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Der Stoffwechseltyp nach Kelley
und Wolcott Die
Ernährungsrichtlinien nach dem Stoffwechseltyp sind das
umfassendste System zur Bestimmung des individuellen
Ernährungsbedarfs
Die ersten Grundlagen für diesen Ansatz legte Dr. Weston A.
Price, der auf seinen anthropologischen (die vergleichende
Biologie des Menschen) Forschungsreisen von 1924-1936 bestimmte
Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die Ernährung feststellte:
Sobald Naturvölker ihre traditionelle
Ernährung durch industriell hergestellte Lebensmittel ersetzten:
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häufte sich
innerhalb kürzester Zeit das Auftreten chronischer Krankheiten
-
bedeutend mehr
Menschen litten an Übergewicht und Zahnverfall
-
es nahmen auch
seelische und neurologische Störungen zu
Die Auswirkungen
der modernen Ernährungsgewohnheiten sind auch heute noch
sichtbar. Aborigines haben z.B. eine Diabetesrate von ca. 25%,
die Ureinwohner Amerikas habe eine überdurchschnittliche Rate an
Gefäß- und Herzerkrankungen, Krebs, alkoholbedingter Leberleiden
und auch bei ihnen ist Diabetes weit verbreitet.
Vor über zehn Jahren zeigte eine Studie,
dass sich das Risiko, an Herzleiden zu erkranken, für japanische
Männer mittleren Alters, die in den USA wohnten und westliche
Ernährungsgewohnheiten angenommen hatten, verdoppelte. Das
Risiko für einen Schlaganfall verdreifachte sich sogar.
Quelle: Eric Schlosser, „ Fast Food
Gesellschaft“, Riemann, 2002
Aus diese Erkenntniss kann abgeleitet
werden:
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Welche Ernährung
gesund verstoffwechselt wird, bestimmen genetische Faktoren und
individuelle Stoffwechselbedürfnisse bzw. –probleme.
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Nicht alle
seelischen Probleme haben ihren Ursprung in der Psyche des
Menschen. Es gibt viele ernährungsbedingte Ursachen, die
direkten Einfluss auf unser hormonelles System und damit auf
unser aktuelles Wohlbefinden haben.
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Bei chronischen
Krankheiten ist es von immensem Vorteil zu wissen, warum die
einen Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes, Allergien oder
Rheuma bekommen und andere wiederum nicht.
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Ein Grossteil der
Krankheiten könnte vermieden werden, wenn frühzeitig erkannt
wird, welche Nahrungsmittel und welche mengenmäßige
Zusammensetzung an Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett den
Stoffwechsel immer wieder ins Gleichgewicht bringt.
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Deshalb führen nur
Ernährungsempfehlungen, die den individuellen Stoffwechsel
beachten, zu einem dauerhaften Erfolg bei Übergewicht und der
Vorbeugung und Behandlung von ernährungsbedingten Krankheiten.
Kaum
jemand wird heute noch bestreiten, dass die Ursachen für
Übergewicht und ernährungsbedingten Krankheiten von Mensch zu
Mensch verschieden sind.
Vor allem führen einseitige Ernährungsempfehlungen dazu, dass der
Stoffwechsel noch mehr ins Ungleichgewicht gebracht wird. Die
körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt dadurch stark ab
und der Vitalstoff-, Mineral- und Vitaminhaushalt wird empfindlich
gestört. Nicht selten führt dies zu Krankheiten oder was
mindestens genauso schlimm ist, zu Depressionen und massive
Essstörungen.
Warum gibt es unterschiedliche
Stoffwechselstypen?
Unsere Gene können die Informationen
verschiedenster Kulturen tragen
Fast jedem wird einleuchten, welch großer Unterschied zwischen
dem Stoffwechsel eines Inuit (Eskimo) und einem Asiaten bestehen
muss, die in geradezu gegensätzlichen Lebensräumen, mit gänzlich
anderen Klimabedingungen und damit unterschiedlichen
Nahrungsangeboten leben.
Selbst innerhalb Europas entstanden
unterschiedliche Ernährungstypen


Während Menschen aus kälteren Regionen ein genetisch festgelegtes
Bedürfnis nach viel Eiweiß und viel Fett entwickelten, können
Menschen in warmen Regionen ver-mehrt auf kohlenhydratreiche
Pflanzen zurückgreifen. Solche Menschen profitieren von einem
höheren Anteil an Kohlenhydraten und können nicht nur Obst oder
Gemüse, sondern oft auch vollwertige Produkte aus Reis, Kartoffeln
und Getreide ohne Probleme verstoffwechseln.
Durch
Wanderbewegungen von einzelnen Gruppen bis zu ganzen
Völkerwanderungen gibt es auf der ganzen Welt "genetische Spuren"
verschiedenster Völker. Dadurch gehen unsere genetischen
Stoffwechselbedürfnisse nicht immer mit der traditionellen
Ernährung unseres Lebensraums Hand in Hand.
Völkerwanderungen
in Europa vom zweiten bis fünften Jahrhundert nach Christus

| Durch
die genetische Vielfalt kann es sogar sein, dass es innerhalb
einer Familie unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse gibt. Es
musste also ein Weg gefunden werden, wie man den individuellen
Bedarf an Nährstoffen ermittelt. Dies gelang erstmals dem
texanischen Zahnarzt Dr. William Donald Kelley um 1970. Selbst
an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, suchte er nach einer
Ernährungsweise, die den menschlichen Stoffwechsel optimal
unterstützte. Zunächst stellte er deutliche Unterschiede bei
Menschen fest, deren Ahnen entweder Ackerbauern, Nomaden oder
Jäger waren und durch weitere Forschungen ermittelte er 12
verschiedene Stoffwechseltypen. Ein Schüler Kelley´s - Dr.
William L. Wolcott verfeinerte diesen Ansatz, so dass heute der
individuelle Stoffwechseltyp sehr genau bestimmt werden kann.
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9 Systeme
spielen bei der Selbstregulation (Homöostase) des
Ernährungsstoffwechsels eine Rolle
zum 2. Teil
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