a

 
 


Kontakt: Tel.: 07427/914245 | Fax: 07427/914246 | Mail: info@Oel-Wechsel.com


10 % Fett - 10 % Leistung - 10% Gesundheit

 

Home     Impressum      Kontakt

Stichwortverzeichnis  
Übersicht  
Links  
Literatur  
Aufgaben  
Probleme  
Aufbau  
Fettbegleitstoffe  
Fettverarbeitung  
Fallstricke beim Kauf  
Optimale Ölherstellung  
Heilkraft  
Beschreibung von Ölen  
Kokosfett  
Ätherische Öle  
Ernährung der Vorfahren  
Fastfood, Zusatzstoffe  
Logimethode  
Stoffwechseltyp  
Fleisch, Fisch  
Einfluss der Hormone  

Ölpressung ohne
Sauerstoff,
Licht und
Hitze

Broschüre zu dieser
Internetseite

68 Seiten, 5,00 € >>>

Inhaltsverzeichnis >>>

Bestellen >>>

 

 

Die LOGI Pyramide – nur ein Modetrend?
Der Unterschied zwischen dem glykämischen Index (GI) und der glykämischen Last (GL)?
Wie sieht eine kohlenhydratarme (Low-Carb) Ernährung nach dem LOGI-Prinzip aus?
Eine dauerhafte Ernährung mit viel Eiweiß?

Beachtet die LOGI-Ernährung den individuellen Stoffwechsel?

Die LOGI Pyramide – nur ein Modetrend?

LOGI steht für Low Glycemic Index (niedriger glykämischer Index) was schon andeutet, in welche Richtung diese Ernährungsform Empfehlungen ausspricht. Im deutschsprachigen Raum wurde diese Methode durch den Ernährungswissenschaftler Nicolai Worm und seiner Bücher „Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller!“ und „Glücklich und Schlank.“ bekannt gemacht.

Der Titel „Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller!“ deutet es schon an: Aufbauend auf der Ernährung unserer Vorfahren versucht er uns eine Ernährungsform näher zubringen die nichts mit etablierten Ernährungsdogmen zu tun hat.

Hier drei seiner Kernaussagen:

  • Unsere Kost war seit jeher eine Mischkost aus Fleisch, Fisch und pflanzlicher Ernährung, die sich nur in geringem Maße blutzuckersteigernd auswirkt. Getreide spielte, im Verhältnis zur Zeitspanne der Evolution des Menschen praktisch keine Rolle. Wenn es vegetarisch lebende Völker gab, waren sie absolut in der Minderheit.
     

  • Durch hochwertiges tierisches Eiweiß und reichlich Fette aus Fisch, Schwarten, Knochenmark und Gehirn wurde die Intelligenz des Menschen vorangetrieben.
     

  • Das Syndrom X, welches auch als Metabolisches Syndrom oder auch Reaven-Syndrom (nach Gerry Reaven) genannt wird, ist eine der zentralen Gesundheitsgefahren unserer Zeit. Durch Bewegungsarmut, schlechte Fette und vor allem durch große Mengen an Kohlehydraten kommt es zu einem Komplex aus mehreren zusammenhängenden Krankheiten und Stoffwechselstörungen. Das sind im einzelnen: Übergewicht, enorme Steigerung der Triglyceride im Blut, hohe ungünstige Cholesterinwerte, hoher Blutdruck, Herz- und Gefäßerkrankungen und zunehmender Insulinresistenz mit der großen Gefahr an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Welche Bedeutung hat der glykämische Index (GI) bzw. die glykämische Last (GL)?

Der glykämische Index beschreibt die blutzuckersteigernde Wirkung verschiedener Nahrungsmittel. Unterschiedliche Arten von Kohlehydraten lösen auch unterschiedliche Insulinantworten aus. Komplexe führen im Durchschnitt weniger zu einer Belastung als die einfachen Kohlenhydrate. Je höher der Wert ist, umso stärker wird der Blutzuckerspiegel durch dieses Nahrungsmittel erhöht und umso weniger ist es zum häufigen Verzehr geeignet.

Der GI hat aber einen entscheidenden Nachteil: Der Blutzuckeranstieg wird dann gemessen, wenn man mit einem bestimmten Nahrungsmittel insgesamt 50 g Kohlenhydrate aufgenommen hat. Dies kann zu falschen Empfehlungen führen, da nicht die tatsächliche Kohlenhydratmenge eines Nahrungsmittels beachtet wird.

 

Ein gutes Beispiel sind rohe Möhren im Vergleich zu einem Baguettebrot. Beide haben ungefähr denselben GI von 70. Isst man allerdings von beiden Lebensmitteln 100g, hat man mit dem Baguettebrot 10mal mehr Kohlenhydrate aufgenommen und damit auch eine wesentlich höhere blutzuckersteigernde Wirkung. Besser sind Tabellen, die dies berücksichtigen und eine Bewertung unter Berücksichtigung des Kohlenhydratgehalts als glykämische Last (GL) angeben.

 

Es gibt noch mehr solcher Fallstricke, die es schwer machen, allgemeingültige Empfehlungen auszusprechen. Die glykämische Last ist nicht nur von der Art der Kohlenhydrate abhängig. Auch die Methode der Zubereitung (z.B. gekocht oder roh),  der personenabhängige Stoffwechsel, der Ballaststoffgehalt und die Kombination der Nahrungsmittel sind für die Blutzuckerwirksamkeit einer Mahlzeit bedeutsam.

 

In der Praxis hat sich eine Beachtung aber dennoch bewährt. Auf den Internetseiten des Hausärzteverbandes (mit 23 000 Mitgliedern der größte Berufsverband der deutschen Vertragsärzte) ist das Resultat einer Studie abgelegt, die kohlenhydratarme Diäten auf ihre Wirksamkeit überprüften.

 

Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:

 

Die Probanden, die die Zufuhr von Kohlenhydraten senkten und den Fettanteil erhöhten, hatten nach sechs Monaten einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 5,7 kg. Die Gruppe, die mit einer fettarmen Diät ihr Gewicht reduzieren musste, senkte ihr Körpergewicht um lediglich 1,8 kg. Zudem gab es in der Gruppe mit hohem Fettanteil 14% weniger Diätabbrüche, die Triglyceridwerte und der Nüchternglukosewert bei zuckerkranken Personen wurden stärker gesenkt und der Anteil des (guten) HDL-Cholesterins konnte um 20 Prozent erhöht werden (bei unverändertem LDL-Cholesterin).

 

Ein Team der Universität von Minnesota untersuchte ebenfalls die Auswirkung einer fettarmen Ernährungsweise. Mark A. Pereira und seine Kollegen entwickelten eine Diät mit 30 Prozent Fettanteil und eine Diätform, in der nur 18 Prozent Fettanteil erlaubt war. Bei beiden wurde die Kalorienaufnahme pro Tag auf 1.500 Kalorien reduziert. Die Gruppe mit höherem Fettanteil orientierte sich stärker am glykämischen Index.

 

Auch hier zeigten sich deutliche Pluspunkte für Probanden, die auf eine fettreichere Diät gesetzt wurden. In der fettreduzierten Gruppe fielen vier Personen aus, in der Fettgruppe nur einer. Das lag vor allem daran, dass die Diät einfacher durchzuhalten war. Die Teilnehmer fühlten sich länger satt, waren seltener von Schwächeanfällen betroffen und hatten insgesamt eine bessere Laune und Motivation. Als gesundheitlicher Aspekt waren die Triglyceridwerte, Entzündungswerte, Insulinresistenz und der Blutdruck besser und was erstaunlich war, auch der Grundumsatz konnte durch die fettreiche Diät gesteigert werden. Er lag um 80 Kalorien pro Tag höher als in der fettarmen Gruppe. Mehr Fett und weniger Kohlenhydrate fördert also das Abnehmen ohne den berüchtigten Jojo-Effekt.

 

„In einer amerikanischen Studie wurde die unterschiedliche Fettaufnahme beim Genuß von Sahne-Milchshakes ausgewertet. Das Ergebnis war eindeutig. Die Fettaufnahme in den Körper war bei gezuckerten Shakes um bis zu 60 Prozent höher als bei ungezuckerten Shakes. Genau denselben Effekt hat man übrigens auch bei der Kombination von Fett mit sogenannten "schnellen" Kohlenhydraten, etwa bei Schweinebraten mit Knödeln“.

 

Quelle: Hessischer Rundfunk Online, „Fit statt fett: So purzeln die Pfunde“, 02.10.2003


Wie sieht eine kohlenhydratarme (Low-Carb) Ernährung nach dem LOGI-Prinzip
aus?

 

1. Stufe (Basis):

Obst, stärkefreies Gemüse zubereitet mit viel gesundem Öl

 

2. Stufe:

Milchprodukte, Geflügel, Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse, Hülsenfrüchte

 

3. Stufe:

Vollkornprodukte, Nudeln, Reis

 

4. Stufe (der geringste Anteil):

Süßigkeiten, Weißmehl, Backwaren, Kartoffeln

 

Die LOGI-Pyramide als Bild

 

Im Gegensatz zur alten Ernährungspyramide heißt es also nicht mehr: „Esst viel Kartoffeln, Brot, Nudeln oder Reis als Hauptnahrungsmittel, sondern verzehrt mehr Obst, Gemüse, Salate und Öle gefolgt von Nahrungsmitteln mit viel Eiweiß. Hauptargument für den höheren Fett- und Eiweißanteil ist der erhöhte Verzehranteil an tierischen Produkten in klimatisch kalten Gebieten. Das war z.B. in der Eiszeit, die vor ca. 70 000 Jahren begann und vor 10 000 Jahren endete. Weder Körner, Gemüse, Obst, Wildpflanzen noch Nüsse standen in ausreichender Menge zur Verfügung. Zwangsläufig wurden größere Mengen an Fleisch und fettreicher Fisch verzehrt und werden auch heute noch „artgerecht“ verstoffwechselt. Der Haupteffekt den diese Ernährung bringt, ist es mit einer möglichst niedrigen Glukosebelastung Stoffwechselerkrankungen wie erhöhte Cholesterin- und Triglyceridwerte, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs vorzubeugen. Auch Übergewicht kann dadurch schneller und gesünder reduziert werden, da nicht Fett Übergewicht verursacht, sondern erst die Kombination von Fett und leicht verfügbarer Kohlenhydrate.

 

Menschen, die Fett mieden und dafür viel Kartoffeln und Brot aßen, litten häufiger unter Herzkrankheiten. Denn Kohlenhydrate erhöhen die Blutfette und senken das „gute“ HDL-Cholesterin – und zwar mehr als gesättigte Fette. Damit fand Willett den ersten Anhaltspunkt dafür, dass nicht die Fettmenge, sondern die Fettsorte für die Herzgesundheit eine Rolle spielt. Mehr noch, er rehabilitierte Fett und seine Rolle für Herzkrankheiten, Diabetes und Übergewicht.

 

Quelle: Kathrin Burger, „Kampf der Mehlspeise“ ,

DIE ZEIT 01.04.2004 Nr.15

 

Walter C. Willett und seine Kollegen, von der Harvard Medical School in Boston, hatten seit 1975 in den drei größten epidemiologischen Studien die Ernährungsgewohnheiten von 300.000 Amerikanern untersucht.

 

Eine dauerhafte Ernährung mit viel Eiweiß?

 

Eine Diät nach dem LOGI-Prinzip hat nichts mit der Atkins-Diät zu tun.

 

Dort werden vor allem tierische Produkte und Fett verzehrt und dafür Obst, Gemüse und Getreide gemieden. Aber auch bei der LOGI-Pyramide sollen viele proteinreiche tierische Lebensmittel verzehrt werden. Die Argumente klingen zwar einleuchtend, aber letztendlich muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, ob Fleisch, Fisch und tierische Produkte überhaupt als Alternative in Frage kommen. Dies können ethische Gründe sein aber auch gesundheitliche, denn auch Fleisch und tierisches Eiweiß können im Übermaß genossen Nachteile haben.

 

Die Begriffe Eiweiß-Speicherkrankheiten und Eiweißfasten oder Eiweißabbau-Diät prägte der Facharzt für innere Medizin Lothar Wendt (1907-1989). Wendt sah das Hauptproblem von vielen Zivilisationskrankheiten in der dauerhaften Aufnahme von zuviel denaturiertem und tierischem Eiweiß. Als Auslöser von Allergien stehen wiederum Milchprodukte im Verdacht.


Auch sind tierische Produkte aus der Massentierhaltung gigantische Kalorienvernichter. 40% der weltweiten Getreideernte wird für die Massentierhaltung der Industrieländer verfüttert. Über die Hälfte davon wird aus den Entwicklungsländern importiert. Besteht das Viehfutter aus Getreide, so werden beispielsweise für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch bis zu neun Kilo Getreide benötigt. Millionenfaches Leid der Tiere, klimaschädliche Methangase aus der Rinderhaltung (wichtiger Faktor für Treibhauseffekt) und die Belastung von Gülle für die Böden und das Grundwasser sind weitere Argumente, die gegen eine Ausweitung der konventionellen Tierhaltung stehen.


Es ist deshalb äußerst schwer, hier allgemeingültige Empfehlungen auszusprechen. Auf alle Fälle lohnt es sich bei den Kohlenhydraten auf die blutzuckersteigernde Wirkung zu achten. Ganz grob kann gesagt werden, dass weißer Reis, verarbeitete Kartoffeln, Weißbrot, Cornflakes, Baguette, Zucker, Cola, Limonaden und Weißbrot eine relativ hohe Glykämische Last haben. Eine mittlere GL haben z.B. Vollkornprodukte, Brauner Reis, Salzkartoffeln, ungesüßtes Vollkornmüsli. Eine niedrige GL haben fast alle Obst- und Gemüsesorten, Nüsse, Milch (Ausnahme gezuckerte Milchprodukte), Kräuter, Wildpflanzen, Süßwasser- und Meeresalgen. Überhaupt keine Auswirkung auf Blutzuckerspiegel haben Fleisch, Fisch, Speiseöle und Wasser.

 

Aber es spielt noch ein anderer Faktor eine Rolle, warum Ratschläge im Bereich der Ernährung äußerst problematisch sind

 

Es besteht kein Zweifel, dass die LOGI-Methode viele richtige Ansätze enthält und durch die relativ einfachen Richtlinien ist sie auch ohne Mühe umsetzbar. Auch der oft schnelle Erfolg bei Übergewicht und Stoffwechselkrankheiten gibt den Begründern und Anhängern recht. Es bleibt nur eine offene Frage: Sind wir von der Genetik her alle in Fell eingewickelte Steinzeitmenschen oder könnten auch andere Faktoren bei der optimalen Ernährung eine Rolle spielen? Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich klar machen, dass es keine Lebewesen mit identischen Eigenschaften auf der Erde gibt.

So wird auch der Stoffwechsel jedes Menschen nicht durch Ernährungsprogramme bestimmt, sondern durch die individuellen Eigenheiten.

 

Wie groß der jeweilige Anteil an eiweißreichen, kohlenhydratreichen, fettreichen Nahrungsmitteln und Vitalstoffen sein sollte, kann deshalb von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Vor allem führen einseitige Ernährungsempfehlungen dazu, dass der Stoffwechsel noch mehr ins Ungleichgewicht gebracht wird. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt dadurch stark ab und der Vitalstoff-, Mineral- und Vitaminhaushalt wird empfindlich gestört. Nicht selten führt dies zu Krankheiten oder was mindestens genauso schlimm ist, zu Depressionen und massiven Essstörungen.

Gesamtübersicht

nach oben

 

 

Gemeinsam gegen die
fettarme Volksverdummung

 

©  2010 Claus Barta     Anregungen, Tipps, Kritik unter info@Oel-Wechsel.com