie kann die Energieproduktion nicht mehr so gut regulieren

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die Stoffwechselrate sinkt

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die zugeführten Nährstoffe werden nicht mehr zu Energie verbrannt, sondern in Fett umgewandelt

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Übergewicht entsteht

Stoffwechsel und Fettverteilung bei den verschiedenen Drüsentypen

Schilddrüsentyp: Bei normaler Tätigkeit ist der Körper schlank und grazil und kann große Mengen essen ohne zuzunehmen. Ist die Schilddrüse im Ungleichgewicht nimmt dieser Typ deutlich an den Hüften (Rettungsring), an den Oberschenkeln und oft auch an den Waden zu.

Berühmtes Beispiel: Barbara Streisand, Jahrgang 1942, Schauspielerin, Sängerin 

Quelle

Eierstocktyp: Die Eierstöcke steuern das Wachstum, die  Sexualität und Fort­pflanzung der Frau. Feminine, rundliche Formen herrschen vor. Bei Übergewicht nimmt dieser Typ vor allem am Gesäß zu und entwickelt besonders leicht Zellulitis und Bindegewebsschwäche.

Berühmtes Beispiel: Barbara Schönberg, Jahrgang 1974, Fernsehmoderatorin

Quelle

Hypophysentyp: Das Erscheinungsbild ist geprägt von einem Körper, der auch im Erwachsenenalter dem eines schlacksigen Jugendlichen gleicht - also dünn und gerade. Der Kopf erscheint häufig etwas zu groß. Wenn er ins Ungleichleichgewicht gerät, nimmt er am ganzen Körper gleichmäßig zu (auch am Gesicht, Hände und Füße). Das überschüssige Fett ist weich und wirkt pummelig. 

Berühmtes Beispiel: Joseph Martin (Joschka) Fischer, Jahrgang 1948, Politiker

 

Quelle

Nebennierentyp: Der Nebennierentyp hat eine stabile, muskulöse Statur mit breiten Schultern und kräftigem Brustkorb (bei Frauen üppige Oberweite).  Übergewicht führt hauptsächlich zu einer Gewichtzunahme am Oberkörper. Das heißt am Rücken, Brustkorb und Bauch (der berühmte „Bierbauch“).

Berühmtes Beispiel: Bud Spencer, Jahrgang, 1929, Schauspieler, Autor, Jurist

 

Quelle


4. + 5. Katabolismus / Anabolismus und der Säure-Basenhaushalt


Im Stoffwechsel werden Stoffe aufgebaut (Anabolismus), abgebaut (Katabolismus) und umgebaut (Metabolismus). Anabolismus und Katabolismus sind abhängig von der Durchlässigkeit der Zellmembranen.

Hier spielen die Fettsäuren eine entscheidende Rolle. Durch oxidiertes Cholesterin, trans-Fettsäuren und harte Fette werden die Membranen starr und undurchlässig. Dadurch kann nicht genügend Sauerstoff ins Zellinnere gelangen und ein Teil der Energie muss durch Fermentation gebildet werden. Dies ist für den Körper wesentlich aufwendiger und erzeugt Milchsäure, wodurch das Innere der Zelle übersäuert. Zusätzlich ist der Stoffaustausch auch von innen nach außen erschwert und Stoffwechselendprodukte und Toxine können nur unzureichend abtransportiert werden.

Ein Überangebot an ungesättigten Fettsäuren macht dagegen die Zellwand zu durchlässig. Zu Energiezwecken ist zuviel Sauerstoff vorhanden und das Überangebot provoziert die Bildung von freien Radikalen. Dies kann durch eine Reihe anderer Prozesse sogar dazu führen, dass das Zellinnere zu basisch wird.

Der Säure-Basen-Haushalt wird nicht nur von Nahrungsmitteln beeinflusst

Am Beispiel der erhöhten Durchlässigkeit der Zellmembrane lässt sich erkennen, wie wichtig es ist, natürliche Stoffwechselprozesse bei Ernährungsempfehlungen zu beachten. Herrscht nämlich im Zellinneren ein zu hoher Basenwert, ist dies nicht unproblematisch, da saure Bestandteile unverzichtbar für die Energiegewinnung sind. Um einen Energiemangel zu verhindern, versucht der Körper wieder mehr Säure in die Zelle zu transportieren. Dafür mobilisiert er seine Säurereserven – das Blut wird „sauer“.

Dies zu berücksichtigen, ist für die ganze Diskussion um den Säure-Basen-Haushalt von großer Bedeutung!

Normalerweise wird, wenn durch einen Urintest oder Bluttest ein hoher Säureanteil festgestellt wird, empfohlen, sich basisch zu ernähren oder Basen-Pulver einzunehmen. In diesem Fall würde sich die Gesamtsituation nicht verbessern, sondern verschlechtern, da die Zelle dadurch noch mehr ins basische rutscht.

Auch andere Faktoren müssen bei der Beurteilung des Säure-Basen-Haushaltes berücksichtigt werden. Nach Wolcott kann sogar Fleisch basisch und Gemüse säuernd wirken, wenn nicht das autonome Nervensystem im Stoffwechsel dominiert, sondern das Verbrennungssystem.

6.  Der Elektrolyt-Wasser-Haushalt

Elektrolyte sind feste oder flüssige Substanzen, die Ionen aufnehmen und abgeben. Zu den wichtigsten zählen die Mineralien Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid, Phosphat und Hydrogencarbonat. Diese Mineralien „schwimmen“ normalerweise in einem kolloidalen Zustand in unseren Körperflüssigkeiten. Das heißt, dass die gelösten Bestandteile sich fein verteilt in der Schwebe befinden ohne abzusinken. Sobald sich aber im Blut zu viele Mineralien befinden, besteht die Gefahr, dass diese sich zusammenballen. Durch die größere Struktur ist der Weitertransport durch die Zellwand und den feinsten Blutgefäßen, den Kapillaren, gefährdet (die Kapillaren haben einen Durchmesser von ca. 7µm = 7/1000 mm). Die schlechtere Versorgung wirkt sich u.a. negativ auf das Nervensystem, den Zellstoffwechsel (Zellaustausch, Zellenergie), sowie auf die Regulierung des Wasserhaushalts und des Blutdrucks aus.

Ähnliches gilt natürlich auch, wenn es dem Elektrolythaushalt und anderen Stoffwechselsystem an Mineralien mangelt

  • Ähnliches gilt natürlich auch, wenn es dem Elektrolythaushalt und ganz allgemein an Mineralien mangelt
     

  • Als Bestandteil jeder Zelle sind sie Baumaterial für Knochen, Zähne, Bindegewebe, Muskeln, Blut- und Nervenzellen
     

  • Für Enzyme und Hormone sind sie Co-Faktoren als Impulsgeber und Kontrolleur
     

  • In Form von Elektrolyten (siehe oben) regulieren sie den Wasserhaushalt, helfen bei der Sauerstoffversorgung der Zellen, sind unentbehrlicher Bestandteil unserer Verdauungssäfte, sorgen für die Elektrizität der Körperströme und steuern den Austausch der Körperflüssigkeiten zwischen Lymphe, Blut und Zellen
     

  • In gebundener Form sind sie z.B. Teil der Enzyme, der Erbsubstanz oder der Knochen

7. Der Einfluss der Blutgruppen
(nach dem amerikanische Naturheilkundler Peter D’Adamo)

Jeder Mensch besitzt eine der vier Hauptblutgruppen A, B, AB oder 0. In Mitteleuropa ist die Blutgruppe 0 die häufigste, gefolgt von A, B und AB. Allgemein bekannt ist, dass man vor einem Blutaustausch, z.B. nach einem Unfall, prüfen muss, ob die Blutgruppen identisch bzw. verträglich sind. Das liegt an dem Vorhandensein oder Fehlen von Antigenen (Oligosacchariden) auf den roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Beachtet man die individuelle Blutgruppe nicht, führt dies zu schweren allergischen Reaktionen - die Blutzellen verklumpen, was bei dem Patienten zu schweren Störungen führt. So hat jede Blutgruppe seine individuellen Blutgruppeneigenschaften, die sich in jahrmillionenlanger Entwicklung (auch aus dem Nahrungsangebot) gebildet haben. Diese individuellen oder genetisch bedingten Eigenschaften drücken sich auch in Unverträglichkeiten bestimmter Nahrungsmittel aus.

Auch bei der Ernährung spielen die Blutgruppe und die roten Blutkörperchen eine Rolle. Dieses mal ist es der Einfluss von Nahrungsmittel-Lektinen, der zu Problemen führt. Lektine sind Eiweißmoleküle, die vor allem in Pflanzen vorkommen (sekundärer Pflanzeninhaltstoff), aber auch in tierischen Produkten und Mikroorganismen enthalten sind. Angriffspunkte der Lektine sind Zuckerbindungsstellen der roten Blutkörperchen und die Membran von bestimmten Zellen des Immunsystems.

Diese Reaktionen können zu gesundheitlichen Problemen führen

  • die Blutkörperchen verklumpen (Agglutinierung)

  • der Verdauungsprozess und die Nährstoffaufnahme wird behindert

  • an der Darmschleimhaut können Lektine Entzündungen verursachen

Da diese negative Reaktionen nicht bei jeder Blutgruppe gleichermaßen auftreten, unterscheidet man von Blutgruppe zu Blutgruppe die Nahrung als „bekömmlich“, „neutral“ oder „zu vermeiden“.

Allerdings spielt die Blutgruppe keine so bedeutende Rolle, wie dies von einigen Autoren behauptet wird. Es gibt nur recht wenige Nahrungsmittel, die in dieser Weise wirken und daher berücksichtigt werden müssen.

8. Der Prostaglandin-Haushalt

Siehe unter: "Das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren..."
und "Arachidonsäure"

9. Der ayurvedische Konstitutionstyp

Bereits vor tausenden von Jahren haben Ayurvedische Ärzte verschiedene Menschentypen erforscht und damit den Grundstein für die genetische Vererbungslehre (Konstitutionslehre) gelegt. Sie haben erkannt, dass kein Mensch dem anderen in Größe, Gestalt und Eigenarten völlig gleicht, aber dass bestimmte Erb­merkmale häufig gekoppelt auftreten: Dunkelhäutige Menschen mit dunklem Haar haben meist braune Augen oder eine feste Muskulatur tritt in Verbindung mit schweren Knochen und straffem Bindegewebe auf. In der Ayurvedischen Heilslehre wird diese Kombination bestimmter Eigenschaften (Doshas) beachtet, um Krankheiten vorzubeugen oder zu behandeln. Befinden sich die genetisch vorgegebenen Regelmechanismen in einem harmonischen Gleichgewicht, ist man sowohl physisch, wie auch psychisch gesund. Ein Ungleichgewicht durch negative Einflüsse wie falschen Ernährung, mangelhafte Bewegung, seelischer und körperlicher Dauerstress oder Umweltreize führt letztendlich zur Entstehung von Krankheiten.

Wichtig: Sowohl im Ayurveda, wie auch beim Stoffwechseltyp gibt es nur selten "reine Konstitutionstypen". Die meisten sind "Mischtypen", jedoch in unterschiedlicher Ausprägung.

Die Dosha-Typen

Vata-Typ (der Schmetterling):

Von der Konstitution her eher zierlich und schmal mit geringem Körpergewicht, schwache Muskeln und hervortretende Knochen. Er oder sie ist körperlich wie auch geistig agil und beweglich aber auch von unruhiger Natur. Der Stoffwechsel ist geprägt von einem unregelmäßigen Appetit, unregelmäßiger Verdauung und Verdauungsstörungen (Verstopfung, Blähungen).

Berühmtes Beispiel: Mahatma Gandhi, 1869 – 1948, Rechtsanwalt, Pazifist, Menschenrechtler

 
Quelle

Pitta-Typ (das Pferd):

Der Pitta-Typ hat einen mittleren Körperbau und durch seine gut proportionierten Muskeln und dem guten Stoffwechsel ist seine Figur ausgewogen und schlank. Er ist der typische Managertyp. Perfektionist, ehrgeizig, mutig, hat ein gutes Gedächtnis, arbeitet zielstrebig, ist rhetorisch begabt, kann aber äußerst ungehalten reagieren, wenn Komplikationen oder Meinungsverschiedenheiten auftreten. Der Pitta-Typ ist oft hungrig und durstig, hat aber durch seinen guten Stoffwechsel, der geregelten Verdauung und durch sein hohes Energieniveau kaum Gewichtsprobleme.

Berühmtes Beispiel: Wolfgang Grupp, Jahrgang1942, Besitzer und alleiniger Geschäftsführer des Textilunternehmens Trigema



Quelle

Kapha-Typ (der Elefant):

Der Knochen- und Körperbau ist stabil und schwer und seine hohe Muskelmasse unterstreicht noch den breiten Körperbau. Vom Typ her ist er eher ruhig und bedächtig. Durch diese Eigenschaft und da er gerne und viel isst, neigt der Kapha-Typ zu Übergewicht. Verdauung und der Stoffwechsel sind träge.

Berühmtes Beispiel: Marianne Sägebrecht, Jahrgang 1945, Schauspielerin, Autorin, Kabarettistin.

Quelle


Zusammenfassung

Die herausragende Leistung Wolcott´s war die Zusammenführung und die Verknüpfung der verschiedenen Systeme. Dies vor allem deshalb, da sich alle Systeme gegenseitig beeinflussen und es aus diesem Grunde besonders schwer ist, ein allgemeingültiges, aber doch für jeden Stoffwechseltyp individuelles Ernährungskonzept zu finden. 

Die Kernaussagen des Stoffwechseltyps

  • Die Eigenheiten des Stoffwechsels werden vor allem durch die Erbanlagen bestimmt, nicht durch Religion, Erziehung oder Lebensphilosophie

  • Die einzelnen Nährstoffe wirken sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus und dies hängt davon ab, welche Körpersysteme den größten Einfluss auf den Stoffwechsel haben

  • Durch das Zusammenspiel dieser Systeme gibt es viele unterschiedliche Stoffwechseltypen

Warum ist das so wichtig?

  • Gesundheit, Wohlbefinden und Idealgewicht hängen davon ab, ob der Körper durch die Ernährung schnell genug Energie und Vitalstoffe in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung hat

  • Nur wenn diese Nährstoffe genau zum eigenen Typ passen, arbeitet der Stoffwechsel optimal

  • Um genaue Aussagen darüber treffen zu können, muss zuerst der Stoffwechseltyp bestimmt werden

  • Dadurch weiß man nicht nur, welche Ernährung optimal ist, sondern auch, welche sich schädlich auf den Stoffwechsel auswirkt

Wie wird der Stoffwechsetyp bestimmt?

Zur Bestimmung des Ernährungstyps wird ein spezieller Fragebogen mit über 250 Multiple-Choice-Fragen verwendet. Dabei werden zahlreiche körperliche, ernährungsbezogene und psychische Merkmale abgefragt, aus denen der Ernährungstyp sehr genau bestimmt werden kann. Alternativ kann der Ernährungstyp durch einen Bluttest und durch ein patentiertes elektronisches Testgerät ermittelt werden.

Was sind die Unterschiede der LOGI-Methode und der Bestimmung des Ernährungstyps?

Die Logi-Methode schaut sehr weit in die Vergangenheit zurück. Dies ist im Ansatz sicherlich richtig, trifft aber nicht für alle Menschen gleichermaßen zu. Die Bestimmung des Ernährungstyps ist ein feineres Instrument. Zwar werden auch hier genetische Gesichtspunkte berücksichtigt, aber es wird grundsätzlich geklärt welche das sind. Dies ist wichtig, da unsere genetisch prägenden Wurzeln nicht unbedingt aus dem klimatischen Bereich kommen müssen, in dem wir leben. Darüber hinaus werden die individuellen Stoffwechseleigenschaften abgefragt, wodurch sich sehr schnell ein Gesamtbild ergibt, dass dem Ernährungsoptimum sehr nahe kommt.

Buchempfehlung: Wolcott, William L / Fahey, Trish, „Essen, was mein Körper braucht, Metabolic Typing - die passende Ernährung für jeden Stoffwechseltyp“, VAK GmbH 2002.

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