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Dank einer gut gemeinten „Erziehung“ gerne angenommen werden, anderseits sagen uns immer mehr Magazine, Ratgeber, Therapeuten, Krankenkassen wie wir mit fettarmen Lightprodukten, Diäten, Pillen und veränderten Verhaltensregeln wieder einen schönen schlanken Körper bekommen. Dies kann nicht ohne Folgen bleiben. Die meisten Übergewichtigen sind mit ihrem Körper und ihrem Gewicht unzufrieden, haben häufige Diätversuche hinter sich, fassen fortwährend gute Vorsätze und scheitern doch meist bei der Gewichtsreduzierung, da sie alte Gewohnheiten nicht aufgeben können. Ein Ernährungsberater würde einem dagegen erklären, dass das „Glückshormon“ Serotonin hauptsächlich aus der Aminosäure Tryptophan gebildet, das der Körper nicht selbst herstellen kann. Nur wenn hochwertiges Eiweiß in genügender Menge durch die Nahrung zugeführt wird, können die Effekte von Serotonin (stimmungsaufhellend, beruhigend und gewichtsreduzierend) zur Wirkung kommen. So beeinflussen Hormone den Energie- und Fettstoffwechsel Im ersten Teil dieses Ratgebers geht es ausschließlich darum, aufzuzeigen wie sehr Übergewicht und ein effektiver Stoffwechsel abhängig sind von rein körperlichen Faktoren. Das sind im Einzelnen:
Glukagon ist der wichtigste Gegenspieler des Insulins und setzt zur Energiegewinnung Fett aus den Fettzellen und Speicherzucker aus der Leber frei. Wenn wenig einfache Kohlenhydrate gegessen werden, fördert Glukagon den Gewichtsabbau. Weitere gegenregulierende Hormone sind Adrenalin, Kortisol und Wachstumshormone. Chrom verbessert wie Zink (siehe unter Zink) die Insulinwirkung und nimmt so nicht nur direkten Einfluss auf die Zuckerverwertung, sondern auch auf den Fettstoffwechsel. Viele Herzkranke und Diabetiker haben einen erniedrigten Chromspiegel, der mit Zucker- und Fettstoffwechselstörungen, erhöhten Triglycerid- und Cholesterinwerten sowie der Zunahme des Körperfettes einhergeht.
Wesentlicher Baustein für die Produktion der Schilddrüsenhormone Tyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) ist das essentielle Spurenelement Jod. Auch Selen ist unerlässlich für den Aufbau der Schilddrüsenhormone. Das zeigt sich schon daran, dass die Schilddrüse neben Jod auch den höchsten Anteil an Selen aller Organe aufweist. Bei Entzündungen der Schilddrüse, wie die Hashimoto-Thyreoiditis stellten Forscher zudem fest, dass sich die Entzündungsaktivität mit diesem Spurenelement positiv beeinflussen lässt.
Das weibliche Sexualhormon Östrogen spielt beim Fetteinbau eine wichtige Rolle und ein Teil der Produktion findet sogar im Fettgewebe statt. Ungünstige Östrogenwerte erhöhen den Cholesterinspiegel, verstärken die Fett- und Wassereinlagerung im Gewebe und fördern die Lockerheit des Bindegewebes. Ähnliche Mechanismen gelten auch für den Mann. Ist der Testosteron-Spiegel niedrig, speichert der Körper zusätzliche Fettreserven und die Muskelmasse geht zurück.
Wachstumshormone sind vor allem nachts aktiv und werden in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildet. Sie lösen während wir schlafen, Fett aus den Körperzellen um andere Körperzellen mit Energie zu versorgen und um Gewebe, Zellen und Muskeln zu erneuern. Als Impulsgeber für die Bildung und Freisetzung von Wachstumshormonen spielen die Aminosäuren GABA, Arginin, Taurin, Histidin und Glutamin eine wichtige Rolle, weshalb ein Mangel eine Gewichtsreduzierung oftmals erschwert.
Während die Ausschüttung von Melatonin das Schlafen fördert, ist ACT ein „Weckhormon“ der Hypophyse, das in den Morgenstunden sein Maximum hat. Bei genügender Konzentration sorgt es dafür, dass der Körper sehr schnell die Energieproduktion anheizt. Dazu wird ACT u.a. durch den Blutkreislauf zu den Nebennieren transportiert. Diese werden durch dieses Stresshormon dazu angeregt, vermehrt Cortisol und andere Glukokortikoide freizusetzen um durch Enzyme den Zucker- und Fettstoffwechsel zu beschleunigen. Umgekehrt hemmt ein hoher Cortisolspiegel die Ausschüttung und ACT.
Die hauptsächliche Aufgabe dieser Stresshormone ist es, möglichst schnell Energiereserven zu mobilisieren. Ursprünglich wurden sie benötigt, um in sekundenschnelle alle Kräfte des Körpers für Alarm- Kampf- oder Flucht-Situationen zu aktivieren. Den Energiestoffwechsel fördern sie, indem sie den Stoffwechsel zur Freisetzung von Glucose und Fettsäuren anregen.
Leptin ist ein, in Fettzellen produziertes Hormon. Über die Blutbahnen gelangt es ins Gehirn und regt im Hypothalamus weitere Hormone an, die an der Steuerung von Hunger- und Sättigungsgefühl beteiligt sind. Es werden aber auch Enzyme stimuliert, die den Stoffwechsel anregen vermehrt Fett zu verbrennen. Leider bewirkt man durch zusätzliche Gaben von Leptin keine oder nur selten eine Gewichtsreduzierung bei Übergewichtigen. Fettleibige haben sogar hohe Leptinkonzentrationen im Blut. Man nimmt deshalb an, dass ähnlich wie bei der Insulinsresistenz, der hypothalamische Leptinrezeptor bei länger anhaltendem Übergewicht nur noch unzureichend auf dieses Hormon anspricht. Hormon Leptin führt bei Fettleibigen zu Bluthochdruck
Heike Heinrichs, wissenschaft.de, 26.09.2001
Ähnlich wie Leptin löst Adiponektin Hunger aus, wenn die Fettzellen geleert werden. Sind sie prall gefüllt wird die Produktion gedrosselt. Dieses Hormon hat aber noch eine weitere Aufgabe - es verstärkt die Wirkung des Insulins, so dass der Zucker im Blut besser von den Zellen aufgenommen werden kann. Der niedrige Adiponektin ist einer der Gründe, warum Übergewichtige sehr oft eine schlechtere Insulininsensitivität (Folge Diabetes) haben als Normalgewichtige.
In der Magen- und Darmwand ist ein dichtes Geflecht an Nervenzellen eingebaut, das ständig den Nährstoffbedarf analysiert. Dies beschränkt sich weitem nicht auf die Prüfung „Magen voll“ oder „Magen leer“. Die Nervenzellen stehen mit dem ganzen Stoffwechsel in Verbindung und sind genau informiert, ob es z.B. an Fetten, Kohlenhydraten, Eiweiß, Wasser, Salzen, Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen oder Enzymen mangelt. Durch Nervenbotenstoffe wird anderen Botenstoffen (vor allem Drüsen und Nervenübermittelern des Gehirns) signalisiert, Hungergefühle auszulösen um die fehlenden Stoffe durch Nahrung zu ersetzen. Heißhunger durch Vitalstoffmangel? Laut der Zeitschrift GEO hat der Verdauungstrakt mit über 100 Millionen Nervenzellen mehr Signalübermittler als das Nervengewebe im Rückenmark. „Dieses zweite Gehirn, so haben Neurowissenschaftler herausgefunden, ist quasi ein Abbild des Kopfhirns - Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren sind exakt gleich.“ (Quelle: Hania Luczak, GEO Magazin „Wie der Bauch den Kopf bestimmt“, 11/00). Es ist also durchaus nicht abwegig, dass der Körper einen Mangel an Vitalstoffen beheben möchte, indem er uns Signale sendet um Defizite auszugleichen. Ernährungs-Eskapaden in der Schwangerschaft, wo besonders viele Vitalstoffe verbraucht werden, ist ein Indiz das für diese These spricht.
Weitere Einflussfaktoren auf die
Verdauung
Neben dem Gehirn als geistige und steuernde Zentrale ist die Leber unser vielseitigstes Organ. Sie sind nicht nur für unsere Entgiftung wichtig, sondern kontrolliert auch rund um die Uhr unseren Stoffwechsel. Tierische und pflanzliche Kohlehydrate, Eiweiße und Fette werden in „menschengerechte“ Nährstoffe umgewandelt und gespeichert. Auch die Synthese und Aktivierung von vielen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Co-Enzymen managt die Leber. Für den Fettstoffwechsel reguliert sie den Fettsäurenabbau und die Bildung bzw. Abbau von Cholesterin und Gallensäure. So ist eine gesunde Leber ein wahres Arbeitspferd und für viele Verdauungsprozesse von größter Wichtigkeit. Leider ist es aber so, dass die Leber nicht nur die größte Last im Stoffwechsel trägt, sondern auch bei der Entgiftung. Alle Stoffe werden in der Leber kontrolliert und in Gut und Böse getrennt. Wie ein Löschblatt wird der „Körpermüll“ aufgesogen und durch Umbau „entschärft“. Ist sie allerdings durch Alkohol, Schwermetalle, Fäulnisprodukte, denaturierter Ernährung oder starken Arzneimittel überbelastet, bricht die „Stoffwechselfabrik“ zusammen. Das gilt übrigens auch für die Fettzellen. Durch angesammelte Schlacken, Säuren und Schadstoffe wird das Fett in den Problemzonen zunehmend inaktiv und kann daher nur sehr schwer mobilisiert werden. Eine, nach Möglichkeit sanfte und regelmäßige Entgiftung der Leber ist deshalb eine der Grundvoraussetzungen für den Fettstoffwechsel und damit auch für die Fettfreisetzung bei Übergewicht.
Alkohol ist sehr kalorienreich (1 Halbe Bier ca. 220 kcal, 2 Vierterle Wein ca. 300 kcal) und hat gleichzeitig einen hohen glykämischen Index. Bier schneidet sogar noch schlechter ab als Limonaden oder Cola. Reichlicher Alkoholgenuss endet deshalb sehr oft am Kühlschrank um den Heißhunger zu befriedigen. Zusätzlich wird bei Alkoholgenuss die Fettverbrennung gestoppt. Das heißt, wenn wir Alkohol trinken und gleichzeitig essen, wird das Fett aus dem Essen nicht zur Energiegewinnung herangezogen, sondern vermehrt in den Fettzellen gespeichert.
Enzyme bestehen in den meisten Fällen aus zwei Teilen: Aus Eiweißmolekülen (Apo-Enzym) und den Co-Enzymen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente). Ihre Aufgabe ist es biochemische Reaktionen zu katalysieren, d.h. sie zu steuern, zu regeln und zu beschleunigen. In einer Sekunde finden in unserem Körper 1025 Enzymreaktionen statt. Als Beispiel: Ein modernen 2,5 GHz-Computer schafft 2,5 Milliarden Rechenoperationen in der Sekunde. Wenn er die Zahlen von 1025 einzeln addieren würde bräuchte er unvorstellbare 120 Millionen Jahre. Im Bereich der Ernährung bedeutet dies, eine Beschleunigung des Stoffwechsels um ein zigfaches. So würde die Aufspaltung und Verdauung von einem Stück Fleisch ohne Enzyme ca. 1000 Jahre dauern. Nur wenn alle Enzyme vorhanden sind, kann die Nahrung gut verwertet werden und nur wenn genügend Vitalstoffe zur Verfügung stehen, können Enzyme aktiviert werden. Fehlt nur ein einziger Vitalstoff als Co-Enzym, ist die gesamte Enzymreaktion gestört. Es ist so als ob Sie einen Bogen haben, jedoch der Pfeil fehlt. Wichtige Co-Enzyme als Helfer sind die Vitamine B1, B2; B6, B12, Q10 oder die Mineralien Selen, Zink, Magnesium und Eisen.
In den meisten
Kulturpflanzen wurden die Bitterstoffe weitgehendst weggezüchtet.
Schuld daran ist der zunehmende Trend, dass jedes industriell
hergestellte Nahrungsmittel Zucker enthält und deshalb auch Obst
und Gemüse geschmacklich süß bevorzugt werden. Die Pflanzen mögen
so zwar angenehmer schmecken, es fallen damit aber wichtige
verdaungsfördernde Bestandteile weg.
Eingeteilt werden Ballaststoffe in einen löslichen und einem unlöslichen Bestandteil. Unlösliche Bestandteile, können durch Mikroorganismen im Dickdarm verstoffwechselt werden. Dadurch entstehen kurzkettige Fettsäuren, die die Regeneration der Dickdarmschleimhaut und deren Barrierefunktion vor krankmachenden Keimen erhöhen. Zusätzlich sinkt der ph-Wert im Dickdarm, wodurch ein ungünstiges Milieu für Enzyme und Mikroorganismen entsteht, die für den Aufbau krebserregender Substanzen verantwortlich gemacht werden. Lösliche Bestandteile der Ballaststoffe binden cholesterinhaltige Gallensäure und scheiden diese unverdaut aus. Dadurch kann die Gallensäure nicht erneut vom Körper verwertet werden. Vorteil: Zur erneuten Synthese wird Cholesterin als Grundsubstanz der Gallensäure abgebaut, wodurch ungünstig hohe Cholesterinwerte gesenkt werden.
So beeinflussen Vitalstoffe den Energie-
und Fettstoffwechsel
„Da die Membranen unserer Nervenzellen im Gehirn zu einem Fünftel aus essenziellen Fettsäuren bestehen", sagt Hibbeln, "funktioniert der Signaltransport nur dann wie geschmiert, wenn Omega-3 und Omega-6 in der richtigen Kombination vorkommen. Und eine Omega-3-arme Ernährung geht zudem mit einer geringen Produktion des Neurotransmitters Serotonin einher. Niedrige Serotonin-Konzentrationen sind aber für schwere Niedergeschlagenheit typisch“.
Quelle: GEO Wissen 09/03, „Gefährliche Mahlzeiten“, Joseph Hibbeln Wenn man also bei einer fettarmen Ernährungsweise über einen längeren Zeitraum auch die essentiellen Fettsäuren ausklammert, sind Gedächtnisschwäche, Konzentrationsschwierigkeiten, starke Stimmungsschwankungen und sogar Depressionen die Folge. Ist durch die Fettreduktion erst einmal das emotionale Gleichgewicht gestört, ist es für einen Stress- oder Frustesser fast nicht mehr möglich, gegen die Essattacken anzukämpfen. Übergewicht durch den Mangel an essentiellen Fettsäuren – eine neue Sicht, aber eine der Ursachen für Heißhunger und Abnehmkrisen. "Die Mediziner um Joanne F. Dorgan vom Fox Chase Krebszentrum in Philadelphia (USA) hatten die Heranwachsenden über die ganze Pubertät hinweg regelmäßig nach ihren Essgewohnheiten befragt und die Konzentrationen wichtiger Sexualhormone bestimmt. Dabei zeigte sich, dass eine fettarme Ernährung mit deutlich geringeren Hormonspiegeln verbunden ist".
Quelle: Ulrich Dewald, „Fettarme Diät beeinflusst Hormonhaushalt von Mädchen“, Wissenschaft.de, 01.2003 Eine fettreduzierte Ernährung ist während der Schwangerschaft besonders schädlich Besonders schlimm ist eine fettreduzierte Diät in der Schwangerschaft und in der Stillzeit (was gar nicht so selten vorkommt). Der Fötus und Säugling braucht große Mengen ungesättigter und langkettiger Fettsäuren für das Wachstum, den Nervenaufbau, die Funktion des Gehirns und für die Entwicklung der Augen. Zunächst leeren sich die mütterlichen Speicher, wodurch sich das Risiko für depressive Phasen der Mutter erhöht. Sind diese Speicher geleert, steigt die Gefahr einer Fehlgeburt und für Störungen der frühkindlichen Entwicklung. Noch ein wichtiger Faktor bei Übergewicht: Essentielle Fettsäuren sind in der Lage, inaktive Fette aus den Fettzellen zu mobilisieren und der Verbrennung zuzuführen!
Diese Enzyme werden benötigt um durch Elongation und Desaturierung Fettsäuren in höher ungesättigte umzuwandeln. Dazu fügen sie der Fettsäure Stufe um Stufe weitere Doppelbindungen ein und verlängern die Kette der Kohlenstoffatome. Nur durch die Herstellung dieser Nachfolgeprodukte kann ein viel breiteres Wirkspektrum mit den Fettsäuren abgedeckt werden. Omega-9 Familie Stearinsäure (18:0) → Delta-9-desaturase → Ölsäure (18:1) → Delta-6-desaturase → (18:2) → Elongase → (20:2) → Delta-5-desaturase → Eicosatriensäure (20:3) Omega-6 Familie Linolsäure (18:2) → Delta-6-desaturase → Gamma-Linolensäure (18:3) → Elongase → (20:3) → Delta-5-desaturase → Arachidonsäure (20:4) Omega-3 Familie Alpha-Linolensäure
(18:3 / ALA) → Delta-6-desaturase → (18:4) →
Elongase → (20:4) → Delta-5-desaturase →
Eicosapentaensäure (20:5 / EPA) → Elongase → Docosahexansäure
(22:6 / DHA)
Menschen mit Problemen an Organen, die an der Fettverdauung beteiligt sind (v. a. Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüsen, Dünndarm) können fettlösliche Vitamine schlechter absorbieren und leiden daher oft an Mangelerscheinungen. Cholesterinsenkende Mittel erhöhen diesen Effekt noch.
Fettsäuren sind umso empfindlicher gegenüber freien Radikalen und damit vor der Oxidation (Lipidperoxidation), je mehr Doppelbindungen ihre Kette enthält. Solche chemischen Reaktionen lassen sich relativ leicht beobachten, wenn man z.B. die Margarine ohne Schutz dem Luftsauerstoff aussetzt – sie wird ranzig und riecht bzw. schmeckt unangenehm. Geschieht der gleiche Vorgang in den Zellmembranen, verändert sich auch hier die Struktur. Als negative Folge verlieren „ranzige“ Membranen ihre Reaktionsfähigkeit und sind vor allem nicht mehr dazu in der Lage den Stoffaustausch von Nährstoffen in die Zelle und entlastungspflichtiger Substanzen zu gewährleistet. Krankheiten, vorzeitige Alterungserscheinungen oder sogar die Zerstörung der Zellen sind die Folgen. Den effektivsten Schutz gegen den Zerfall der Zellmembran bietet Vitamin E, da es direkter Bestandteil der Membranen ist.
Als Gruppe sind B-Vitamine wichtige Co-Enzyme. Sie verbinden sich mit fettabbauenden Enzymen, damit diese als Energiequelle genutzt werden können. Zusätzliche Eigenschaften:
Vitamin C ist beteiligt am Abbau von Cholesterin zu Gallensäure sowie am Aufbau von körpereigenem Cortisons aus Cholesterin (senkt damit erhöhte Cholesterinwerte). Als Antioxidans ist es für Schutz der Fettsäuren wichtig, da es in den Zellmembranen oxidiertes Vitamin E regeneriert.
Zink, Magnesium, Vitamin B6 und Biotin fördern die Umwandlung der Linolsäure in die Gamma-Linolensäure aus der durch Umwandlungsschritte das Gewebshormon Prostaglandin E1 synthetisiert wird. Prostaglandin E1 ist ein direkter Gegenspieler der Prostaglandine E2, die als entzündungsfördernd gelten. Vor allem das lebenswichtige Spurenelement Zink hat einen ausgezeichneten Ruf, wenn es darum geht, Entzündungsprozesse schneller abzuheilen. Am bekanntesten ist die Wirkung bei Neurodermitis, Wundheilungsstörungen, Verbrennungen und anderen Hautproblemen. Wichtig ist aber auch, die Beteiligung von Zink am Aufbau und Stoffwechsel von Insulin, Geschlechts-, Schilddrüsen- und Wachstumshormonen, die alle eine bedeutende Rolle im Fettstoffwechsel spielen
Mangan ist wie Zink Bestandteil vieler Enzyme und trägt zur Synthese Fetten und dem Hormon Insulin bei. Ein Mangel führt zu einer Reduktion des HDL-Cholesterins und fördert die Entstehung einer Fettleber, da überschüssiges Fett nur ungenügend in viele Stoffwechselprozesse eingebunden werden kann. Nach „Burgersteins Handbuch für Nährstoffe“ ist bei Patienten mit Diabetes mellitus der Manganspiegel um 50% niedriger als bei Gesunden.
Bei gestörter Fettverdauung und Darmentzündungen verbinden sich hohe Mengen Calzium (auch Magnesium, Zink und Kupfer) und Fett. Dies führt zu Fettstühlen und zu erhöhten Oxalsäurewerten (Folge Nierensteine), da Calzium normalerweise Oxalsäure bindet über den Harn wieder ausscheidet.
Bei einem Mangel verschlechtern sich Cholesterin- Triglyzerid- und Blutzuckerwerte (verminderte Glukosetoleranz).
Vanadium unterstützt die Fett- und Cholesterinverwertung und hat eine senkende Wirkung auf stark erhöhte LDL- und Triglyzeridwerte. Im Zuckerstoffwechsel kann Vanadium die Insulinwirkung verstärken oder zum Teil sogar insulinähnliche Effekte stimulieren.
Lecithin enthält die, für den Fettstoffwechsel wichtigen vitaminähnlichen Substanzen Cholin und Inositol. Vor allem Cholin ist wichtig für die Fettverwertung. Es unterstützt viele Enzyme der Leber und gewährleistet damit, dass Fettsäuren sich in der Leber nicht anhäufen (Fettleber) und hilft ihr sich vor Giftstoffen zu befreien. Die bessere Verwertung von Fettsäuren durch Lezithin, zeigt sich auch dadurch, dass es in der Lage ist schlechte Cholesterinwerte zu verbessern. Cholin ist außerdem nötig um für die Nervenumhüllungen (Markschneide) Myelin herzustellen und als Bestandteil der Zellmembran fördert es die Durchlässigkeit der Zellen für Nährstoffe.
Als Bestandteil der Gallensäure spielt Taurin und Glycin eine wichtige Rolle bei der Resorption von Fettsäuren und fettlöslicher Vitamine. Faktoren die die Fettverbrennung ankurbeln
Langkettige Fettsäuren, benötigen Carnitin als Trägersubstanz, damit sie die Hülle der Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen, durchdringen können. In den Mitochondrien wird durch Betaoxidation aus Kohlenhydraten, Fettsäuren und Sauerstoff Adenosintriphosphat (ATP) gebildet, das die Muskeln mit Energie versorgt. Carnitin ist deshalb eine Schlüsselsubstanz für die Energieproduktion, für die Fettverbrennung und damit auch für den Fettabbau. Das gleiche gilt für Creatin, das ebenfalls für die ATP-Produktion nötig ist und die Wiederaufnahme von ATP ins Muskelgewebe beschleunigt und damit Schnellkraft aber auch Ausdauerleistung erhöht.
Magnesium ist ein unverzichtbarer Co-Faktor der Zellenergie (ATP) und der Sauerstoffaufnahme von den Zellen. Das heißt, desto mangelhafter der Stoffwechsel mit Magnesium versorgt ist, desto ungenügender ist die Energiebereitschaft der Zellen und damit die Fettverbrennung.
Stress, Bewegungsmangel, Fehlhaltung, Rauchen, ungenügendes Ein- oder Ausatmen, Umweltverschmutzung oder vorwiegender Aufenthalt in geschlossen Räumen kann zu einem bedrohlichen Sauerstoffmangel führen. Folge sind körperliche und geistige Leistungsminderungen. Es ist vergleichbar mit einer Kerze – stülpt man ein Glas über die Kerze, wird der Sauerstoff entzogen und sie erlischt. Bei welchem Training man am meisten abnimmt, ist vor allem eine Frage der Kondition Die Ansicht, dass im optimalen Fettverbrennungsbereich auch das meiste Fett abgebaut wird, ist weit verbreitet, kann aber auch falsch sein. Dies mag zwar auf den ersten Blick etwas verwirren, ist aber bei näherer Betrachtung logisch zu erklären. Es stimmt zwar, dass bei einem gemäßigten Training (aerober Bereich) anteilsmäßig mehr Fett verbrannt wird als bei einem Training mit hoher Belastung (anaerober Bereich). Man muss aber auch die Gesamtleistung des Trainierenden mitberechnen, da mit zunehmender Belastung auch der Kalorienverbrauch steigt. Ein Rechenbeispiel um den Zusammenhang zu verdeutlichen: Aerobes Training mit niedriger Pulsfrequenz (ca. 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz): Bei einem langsamen Lauf verbraucht man ca. 240 Kalorien in einer halben Stunde. Bei einem Fettverbrennungsanteil von 70 % sind dies 168 Kalorien aus Fett und 72 Kalorien aus Kohlenhydraten. Anaerobes Training mit einer hohen Pulsfrequenz (75 bis 80 Prozent der maximalen Herzfrequenz): Bei einem intensiven Laufen verbrennt der Stoffwechsel ca. 480 Kalorien in einer halben Stunde. Der Fettverbrennungsanteil liegt zwar nur bei 40 %, aber dies sind dennoch 192 Kalorien aus Fett und 288 kcal aus Kohlenhydraten. Vergleicht man beide Werte, werden bei einem intensiven Training ca. 15% mehr Kalorien aus Fettmasse verbraucht, als bei einem Training mit niedriger Pulsfrequenz. Für einen trainierten Sportler ist also ein intensives Training effektiver, wenn es rein um den Fettverbrauch geht. "Wenn es um Gewichtsreduktion im Sinne einer Reduktion des Körperfettanteils geht, werden bezüglich der Fettverbrennung durch körperliches Training von vielen "Fitness-Gurus", auch von manchen Medizinern und sogar von einigen Sportwissenschaftlern, vor allem aber von Trainern in Fitnessstudios unzweckmäßige Empfehlungen abgegeben."
Quelle: "Fettverbrennung" im Sport : Mythos und Wahrheit, Dr. Kurt A. Moosburger, Facharzt für Innere Medizin und Sportarzt, Gesünder LEBEN 05/2005
Bewegung spielt eine zentrale Rolle im Fettstoffwechsel. Wer sich ausreichend bewegt, senkt seinen Cholesterin- und Blutzuckerspiegel, stärkt Kreislauf und Immunsystem, erhöht die Sauerstoffaufnahme im Körper und Gehirn, baut Glücks- und Kreativitätshormone auf (Endorphine , ACTH) und Stresshormone ab. Beim Übergewicht geht es vor allem darum, inaktives Fett in Energie umzuwandeln und Muskelmasse zuzulegen. Körperliche Anstrengung erhöht die Stoffwechselrate beträchtlich und fördert die Produktion fettabbauender Enzyme. Diese Wirkung hält sogar noch einige Stunden nach dem Training an. Der Körper ändert gewissermaßen seine Einstellung. Statt Fett zu speichern, verbrennt er es lieber. Der Muskelaufbau hat den Vorteil, dass Muskeln etwa doppelt so viele Energie verbrauchen wie anderes Gewebe (auch wenn sie nicht benützt) und je besser der Trainingszustand wird, umso schneller wird Fett zur Energiegewinnung herangezogen. Dazu ist allerdings ein mehrmonatiges Ausdauertraining nötig.
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Gemeinsam gegen die |
© 2010 Claus Barta
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