a

 
 


Kontakt: Tel.: 07427/914245 | Fax: 07427/914246 | Mail: info@Oel-Wechsel.com


10 % Fett - 10 % Leistung - 10% Gesundheit

 

Home     Impressum      Kontakt

Stichwortverzeichnis  
Übersicht  
Links  
Literatur  
Aufgaben  
Probleme  
Aufbau  
Fettbegleitstoffe  
Fettverarbeitung  
Fallstricke beim Kauf  
Optimale Ölherstellung  
Heilkraft  
Beschreibung von Ölen  
Kokosfett  
Ätherische Öle  
Ernährung der Vorfahren  
Fastfood, Zusatzstoffe  
Logimethode  
Stoffwechseltyp  
Fleisch, Fisch  
Einfluss der Hormone  

Ölpressung ohne
Sauerstoff,
Licht und
Hitze

Broschüre zu dieser
Internetseite

68 Seiten, 5,00 € >>>

Inhaltsverzeichnis >>>

Bestellen >>>

 

 

Hormone und Vitalstoffe die heimlichen Regulatoren des Stoffwechsels
So beeinflussen Hormone den Energie- und Fettstoffwechsel
Weitere Einflussfaktoren auf die Verdauung
So beeinflussen Vitalstoffe den Energie- und Fettstoffwechsel

Hormone und Vitalstoffe die heimlichen Regulatoren des Stoffwechsels

Physikalisch betrachtet dürfte es eigentlich keine Diskussion geben. Eine Kalorie hat einen bestimmten Energiewert, so wie z.B. 1 Kilometer ein genau definiertes Längenmaß ist. Aber ist 1 Kalorie wirklich 1 Kalorie oder gibt es einen Unterschied im Stoffwechsel? Wer schon einmal Red Savina Habanero-Chili (40 mal schärfer als Tabasco) versucht hat, dürfte trotz geringster Kalorienaufnahme ein äußerst effektives „Hitzetraining“ mit etlichen Schweißperlen auf der Stirn gehabt haben.

Ein weiteres Beispiel sind Patienten, die an einer Überfunktion der Schilddrüse leiden. Trotz riesiger Nahrungsmittelmengen, die zum Teil bei dieser Krankheit verspeist werden (zum Teil > 4000 Kalorien), leiden diese Menschen nicht an Übergewicht oder magern sogar ab.

Es gibt aber auch Menschen die mit einer geringen Menge an Nährstoffen vollkommen gesund sind und dabei noch größte körperliche Leistungen erbringen können. So schleppen Sherpas der Eis- und Felsregionen Himalajas, allein mit Muskelkraft, bis zu 100 kg Lasten vom Tal hinauf zu den Hochflächen auf mehrere Tausend Meter Höhe. Die Hochleistungsarbeiter müssten mehrere Tausend Kalorien aufnehmen um bei dieser Anstrengung auf Dauer nicht auszuzehren. Sie kommen aber nach westlichen Maßstäben mit der Hälfte der Nahrung aus, die eigentlich nötig wäre. Dieser Stoffwechsel muss also darauf spezialisiert sein, der Nahrung auch noch den letzten Rest an Nähr- und Vitalstoffen zu entlocken und die Produktion der Zellenergie muss gleichzeitig auf besonders effektive Weise erfolgen.

Keine Frage, dies sind drastische Beispiele. Aber es zeigt, dass die Kalorienaufnahme und -abgabe eng mit dem Stoffwechsel verbunden ist.

Was ist der gesündeste Stoffwechselbeschleuniger?

Dies sind, laut dem Ernährungspionier Dr. M.O. Bruker (1909 - 2001), unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und ungesättigte Fettsäuren natürlicher Lebensmittel. Sehr einleuchtend begründet er dies mit den Auf- und Abbauprozessen des Stoffwechsels. So wie man keinen Motor ohne die passenden Werkzeuge auseinanderbauen kann, können Fette und Kohlenhydrate nur dann zu Muskelkraft, Wärme, Kohlendioxid und Wasser um- oder abgebaut werden, wenn genügend Vitalstoffe dazu vorhanden sind.

Dies ist auch mit ein Grund, weshalb vitalstoffarme Diätprodukte kein Lösungsweg für Übergewichtige sind. Das Land mit dem höchsten Anteil an Light-Produkten ist die USA und trotzdem hat es die höchste Übergewichts- und Fettsuchtrate.

Auch das "amerikanische Paradoxon" spricht gegen die simple Hypothese vom Fett als Dickmacher: In den USA sank der durchschnittliche Fettanteil im Essen von 40 auf 34 Prozent der Kalorien. Gleichzeitig verdoppelte sich die Zahl der Übergewichtigen, Herzinfarkte wurden nicht seltener, und  Diabetes nahm epidemisch zu.

 

Quelle: Die Zeit, „Fette  Lügen“ von Ulrike Gonder

Der Einfluss der Hormone auf die Ernährung

Hormone sind spezielle Botenstoffe, die unsere Drüsen absondern und über die Blutbahnen an ihren Bestimmungsort geleitet werden. Sie bestimmen darüber, ob wir uns hungrig oder satt fühlen, wo sich das Fett im Körper ablagert, wann Fett freigesetzt wird und wann es gespeichert wird.

Das wichtigste: Hormone lassen sich nur äußert schwer überlisten. Sie gelten als der stärkste Trieb den die Evolution hervorgebracht hat und den man auch bei negativen Folgen nicht einfach ausschalten kann. Dass eine hohe Anzahl an Menschen an Essanfällen, Übergewicht, Bulimie, Esssucht oder unstillbarem Hunger leiden, liegt unter anderem daran, dass sie im Moment des Essens den Hormon-Stoffwechsel und die durch ihn ausgelösten oder zumindest Befriedigungsgefühle anregen wollen.

Grundsätzlich gilt deshalb: Gegen die Kraft der Hormone nützt das beste Diätwissen und auch eiserner Wille wenig. Ein Ungleichgewicht an Insulin, Serotonin, Östrogen, Leptin, Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, ß-Endorphin, Dynorphin, Enkephalin, Zytokin (Cytokin), Galain und viele andere Botenstoffe treiben uns regelrecht in Richtung Kühlschrank.

Aus diesem Grund ist auch bei weitem nicht immer klar, ob ein Mensch, der die Kontrolle über die Art und Menge des Essens verloren hat, an seelischen Störungen leidet oder rein körperliche Ursachen, für die Essattacken verantwortlich ist. Alle Arten der Esssucht können durch hormonelle und neurobilogische Effekte ausgelöst werden, die wiederum abhängig sein können, welche Nahrungsmittel wir zuführen.

5 Blinde, die noch nie einen Elefant gesehen haben

Bei Übergewicht und Gesundheitsproblemen ist es wichtig durch eigene Informationssuche die Wahlmöglichkeiten zu erhöhen


Am Beispiel der Hormone zeigt sich, wie wichtig es ist den Menschen als Ganzes zu behandeln

Ein Psychiater würde vielleicht sagen, dass zwei Gegensätze auf Menschen mit Essstörungen einwirken.
 

Zunehmend wird die Funktion des Essen verändert     Veränderungen der gesellschaftlichen Normen und Vorstellungen
       

Glaubenssätze wie:

  • „Gut leben heißt auch gut essen“

  • „Liebe geht durch den Magen“

  • „Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen“

  • „Man gönnt sich ja sonst nichts“  

verleiten uns, Probleme mit Essen zu kompensieren

    Schlanksein steht für:
  • Schönheit
  • Leistungsbereitschaft
  • Erfolgsorientiertheit

Dicksein steht für:

  • Hemmungslosigkeit
  • Gleichgültigkeit gegenüber seiner Figur
  • Kontrollverlust
       

   

Dank einer gut gemeinten „Erziehung“ gerne angenommen werden, anderseits sagen uns immer mehr Magazine, Ratgeber, Therapeuten, Krankenkassen wie wir mit fettarmen Lightprodukten, Diäten, Pillen und veränderten Verhaltensregeln wieder einen schönen schlanken Körper bekommen.  

Dies kann nicht ohne Folgen bleiben. Die meisten Übergewichtigen sind mit ihrem Körper und ihrem Gewicht unzufrieden, haben häufige Diätversuche hinter sich, fassen fortwährend gute Vorsätze und scheitern doch meist bei der Gewichtsreduzierung, da sie alte Gewohnheiten nicht aufgeben können.

 Ein Ernährungsberater würde einem dagegen erklären, dass das „Glückshormon“ Serotonin hauptsächlich aus der Aminosäure Tryptophan gebildet, das der Körper nicht selbst herstellen kann. Nur wenn hochwertiges Eiweiß in genügender Menge durch die  Nahrung zugeführt wird, können die Effekte von Serotonin (stimmungsaufhellend, beruhigend und gewichtsreduzierend) zur Wirkung kommen.

So beeinflussen Hormone den Energie- und Fettstoffwechsel

Im ersten Teil dieses Ratgebers geht es ausschließlich darum, aufzuzeigen wie sehr Übergewicht und ein effektiver Stoffwechsel abhängig sind von rein körperlichen Faktoren.

Das sind im Einzelnen:

  • Wie Hormone unser Essverhalten und den Stoffwechsel beeinflussen

  • Welche Einflussfaktoren auf die Verdauung einwirken

  • Wie Vitalstoffe auf den Energie- und Fettstoffwechsel wirken

  • Welche Faktoren die Fettverbrennung ankurbeln

Name

Gruppe

Insulin, Glukagon (Glucagon)

Hormone der Bauchspeicheldrüse

Chrom

metallisches Spurenelement




Insulin ist das wichtigste Hormon für die Zuckerverwertung. Es befördert aber nicht nur Glukose für den Aufbau von Energie in die Zellen, sondern hat auch einen wesentlichen Anteil an der Fettanlagerung. Dauerhaft hohe Insulinwerte hemmen den Fettabbau und „verschließen“ die Fettzellen.

Glukagon ist der wichtigste Gegenspieler des Insulins und setzt zur Energiegewinnung Fett aus den Fettzellen und Speicherzucker aus der Leber frei. Wenn wenig einfache Kohlenhydrate gegessen werden, fördert Glukagon den Gewichtsabbau. Weitere gegenregulierende Hormone sind Adrenalin, Kortisol und Wachstumshormone.

Chrom verbessert wie Zink (siehe unter Zink) die Insulinwirkung und nimmt so nicht nur direkten Einfluss auf die Zuckerverwertung, sondern auch auf den Fettstoffwechsel. Viele Herzkranke und Diabetiker haben einen erniedrigten Chromspiegel, der mit Zucker- und Fettstoffwechselstörungen, erhöhten Triglycerid- und Cholesterinwerten sowie der Zunahme des Körperfettes einhergeht.

Name

Gruppe

Tyroxin (T4) und  Trijodthyronin (T3)

Schilddrüsenhormone

Jod, Selen

Spurenelemente
Jod: Halogengruppe (Salzbildner)
Selen: Halbmetall

 

 

 


Schilddrüsenhormone erhöhen den Sauerstoffverbrauch, den Grundumsatz und die Wärmeentwicklung. Gesteuert wird die Produktion der Schilddrüsenhormone von dem Neuropeptid TRF (Thyreotropin Releasing Factor) einem Hormon aus dem Hypothalamus. Während man bei einer Überfunktion (gesteigerte  Ausschüttung von Triiodthyronin und Tyroxin) hohe Nahrungsmengen zu sich nehmen kann ohne zuzunehmen, ist bei einer Schilddrüsenunterfunktion die Synthese unzureichend und damit viele Stoffwechselvorgänge verlangsamt. Folge ist eine Gewichtszunahme selbst bei normalem Essverhalten und meist sind auch Blutfett- und Cholesterinwerte erhöht, die Verdauung verlangsamt und es besteht eine Neigung zu Verstopfung.

Wesentlicher Baustein für die Produktion der Schilddrüsenhormone Tyroxin (T4) und  Trijodthyronin (T3) ist das essentielle Spurenelement Jod.  

Auch Selen ist unerlässlich für den Aufbau der Schilddrüsenhormone. Das zeigt sich schon daran, dass die Schilddrüse neben Jod auch den höchsten Anteil an Selen aller Organe aufweist. Bei Entzündungen der Schilddrüse, wie die Hashimoto-Thyreoiditis stellten Forscher zudem fest, dass sich die Entzündungsaktivität mit diesem Spurenelement  positiv beeinflussen lässt.

Name

Gruppe

Östrogen, Testosteron

Sexualhormone

Hauptproduktionsort von Östrogen sind die Eierstöcke und von Testosteron die Hoden

Das weibliche Sexualhormon Östrogen spielt beim Fetteinbau eine wichtige Rolle und ein Teil der Produktion findet sogar im Fettgewebe statt. Ungünstige Östrogenwerte erhöhen den Cholesterinspiegel, verstärken die Fett- und Wassereinlagerung im Gewebe und fördern die Lockerheit des Bindegewebes.

Ähnliche Mechanismen gelten auch für den Mann. Ist der Testosteron-Spiegel niedrig, speichert der Körper zusätzliche Fettreserven und die Muskelmasse geht zurück.

Name

Gruppe

STH

Wachstumshormon

Ein aus Aminosäuren gebildetes Peptidhormon der Hirnanhangsdrüse

GABA (Gammaaminobuttersäure), Arginin (L-Arginin), Taurin, Histidin, Glutamin

Aminosäuren

 

 

 

 

 

Wachstumshormone sind vor allem nachts aktiv und werden in der  Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildet. Sie lösen während wir schlafen, Fett aus den Körperzellen um andere Körperzellen mit Energie zu versorgen und um Gewebe, Zellen und Muskeln zu erneuern.

Als Impulsgeber für die Bildung und Freisetzung von Wachstumshormonen spielen die Aminosäuren GABA, Arginin, Taurin, Histidin und Glutamin eine wichtige Rolle, weshalb ein Mangel eine Gewichtsreduzierung oftmals erschwert.

Name

Gruppe

ACT (ACTH)

Adrenocorticotropes Stresshormon der Hirnanhangdrüse

Cortisol

Stresshormon (Glukocortikoid) der Nebenierenrinde

 

 

 

Während die Ausschüttung von Melatonin das Schlafen fördert, ist ACT ein „Weckhormon“ der Hypophyse, das in den Morgenstunden sein Maximum hat. Bei genügender Konzentration sorgt es dafür, dass der Körper sehr schnell die Energieproduktion anheizt.

Dazu wird ACT u.a. durch den Blutkreislauf zu den Nebennieren transportiert. Diese werden durch dieses Stresshormon dazu angeregt, vermehrt Cortisol und andere Glukokortikoide freizusetzen um durch Enzyme den Zucker- und Fettstoffwechsel zu beschleunigen. Umgekehrt hemmt ein hoher Cortisolspiegel die Ausschüttung und ACT.

Name

Gruppe

Adrenalin (Epinephrin),
Noradrenalin 

Stresshormone des  Nebennierenmarks

Die hauptsächliche Aufgabe dieser Stresshormone ist es, möglichst schnell Energiereserven zu mobilisieren. Ursprünglich wurden sie benötigt, um in sekundenschnelle alle Kräfte des Körpers für Alarm-  Kampf- oder Flucht-Situationen zu aktivieren.

Den Energiestoffwechsel fördern sie, indem sie den Stoffwechsel zur Freisetzung von Glucose und Fettsäuren anregen.

Name

Gruppe

Leptin

Proteohormon (Eiweißcharakter) das von Fettzellen abgesondert wird

Leptin ist ein, in Fettzellen produziertes Hormon. Über die Blutbahnen gelangt es ins Gehirn und regt im Hypothalamus weitere Hormone an, die an der Steuerung von Hunger- und Sättigungsgefühl beteiligt sind. Es werden aber auch Enzyme stimuliert, die den Stoffwechsel anregen vermehrt Fett zu verbrennen. Leider bewirkt man durch zusätzliche Gaben von Leptin keine oder nur selten eine Gewichtsreduzierung bei Übergewichtigen. Fettleibige haben sogar hohe Leptinkonzentrationen im Blut. Man nimmt deshalb an, dass ähnlich wie bei der Insulinsresistenz, der hypothalamische Leptinrezeptor bei länger anhaltendem Übergewicht nur noch unzureichend auf dieses Hormon anspricht.

Hormon Leptin führt bei Fettleibigen zu Bluthochdruck


Das von Fettzellen produzierte Leptin treibt den Blutdruck bei Übergewichtigen in die Höhe. Wie amerikanische Forscher auf der Konferenz der "Amercan Heart Association" berichteten, aktiviert das Hormon Nervenzellen, die den Blutdruck regulieren. Rund 70 Prozent der Menschen mit Bluthochdruck sind fettleibig.

 

Heike Heinrichs, wissenschaft.de, 26.09.2001

 

Name

Gruppe

Adiponektin

Peptidhormon der Fettzelle

Ähnlich wie Leptin löst Adiponektin Hunger aus, wenn die Fettzellen geleert werden. Sind sie prall gefüllt wird die Produktion gedrosselt. Dieses Hormon hat aber noch eine weitere Aufgabe -  es verstärkt die Wirkung des Insulins, so dass der Zucker im Blut besser von den Zellen aufgenommen werden kann. Der niedrige Adiponektin ist einer der Gründe, warum Übergewichtige sehr oft eine schlechtere Insulininsensitivität (Folge Diabetes) haben als Normalgewichtige.

Name

Gruppe

( ) Ort wo es abgesondert wird 

Ghrelin (Magen)
PYY (3-36)
(Darm)
Serotonin, Enkephaline  Endorphin
(Magen-Darmtrakt)
Motilin
(Magen-Darmtrakt)

Adiponektin
(Fettzelle)
Gastrin
(Magenschleimhaut, Bauchspeicheldrüse)
Sekretin
(Dünndarmschleimhaut)
Vasoaktives intestinales Peptid
(VIP, Darmwand)
Gastrisches inhibitorisches Peptid
(GIP, Darmwand )
Somatostatin
(Dünndarm, Magen und Bauchspeicheldrüse)
CCK
(Cholezystokinin, Magen-Darm-Bereich)

Hormone des Verdauungskanals

In der Magen- und Darmwand ist ein dichtes Geflecht an Nervenzellen eingebaut, das ständig den Nährstoffbedarf analysiert. Dies beschränkt sich weitem nicht auf die Prüfung „Magen voll“ oder „Magen leer“. Die Nervenzellen stehen mit dem ganzen Stoffwechsel in Verbindung und sind genau informiert, ob es z.B. an Fetten, Kohlenhydraten, Eiweiß, Wasser, Salzen, Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen oder Enzymen mangelt. Durch Nervenbotenstoffe wird anderen Botenstoffen (vor allem Drüsen und Nervenübermittelern des Gehirns) signalisiert, Hungergefühle auszulösen um die fehlenden Stoffe durch Nahrung zu ersetzen.

Heißhunger durch Vitalstoffmangel?

Laut der Zeitschrift GEO hat der Verdauungstrakt mit über 100 Millionen Nervenzellen mehr Signalübermittler als das Nervengewebe im Rückenmark. „Dieses zweite Gehirn, so haben Neurowissenschaftler herausgefunden, ist quasi ein Abbild des Kopfhirns - Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren sind exakt gleich.“ (Quelle: Hania Luczak, GEO Magazin  „Wie der Bauch den Kopf bestimmt“, 11/00).

Es ist also durchaus nicht abwegig, dass der Körper einen Mangel an Vitalstoffen beheben möchte, indem er uns Signale sendet um Defizite auszugleichen. Ernährungs-Eskapaden in der Schwangerschaft, wo besonders viele Vitalstoffe verbraucht werden, ist ein Indiz das für diese These spricht.

Weitere Einflussfaktoren auf die Verdauung
 

Name

Gruppe

Leber

Stoffwechselorgan

Neben dem Gehirn als geistige und steuernde Zentrale ist die Leber unser vielseitigstes Organ. Sie sind nicht nur für unsere Entgiftung wichtig, sondern kontrolliert auch rund um die Uhr unseren Stoffwechsel. Tierische und pflanzliche Kohlehydrate, Eiweiße und Fette werden in „menschengerechte“ Nährstoffe   umgewandelt und gespeichert. Auch die Synthese und Aktivierung von vielen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Co-Enzymen managt die Leber. Für den Fettstoffwechsel reguliert sie den Fettsäurenabbau und die Bildung bzw. Abbau von Cholesterin und Gallensäure.  

So ist eine gesunde Leber ein wahres Arbeitspferd und für viele Verdauungsprozesse von größter Wichtigkeit. Leider ist es aber so, dass die Leber nicht nur die größte Last im Stoffwechsel trägt, sondern auch bei der Entgiftung. Alle Stoffe werden in der Leber kontrolliert und in Gut und Böse getrennt. Wie ein Löschblatt wird der „Körpermüll“ aufgesogen und durch Umbau „entschärft“. Ist sie allerdings durch Alkohol, Schwermetalle, Fäulnisprodukte, denaturierter Ernährung oder starken Arzneimittel überbelastet, bricht die „Stoffwechselfabrik“ zusammen. Das gilt übrigens auch für die Fettzellen. Durch angesammelte Schlacken, Säuren und Schadstoffe wird das Fett in den Problemzonen zunehmend inaktiv und kann daher nur sehr schwer mobilisiert werden.

Eine, nach Möglichkeit sanfte und regelmäßige Entgiftung der Leber ist deshalb eine der Grundvoraussetzungen für den Fettstoffwechsel und damit auch für die Fettfreisetzung bei Übergewicht.

Name

Gruppe

Alkohol

Chemische Verbindung

Alkohol ist sehr kalorienreich (1 Halbe Bier ca. 220 kcal, 2 Vierterle Wein ca. 300 kcal) und hat gleichzeitig einen hohen glykämischen Index. Bier schneidet sogar noch schlechter ab als Limonaden oder Cola. Reichlicher Alkoholgenuss endet deshalb sehr oft am Kühlschrank um den Heißhunger zu befriedigen.

Zusätzlich wird bei Alkoholgenuss die Fettverbrennung gestoppt. Das heißt, wenn wir Alkohol  trinken und gleichzeitig essen, wird das Fett aus dem Essen nicht zur Energiegewinnung herangezogen, sondern vermehrt in den Fettzellen gespeichert.

Name

Gruppe

Esterasen, Lipasen: Phospholipase, Cholinesterase, Phosphatase, Lecithinase A + B

Fettverdauende Enzyme, gebildet werden sie in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Dünndarm, Leber, Ohrspeicheldrüse

Enzyme bestehen in den meisten Fällen aus zwei Teilen: Aus Eiweißmolekülen (Apo-Enzym) und den Co-Enzymen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente). Ihre Aufgabe ist es biochemische Reaktionen zu katalysieren, d.h. sie zu steuern, zu regeln und zu beschleunigen. In einer Sekunde finden in unserem Körper 1025 Enzymreaktionen statt. Als Beispiel: Ein modernen 2,5 GHz-Computer schafft 2,5 Milliarden Rechenoperationen in der Sekunde. Wenn er die Zahlen von 1025 einzeln addieren würde bräuchte er unvorstellbare 120 Millionen Jahre. Im Bereich der Ernährung bedeutet dies, eine Beschleunigung des Stoffwechsels um ein zigfaches. So würde die  Aufspaltung und Verdauung von einem Stück Fleisch ohne Enzyme ca. 1000 Jahre dauern.

Nur wenn alle Enzyme vorhanden sind, kann die Nahrung gut verwertet werden und nur wenn genügend Vitalstoffe zur Verfügung stehen, können Enzyme aktiviert werden. Fehlt nur ein einziger Vitalstoff als Co-Enzym, ist die gesamte Enzymreaktion gestört. Es ist so als ob Sie einen Bogen haben, jedoch der Pfeil fehlt. Wichtige Co-Enzyme als Helfer sind die Vitamine B1, B2; B6, B12, Q10 oder die Mineralien Selen, Zink, Magnesium und Eisen.

Name

Gruppe

Gemüse: Chicorée, Rucola, Spinat, Löwenzahn, Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl,

Obst: Grapefruit, Zitronen, Pampelmuse enthalten.

Getreide: Amaranth, Hirse

Gewürze / Kräuter: Anis, Kümmel, Kardamom, Fenchel, Wermut, Schafgarbe, Bibernellenwurzel, Wachholder, Ingwer, Pfeffer, Odermennig, Sauerampfer, Liebstöckel, Lorbeerblätter, Kerbel, Majoran, Thymian, Rosmarin, Estragon

Bitterstoffe (sekundären Pflanzenstoffe)

 

In den meisten Kulturpflanzen wurden die Bitterstoffe weitgehendst weggezüchtet. Schuld daran ist der zunehmende Trend, dass jedes industriell hergestellte Nahrungsmittel Zucker enthält und deshalb auch Obst und Gemüse geschmacklich süß bevorzugt werden. Die Pflanzen mögen so zwar angenehmer schmecken, es fallen damit aber wichtige verdaungsfördernde Bestandteile weg.

Bitterstoffe wie Terpene oder Flavonoide stimulieren über die Geschmacksknospen des Zungenrandes den Speichelfluss, die Magensaftproduktion, regen die Darmbewegung an und erleichtern damit die Verdauung. Zusätzlich regen sie Bauchspeicheldrüse und Leber an, vermehrt nahrungsspaltende Enzyme und fettlösende Gallensäure freizusetzen. Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße können dadurch besser aufgespalten und erschlossen werden, die Fettverbrennung wird gefördert (statt Fetteinlagerung) und erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte sinken.

Bei dauerhafter Einnahme normalisieren Bitterstoffe unser Geschmacksempfinden. Das heißt,  die Gier und der Heißhunger auf zuckerhaltige Nahrungsmittel lassen nach. Ein weiteres Plus bei Übergewicht: Bitterstoffe erzeugen ein frühzeitiges Sättigungsgefühl und sorgen so für eine bessere Kontrolle des Appetits.

Name

Gruppe

Ballaststoffe 

Nahrungsfasern aus Kohlenhydraten

Eingeteilt werden Ballaststoffe in einen löslichen und einem unlöslichen Bestandteil.

Unlösliche Bestandteile, können durch Mikroorganismen im Dickdarm verstoffwechselt werden. Dadurch entstehen kurzkettige Fettsäuren, die die Regeneration der Dickdarmschleimhaut und deren Barrierefunktion vor krankmachenden Keimen erhöhen. Zusätzlich sinkt der ph-Wert im Dickdarm, wodurch ein ungünstiges Milieu für Enzyme und Mikroorganismen entsteht, die für den Aufbau krebserregender Substanzen verantwortlich gemacht werden.

Lösliche Bestandteile der Ballaststoffe binden cholesterinhaltige Gallensäure und scheiden diese unverdaut aus. Dadurch kann die  Gallensäure nicht erneut vom Körper verwertet werden. Vorteil: Zur erneuten Synthese wird Cholesterin als Grundsubstanz der Gallensäure abgebaut, wodurch ungünstig hohe Cholesterinwerte gesenkt werden.

So beeinflussen Vitalstoffe den Energie- und Fettstoffwechsel
 

Name

Gruppe

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Langkettige Fettsäuren mit mindestens zwei freien Doppelbindungen



Mehrfach Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind eng mit dem Gehirn und Hormonsystem verbunden. Hierzu ein Zitat von Joseph Hibbeln Biochemiker und Psychiater der amerikanischen Gesundheitsbehörde "National Institutes of Health" in Washington.
 

„Da die Membranen unserer Nervenzellen im Gehirn zu einem Fünftel aus essenziellen Fettsäuren bestehen", sagt Hibbeln, "funktioniert der Signaltransport nur dann wie geschmiert, wenn Omega-3 und Omega-6 in der richtigen Kombination vorkommen. Und eine Omega-3-arme Ernährung geht zudem mit einer geringen Produktion des Neurotransmitters Serotonin einher. Niedrige Serotonin-Konzentrationen sind aber für schwere Niedergeschlagenheit typisch“.

 

Quelle: GEO Wissen  09/03, „Gefährliche Mahlzeiten“,

Joseph Hibbeln

Wenn man also bei einer fettarmen Ernährungsweise über einen längeren Zeitraum auch die essentiellen Fettsäuren ausklammert, sind Gedächtnisschwäche, Konzentrationsschwierigkeiten, starke Stimmungsschwankungen und sogar Depressionen die Folge. Ist durch die Fettreduktion erst einmal das emotionale Gleichgewicht gestört, ist es für einen Stress- oder Frustesser fast nicht mehr möglich, gegen die Essattacken anzukämpfen. Übergewicht durch den Mangel an essentiellen Fettsäuren – eine neue Sicht, aber eine der Ursachen für Heißhunger und Abnehmkrisen.

"Die Mediziner um Joanne F. Dorgan vom Fox Chase Krebszentrum in Philadelphia (USA) hatten die Heranwachsenden über die ganze Pubertät hinweg regelmäßig nach ihren Essgewohnheiten befragt und die Konzentrationen wichtiger Sexualhormone bestimmt. Dabei zeigte sich, dass eine fettarme Ernährung mit deutlich geringeren Hormonspiegeln verbunden ist".

 

Quelle: Ulrich Dewald, „Fettarme Diät beeinflusst Hormonhaushalt von Mädchen“, Wissenschaft.de, 01.2003 

Eine fettreduzierte Ernährung ist während der Schwangerschaft besonders schädlich

Besonders schlimm ist eine fettreduzierte Diät in der Schwangerschaft und in der Stillzeit (was gar nicht so selten vorkommt). Der Fötus und Säugling braucht große Mengen ungesättigter und langkettiger Fettsäuren für das Wachstum, den Nervenaufbau, die Funktion des Gehirns und für die Entwicklung der Augen. Zunächst leeren sich die mütterlichen Speicher, wodurch sich das Risiko für depressive Phasen der Mutter erhöht. Sind diese Speicher geleert, steigt die Gefahr einer Fehlgeburt und für Störungen der frühkindlichen Entwicklung.  

Noch ein wichtiger Faktor bei Übergewicht: Essentielle Fettsäuren sind in der Lage, inaktive Fette aus den Fettzellen zu mobilisieren und der Verbrennung zuzuführen!  

Name

Gruppe

Delta-5-desaturase Delta-6-desaturase

Delta-9-desaturase  Elongase

Enzyme

Diese Enzyme werden benötigt um durch Elongation und Desaturierung Fettsäuren in höher ungesättigte umzuwandeln. Dazu fügen sie der Fettsäure Stufe um Stufe weitere Doppelbindungen ein und verlängern die Kette der Kohlenstoffatome. Nur durch die Herstellung dieser Nachfolgeprodukte kann ein viel breiteres Wirkspektrum mit den Fettsäuren abgedeckt werden.

Omega-9 Familie

Stearinsäure (18:0) → Delta-9-desaturase → Ölsäure (18:1) → Delta-6-desaturase → (18:2) → Elongase → (20:2) → Delta-5-desaturase → Eicosatriensäure (20:3)

Omega-6 Familie

Linolsäure (18:2) → Delta-6-desaturase → Gamma-Linolensäure  (18:3) → Elongase → (20:3) → Delta-5-desaturase → Arachidonsäure (20:4)

Omega-3 Familie

Alpha-Linolensäure (18:3 / ALA) → Delta-6-desaturase (18:4) → Elongase → (20:4) →  Delta-5-desaturase → Eicosapentaensäure (20:5 / EPA) → Elongase → Docosahexansäure (22:6 / DHA)
 

Name

Gruppe

Vitamin A, E, D, K

fettlösliche Vitamine

Menschen mit Problemen an Organen, die an der Fettverdauung beteiligt sind (v. a. Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüsen, Dünndarm)  können fettlösliche Vitamine schlechter absorbieren und leiden daher oft an Mangelerscheinungen. Cholesterinsenkende Mittel erhöhen diesen Effekt noch.

Name

Gruppe

Vitamin E, C, beta-Carotin, L-Cystein, Coenzym Q10, Selen, Zink, Mangan, reduziertes Gutathion, Alpha-Liponsäure, sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe

Antioxidantien

 

Fettsäuren sind umso empfindlicher gegenüber freien Radikalen und damit vor der Oxidation (Lipidperoxidation), je mehr Doppelbindungen ihre Kette enthält. Solche chemischen Reaktionen lassen sich relativ leicht beobachten, wenn man z.B. die Margarine ohne Schutz dem Luftsauerstoff aussetzt – sie wird ranzig und riecht bzw. schmeckt unangenehm. Geschieht der gleiche Vorgang in den Zellmembranen, verändert sich auch hier die Struktur. Als negative Folge verlieren  „ranzige“ Membranen ihre Reaktionsfähigkeit und sind vor allem nicht mehr dazu in der Lage den Stoffaustausch von Nährstoffen in die Zelle und entlastungspflichtiger Substanzen zu  gewährleistet. Krankheiten, vorzeitige Alterungserscheinungen oder sogar die Zerstörung der Zellen sind die Folgen. Den effektivsten Schutz gegen den Zerfall der Zellmembran bietet Vitamin E, da es direkter Bestandteil der Membranen ist.

Name

Gruppe

Riboflavin (B2), Niacin (B3), Pantothensäure (B5), Biotin (B7), Vitamin B12), Folsäure

B-Vitamine

 

 

 

 

Als Gruppe sind B-Vitamine wichtige Co-Enzyme. Sie verbinden sich mit  fettabbauenden Enzymen, damit diese als Energiequelle genutzt werden können.

Zusätzliche Eigenschaften:

  • Niacin (Vitamin B3) erhöht das HDL-Cholesterin und senkt das Gesamt- LDL-Cholesterin.
     

  • Vitamin B6, Vitamin B 12 und Folsäure sind für den Aufbau und Erhalt der fetthaltigen Substanz Myelin wichtig, die die empfindlichen Hirn- und Ner-venzellen schützt.
     

  • Pantothensäure trägt zur Bildung von Cholesterin, Gallensäure und dem Steroidhormon Cortisol bei, das die Energiegewinnung aus Fettsäuren fördert. Zusammen mit Cystein fördert es den Einbau der Fettsäuren in die Zellmembranen und der Myelinschicht.
     

  • Biotinhaltige Enzyme sind wichtig um die Linol- und Linolensäure in höher ungesättigte Fettsäuren umzuwandeln.

Name

Gruppe

Ascorbinsäure

Vitamin C

Vitamin C ist beteiligt am Abbau von Cholesterin zu Gallensäure sowie am Aufbau von körpereigenem Cortisons aus Cholesterin (senkt damit erhöhte Cholesterinwerte). Als Antioxidans ist es für Schutz der Fettsäuren wichtig, da es in den Zellmembranen oxidiertes Vitamin E regeneriert.

Name

Gruppe

Zink, Magnesium

Mineralien

Vitamin B6 und Biotin

B-Vitamine

Zink, Magnesium, Vitamin B6 und Biotin fördern die Umwandlung der Linolsäure in die Gamma-Linolensäure aus der durch Umwandlungsschritte das Gewebshormon Prostaglandin E1 synthetisiert wird. Prostaglandin E1 ist ein direkter Gegenspieler der Prostaglandine E2, die als entzündungsfördernd gelten. Vor allem das lebenswichtige Spurenelement Zink hat einen ausgezeichneten Ruf, wenn es darum geht, Entzündungsprozesse schneller abzuheilen. Am bekanntesten ist die Wirkung bei Neurodermitis, Wundheilungsstörungen, Verbrennungen und anderen Hautproblemen.

Wichtig ist aber auch, die Beteiligung von Zink am Aufbau und Stoffwechsel von Insulin, Geschlechts-, Schilddrüsen- und Wachstumshormonen, die alle eine bedeutende Rolle im Fettstoffwechsel spielen

Name

Gruppe

Mangan

Spurenelement

Mangan ist wie Zink Bestandteil vieler Enzyme und trägt zur Synthese Fetten und dem Hormon Insulin bei. Ein Mangel führt zu einer Reduktion des HDL-Cholesterins und fördert die Entstehung einer  Fettleber, da überschüssiges Fett nur ungenügend in viele Stoffwechselprozesse eingebunden werden kann. Nach „Burgersteins Handbuch für Nährstoffe“ ist bei Patienten mit Diabetes mellitus der Manganspiegel um 50% niedriger als bei Gesunden.

Name

Gruppe

Calzium

Mineral

 


Calzium
bindet in geringem Umfang Fett und Cholesterin im Darm und hemmt dadurch die Fettresorption. Es wirkt dadurch eventuell cholesterinsenkend und gewichtsreduzierend.

Bei gestörter Fettverdauung und Darmentzündungen verbinden sich hohe Mengen Calzium (auch Magnesium, Zink und Kupfer) und Fett. Dies führt zu Fettstühlen und zu erhöhten Oxalsäurewerten (Folge Nierensteine), da Calzium normalerweise Oxalsäure bindet über den Harn wieder ausscheidet.

Name

Gruppe

Kupfer

Mineral

Bei einem Mangel verschlechtern sich Cholesterin- Triglyzerid- und Blutzuckerwerte (verminderte Glukosetoleranz).

Name

Gruppe

Vanadium

Spurenelement

Vanadium unterstützt die Fett- und Cholesterinverwertung und hat eine senkende Wirkung auf stark erhöhte LDL- und Triglyzeridwerte.

Im Zuckerstoffwechsel kann Vanadium die Insulinwirkung verstärken oder zum Teil sogar insulinähnliche Effekte stimulieren.

Name

Gruppe

Lezithin

fettähnliche Substanz

Lecithin enthält die, für den Fettstoffwechsel wichtigen vitaminähnlichen Substanzen Cholin und Inositol.

Vor allem Cholin ist wichtig für die Fettverwertung. Es unterstützt viele Enzyme der Leber und gewährleistet damit, dass Fettsäuren sich in der Leber nicht anhäufen (Fettleber) und hilft ihr sich vor Giftstoffen zu befreien.  

Die bessere Verwertung von Fettsäuren durch Lezithin, zeigt sich auch dadurch, dass es in der Lage ist schlechte Cholesterinwerte zu verbessern. Cholin ist außerdem nötig um für die Nervenumhüllungen (Markschneide) Myelin herzustellen und als Bestandteil der Zellmembran fördert es die Durchlässigkeit der Zellen für Nährstoffe.

Name

Gruppe

Taurin, Glycin

Aminosäuren

Als Bestandteil der Gallensäure spielt Taurin und Glycin eine wichtige Rolle bei der Resorption von Fettsäuren und fettlöslicher Vitamine.

Faktoren die die Fettverbrennung ankurbeln

Name

Gruppe

Carnitin, Creatin

Aminosäuren

Langkettige Fettsäuren, benötigen Carnitin als Trägersubstanz, damit sie die Hülle der Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen, durchdringen können. In den Mitochondrien wird durch Betaoxidation aus Kohlenhydraten, Fettsäuren und Sauerstoff Adenosintriphosphat (ATP) gebildet, das die Muskeln mit Energie versorgt. Carnitin ist deshalb eine Schlüsselsubstanz für die Energieproduktion, für die Fettverbrennung und damit auch für den Fettabbau. Das gleiche gilt für Creatin, das ebenfalls für die ATP-Produktion nötig ist und die Wiederaufnahme von ATP ins Muskelgewebe beschleunigt und damit Schnellkraft aber auch Ausdauerleistung erhöht.

Name

Gruppe

Magnesium

Mineral

Magnesium ist ein unverzichtbarer Co-Faktor der Zellenergie (ATP) und der Sauerstoffaufnahme von den Zellen. Das heißt, desto mangelhafter der Stoffwechsel mit Magnesium versorgt ist, desto ungenügender ist die Energiebereitschaft der Zellen und damit die Fettverbrennung.

Name

Gruppe

Sauerstoff

Energieproduktion

Stress, Bewegungsmangel, Fehlhaltung, Rauchen, ungenügendes Ein- oder Ausatmen, Umweltverschmutzung oder vorwiegender Aufenthalt in geschlossen Räumen kann zu einem bedrohlichen Sauerstoffmangel führen. Folge sind körperliche und geistige Leistungsminderungen. Es ist vergleichbar mit einer Kerze – stülpt man ein Glas über die Kerze, wird der Sauerstoff entzogen und sie erlischt.

Bei welchem Training man am meisten abnimmt, ist vor allem eine Frage der Kondition

Die Ansicht, dass im optimalen Fettverbrennungsbereich auch das meiste Fett abgebaut wird, ist weit verbreitet, kann aber auch falsch sein. Dies mag zwar auf den ersten Blick etwas verwirren, ist aber bei näherer Betrachtung logisch zu erklären.

Es stimmt zwar, dass bei einem gemäßigten Training (aerober Bereich) anteilsmäßig mehr Fett verbrannt wird als bei einem Training mit hoher Belastung (anaerober Bereich). Man muss aber auch die Gesamtleistung des Trainierenden mitberechnen, da mit zunehmender Belastung auch der Kalorienverbrauch steigt.

Ein Rechenbeispiel um den Zusammenhang zu verdeutlichen:

Aerobes Training mit niedriger Pulsfrequenz (ca. 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz):  Bei einem langsamen Lauf verbraucht man ca. 240 Kalorien in einer halben Stunde. Bei einem Fettverbrennungsanteil von 70 % sind dies 168 Kalorien aus Fett und 72 Kalorien aus Kohlenhydraten.

Anaerobes Training mit einer hohen Pulsfrequenz (75 bis 80 Prozent der maximalen Herzfrequenz):

Bei einem intensiven Laufen verbrennt der Stoffwechsel ca. 480 Kalorien in einer halben Stunde. Der Fettverbrennungsanteil liegt zwar nur bei 40 %, aber dies sind dennoch 192 Kalorien aus Fett und 288 kcal aus Kohlenhydraten. Vergleicht man beide Werte, werden bei einem intensiven Training ca. 15% mehr Kalorien aus Fettmasse verbraucht, als bei einem Training mit niedriger Pulsfrequenz.

Für einen trainierten Sportler ist also ein intensives Training effektiver, wenn es rein um den Fettverbrauch geht.

"Wenn es um Gewichtsreduktion im Sinne einer Reduktion des Körperfettanteils geht, werden bezüglich der Fettverbrennung durch körperliches Training von vielen "Fitness-Gurus", auch von manchen Medizinern und sogar von einigen Sportwissenschaftlern, vor allem aber von Trainern in Fitnessstudios unzweckmäßige Empfehlungen abgegeben."

 

Quelle: "Fettverbrennung" im Sport : Mythos und Wahrheit, Dr. Kurt A. Moosburger, Facharzt für Innere Medizin und Sportarzt, Gesünder LEBEN 05/2005

 

Name

Gruppe

Bewegung

Energieabbau

Bewegung spielt eine zentrale Rolle im Fettstoffwechsel. Wer sich ausreichend bewegt, senkt seinen Cholesterin- und Blutzuckerspiegel, stärkt Kreislauf und Immunsystem, erhöht die Sauerstoffaufnahme im Körper und Gehirn, baut Glücks- und Kreativitätshormone auf (Endorphine , ACTH) und Stresshormone ab.

Beim Übergewicht geht es vor allem darum, inaktives Fett in Energie umzuwandeln und Muskelmasse zuzulegen. Körperliche Anstrengung erhöht die Stoffwechselrate beträchtlich und fördert die Produktion fettabbauender Enzyme. Diese Wirkung hält sogar noch einige Stunden nach dem Training an. Der Körper ändert gewissermaßen seine Einstellung. Statt Fett zu speichern, verbrennt er es lieber.

Der Muskelaufbau hat den Vorteil, dass Muskeln etwa doppelt so viele Energie verbrauchen wie anderes Gewebe (auch wenn sie nicht benützt) und je besser der Trainingszustand wird, umso schneller wird Fett zur Energiegewinnung herangezogen. Dazu ist allerdings ein mehrmonatiges Ausdauertraining nötig.

Gesamtübersicht

nach oben

 

 

Gemeinsam gegen die
fettarme Volksverdummung

 

©  2010 Claus Barta     Anregungen, Tipps, Kritik unter
info@Oel-Wechsel.com