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So beeinflussen Hormone den
Energie- und Fettstoffwechsel
Im ersten Teil dieses Ratgebers geht es ausschließlich darum,
aufzuzeigen wie sehr Übergewicht und ein effektiver Stoffwechsel
abhängig sind von rein körperlichen Faktoren.
Das sind im Einzelnen:
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Wie Hormone unser Essverhalten
und den Stoffwechsel beeinflussen
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Welche
Einflussfaktoren auf die Verdauung einwirken
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Wie
Vitalstoffe auf den Energie- und Fettstoffwechsel wirken
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Welche
Faktoren die Fettverbrennung ankurbeln
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Name |
Gruppe |
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Insulin, Glukagon (Glucagon) |
Hormone der Bauchspeicheldrüse |
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Chrom |
metallisches Spurenelement |
Insulin ist das wichtigste Hormon für die
Zuckerverwertung. Es befördert aber nicht nur Glukose für den
Aufbau von Energie in die Zellen, sondern hat auch einen wesentlichen
Anteil an der Fettanlagerung. Dauerhaft hohe Insulinwerte hemmen
den Fettabbau und „verschließen“ die Fettzellen.
Glukagon ist der wichtigste Gegenspieler des Insulins und
setzt zur Energiegewinnung Fett aus den Fettzellen und
Speicherzucker aus der Leber frei. Wenn wenig einfache
Kohlenhydrate gegessen werden, fördert Glukagon den
Gewichtsabbau. Weitere gegenregulierende Hormone sind Adrenalin,
Kortisol und Wachstumshormone.
Chrom
verbessert wie Zink (siehe unter Zink) die Insulinwirkung und
nimmt so nicht nur direkten Einfluss auf die Zuckerverwertung,
sondern auch auf den Fettstoffwechsel. Viele Herzkranke und
Diabetiker haben einen erniedrigten Chromspiegel, der mit Zucker-
und Fettstoffwechselstörungen, erhöhten Triglycerid- und
Cholesterinwerten sowie der Zunahme des Körperfettes einhergeht.
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Name |
Gruppe |
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Tyroxin (T4) und
Trijodthyronin (T3) |
Schilddrüsenhormone |
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Jod, Selen |
Spurenelemente
Jod: Halogengruppe (Salzbildner)
Selen: Halbmetall |
Schilddrüsenhormone erhöhen den Sauerstoffverbrauch, den
Grundumsatz und die Wärmeentwicklung. Gesteuert wird die
Produktion der Schilddrüsenhormone von dem Neuropeptid TRF (Thyreotropin
Releasing Factor) einem Hormon aus dem Hypothalamus. Während man
bei einer Überfunktion (gesteigerte Ausschüttung von
Triiodthyronin und Tyroxin) hohe Nahrungsmengen zu sich nehmen
kann ohne zuzunehmen, ist bei einer Schilddrüsenunterfunktion die
Synthese unzureichend und damit viele Stoffwechselvorgänge
verlangsamt. Folge ist eine Gewichtszunahme selbst bei normalem
Essverhalten und meist sind auch Blutfett- und Cholesterinwerte
erhöht, die Verdauung verlangsamt und es besteht eine Neigung zu
Verstopfung.
Wesentlicher
Baustein für die Produktion der Schilddrüsenhormone Tyroxin (T4)
und Trijodthyronin (T3) ist das essentielle Spurenelement
Jod.
Auch Selen
ist unerlässlich für den Aufbau der Schilddrüsenhormone. Das
zeigt sich schon daran, dass die
Schilddrüse neben Jod auch den höchsten Anteil an Selen aller
Organe aufweist.
Bei Entzündungen der Schilddrüse, wie die
Hashimoto-Thyreoiditis stellten Forscher zudem fest, dass sich
die Entzündungsaktivität mit diesem Spurenelement positiv
beeinflussen lässt.
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Name |
Gruppe |
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Östrogen, Testosteron |
Sexualhormone
Hauptproduktionsort von
Östrogen sind die Eierstöcke und von Testosteron die Hoden |
Das weibliche
Sexualhormon Östrogen spielt beim Fetteinbau eine wichtige Rolle
und ein Teil der Produktion findet sogar im Fettgewebe statt.
Ungünstige Östrogenwerte erhöhen den Cholesterinspiegel,
verstärken die Fett- und
Wassereinlagerung im Gewebe und
fördern die Lockerheit des Bindegewebes.
Ähnliche Mechanismen gelten auch für
den Mann. Ist der Testosteron-Spiegel niedrig, speichert der
Körper zusätzliche Fettreserven und die Muskelmasse geht zurück.
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Name |
Gruppe |
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STH |
Wachstumshormon
Ein aus
Aminosäuren gebildetes Peptidhormon der Hirnanhangsdrüse |
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GABA
(Gammaaminobuttersäure), Arginin (L-Arginin),
Taurin, Histidin, Glutamin |
Aminosäuren |
Wachstumshormone sind vor allem nachts aktiv und werden in
der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildet. Sie lösen während wir
schlafen, Fett aus den Körperzellen um andere Körperzellen mit
Energie zu versorgen und um Gewebe, Zellen und Muskeln zu
erneuern.
Als Impulsgeber für
die Bildung und Freisetzung von Wachstumshormonen spielen die
Aminosäuren GABA, Arginin, Taurin, Histidin und Glutamin eine
wichtige Rolle, weshalb ein Mangel eine Gewichtsreduzierung
oftmals erschwert.
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Name |
Gruppe |
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ACT
(ACTH) |
Adrenocorticotropes Stresshormon der Hirnanhangdrüse |
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Cortisol |
Stresshormon (Glukocortikoid)
der Nebenierenrinde |
Während die Ausschüttung von Melatonin das Schlafen fördert, ist
ACT ein „Weckhormon“ der Hypophyse, das in den Morgenstunden sein
Maximum hat. Bei genügender Konzentration sorgt es dafür, dass
der Körper sehr schnell die Energieproduktion anheizt.
Dazu wird ACT u.a.
durch den Blutkreislauf zu den Nebennieren transportiert. Diese
werden durch dieses Stresshormon dazu angeregt, vermehrt
Cortisol und andere Glukokortikoide freizusetzen um durch
Enzyme den Zucker- und Fettstoffwechsel zu beschleunigen.
Umgekehrt hemmt ein hoher Cortisolspiegel die Ausschüttung und
ACT.
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Name |
Gruppe |
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Adrenalin
(Epinephrin),
Noradrenalin |
Stresshormone des
Nebennierenmarks |
Die
hauptsächliche Aufgabe dieser Stresshormone ist es, möglichst
schnell Energiereserven zu mobilisieren. Ursprünglich wurden sie
benötigt, um in sekundenschnelle alle Kräfte des Körpers für
Alarm- Kampf- oder Flucht-Situationen zu aktivieren.
Den
Energiestoffwechsel fördern sie, indem sie den Stoffwechsel zur
Freisetzung von Glucose und Fettsäuren anregen.
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Name |
Gruppe |
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Leptin |
Proteohormon
(Eiweißcharakter) das von Fettzellen abgesondert wird |
Leptin ist ein,
in Fettzellen produziertes Hormon. Über die Blutbahnen gelangt es
ins Gehirn und regt im Hypothalamus weitere Hormone an, die an
der Steuerung von Hunger- und Sättigungsgefühl beteiligt sind. Es
werden aber auch Enzyme stimuliert, die den Stoffwechsel anregen
vermehrt Fett zu verbrennen. Leider bewirkt man durch zusätzliche
Gaben von Leptin keine oder nur selten eine Gewichtsreduzierung
bei Übergewichtigen. Fettleibige haben sogar hohe Leptinkonzentrationen im Blut. Man nimmt deshalb an, dass ähnlich
wie bei der Insulinsresistenz, der
hypothalamische Leptinrezeptor bei länger anhaltendem Übergewicht
nur noch unzureichend auf dieses Hormon anspricht.
Hormon Leptin führt bei Fettleibigen
zu Bluthochdruck
Das von Fettzellen produzierte Leptin
treibt den Blutdruck bei Übergewichtigen in die Höhe. Wie
amerikanische Forscher auf der Konferenz der "Amercan Heart
Association" berichteten, aktiviert das Hormon Nervenzellen, die
den Blutdruck regulieren. Rund 70 Prozent der Menschen mit
Bluthochdruck sind fettleibig.
Heike Heinrichs, wissenschaft.de,
26.09.2001
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Name |
Gruppe |
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Adiponektin |
Peptidhormon der Fettzelle
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Ähnlich wie Leptin
löst Adiponektin Hunger aus, wenn die Fettzellen geleert werden.
Sind sie prall gefüllt wird die Produktion gedrosselt. Dieses
Hormon hat aber noch eine weitere Aufgabe - es verstärkt die
Wirkung des Insulins, so dass der Zucker im Blut besser von den
Zellen aufgenommen werden kann. Der niedrige Adiponektin ist
einer der Gründe, warum Übergewichtige sehr oft eine schlechtere
Insulininsensitivität (Folge Diabetes) haben als
Normalgewichtige.
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Name |
Gruppe |
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( ) Ort wo es abgesondert
wird
Ghrelin
(Magen)
PYY (3-36)
(Darm)
Serotonin, Enkephaline Endorphin
(Magen-Darmtrakt)
Motilin (Magen-Darmtrakt)
Adiponektin
(Fettzelle)
Gastrin
(Magenschleimhaut, Bauchspeicheldrüse)
Sekretin
(Dünndarmschleimhaut)
Vasoaktives intestinales
Peptid (VIP, Darmwand)
Gastrisches
inhibitorisches Peptid (GIP, Darmwand
)
Somatostatin
(Dünndarm, Magen und Bauchspeicheldrüse)
CCK
(Cholezystokinin, Magen-Darm-Bereich)
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Hormone des Verdauungskanals |
In der Magen- und
Darmwand ist ein dichtes Geflecht an Nervenzellen eingebaut, das
ständig den Nährstoffbedarf analysiert.
Dies beschränkt sich weitem nicht auf die Prüfung „Magen voll“
oder „Magen leer“. Die Nervenzellen stehen mit dem ganzen
Stoffwechsel in Verbindung und sind genau informiert, ob es z.B.
an Fetten, Kohlenhydraten, Eiweiß, Wasser, Salzen, Mineralien,
Spurenelementen, Vitaminen oder Enzymen mangelt.
Durch Nervenbotenstoffe wird anderen Botenstoffen (vor allem
Drüsen und Nervenübermittelern des Gehirns) signalisiert,
Hungergefühle auszulösen um die fehlenden Stoffe durch Nahrung zu
ersetzen.
Heißhunger durch Vitalstoffmangel?
Laut der
Zeitschrift GEO hat der Verdauungstrakt mit über 100 Millionen
Nervenzellen mehr Signalübermittler als das Nervengewebe im
Rückenmark. „Dieses zweite Gehirn, so haben Neurowissenschaftler
herausgefunden, ist quasi ein Abbild des Kopfhirns - Zelltypen,
Wirkstoffe und Rezeptoren sind exakt gleich.“ (Quelle: Hania
Luczak, GEO Magazin „Wie der Bauch den Kopf bestimmt“, 11/00).
Es ist also
durchaus nicht abwegig, dass der Körper einen Mangel an
Vitalstoffen beheben möchte, indem er uns Signale sendet um
Defizite auszugleichen. Ernährungs-Eskapaden in der
Schwangerschaft, wo besonders viele Vitalstoffe verbraucht
werden, ist ein Indiz das für diese These spricht.
Weitere Einflussfaktoren auf die
Verdauung
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Name |
Gruppe |
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Leber |
Stoffwechselorgan |
Neben dem Gehirn
als geistige und steuernde Zentrale ist die Leber unser
vielseitigstes Organ. Sie sind nicht nur für unsere Entgiftung
wichtig, sondern kontrolliert auch rund
um die Uhr unseren Stoffwechsel. Tierische und pflanzliche
Kohlehydrate, Eiweiße und Fette werden in „menschengerechte“
Nährstoffe umgewandelt und gespeichert. Auch die Synthese und
Aktivierung von
vielen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Co-Enzymen
managt die Leber. Für den Fettstoffwechsel
reguliert sie den Fettsäurenabbau und die Bildung bzw. Abbau von
Cholesterin und Gallensäure.
So ist eine gesunde
Leber ein wahres Arbeitspferd und für viele Verdauungsprozesse
von größter Wichtigkeit. Leider ist es aber so, dass die Leber
nicht nur die größte Last im Stoffwechsel trägt, sondern auch bei
der Entgiftung. Alle Stoffe werden in der Leber kontrolliert und
in Gut und Böse getrennt.
Wie
ein Löschblatt wird der „Körpermüll“ aufgesogen und durch Umbau
„entschärft“. Ist sie allerdings durch Alkohol, Schwermetalle,
Fäulnisprodukte, denaturierter Ernährung oder starken
Arzneimittel überbelastet, bricht die „Stoffwechselfabrik“
zusammen. Das gilt übrigens auch für die Fettzellen. Durch angesammelte Schlacken, Säuren und
Schadstoffe wird das Fett in den Problemzonen zunehmend inaktiv
und kann daher nur sehr schwer mobilisiert werden.
Eine, nach
Möglichkeit sanfte und regelmäßige Entgiftung der Leber ist
deshalb eine der Grundvoraussetzungen für den Fettstoffwechsel
und damit auch für die Fettfreisetzung bei Übergewicht.
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Name |
Gruppe |
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Alkohol |
Chemische Verbindung |
Alkohol ist sehr
kalorienreich (1 Halbe Bier ca. 220 kcal, 2 Vierterle Wein ca.
300 kcal) und hat gleichzeitig einen hohen glykämischen Index.
Bier schneidet sogar noch schlechter ab als Limonaden oder Cola.
Reichlicher Alkoholgenuss endet deshalb sehr oft am Kühlschrank
um den Heißhunger zu befriedigen.
Zusätzlich wird bei
Alkoholgenuss die Fettverbrennung gestoppt. Das heißt, wenn wir
Alkohol trinken und gleichzeitig essen, wird das Fett aus dem
Essen nicht zur Energiegewinnung herangezogen, sondern vermehrt
in den Fettzellen gespeichert.
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Name |
Gruppe |
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Esterasen, Lipasen: Phospholipase,
Cholinesterase, Phosphatase, Lecithinase A + B |
Fettverdauende Enzyme, gebildet werden sie in der
Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Dünndarm, Leber, Ohrspeicheldrüse |
Enzyme bestehen in
den meisten Fällen aus zwei Teilen: Aus Eiweißmolekülen (Apo-Enzym)
und den Co-Enzymen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente). Ihre
Aufgabe ist es biochemische Reaktionen zu katalysieren, d.h. sie
zu steuern, zu regeln und zu beschleunigen. In einer Sekunde
finden in unserem Körper 1025 Enzymreaktionen statt.
Als Beispiel: Ein modernen 2,5 GHz-Computer schafft 2,5
Milliarden Rechenoperationen in der Sekunde. Wenn er die Zahlen
von 1025 einzeln addieren würde bräuchte er
unvorstellbare 120 Millionen Jahre. Im Bereich der Ernährung
bedeutet dies, eine Beschleunigung des Stoffwechsels um ein
zigfaches. So würde die Aufspaltung und Verdauung von einem
Stück Fleisch ohne Enzyme ca. 1000 Jahre dauern.
Nur wenn alle
Enzyme vorhanden sind, kann die Nahrung gut verwertet werden und
nur wenn genügend Vitalstoffe zur Verfügung stehen, können Enzyme
aktiviert werden. Fehlt nur ein einziger Vitalstoff als Co-Enzym,
ist die gesamte Enzymreaktion gestört. Es ist so als ob Sie einen
Bogen haben, jedoch der Pfeil fehlt.
Wichtige Co-Enzyme als
Helfer sind die Vitamine B1, B2; B6, B12, Q10 oder die Mineralien
Selen, Zink, Magnesium und Eisen.
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Name |
Gruppe |
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Gemüse:
Chicorée, Rucola, Spinat, Löwenzahn, Blumenkohl, Rosenkohl,
Grünkohl,
Obst:
Grapefruit, Zitronen, Pampelmuse enthalten.
Getreide:
Amaranth, Hirse
Gewürze / Kräuter:
Anis, Kümmel, Kardamom, Fenchel, Wermut, Schafgarbe,
Bibernellenwurzel, Wachholder, Ingwer, Pfeffer, Odermennig,
Sauerampfer, Liebstöckel, Lorbeerblätter, Kerbel, Majoran,
Thymian, Rosmarin, Estragon |
Bitterstoffe
(sekundären Pflanzenstoffe)
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In den meisten
Kulturpflanzen wurden die Bitterstoffe weitgehendst weggezüchtet.
Schuld daran ist der zunehmende Trend, dass jedes industriell
hergestellte Nahrungsmittel Zucker enthält und deshalb auch Obst
und Gemüse geschmacklich süß bevorzugt werden. Die Pflanzen mögen
so zwar angenehmer schmecken, es fallen damit aber wichtige
verdaungsfördernde Bestandteile weg.
Bitterstoffe wie Terpene oder Flavonoide stimulieren über die
Geschmacksknospen des Zungenrandes den Speichelfluss, die
Magensaftproduktion, regen die Darmbewegung an und erleichtern
damit die Verdauung. Zusätzlich regen sie Bauchspeicheldrüse und
Leber an, vermehrt nahrungsspaltende Enzyme und fettlösende
Gallensäure freizusetzen. Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße können
dadurch besser aufgespalten und erschlossen werden, die
Fettverbrennung wird gefördert (statt Fetteinlagerung) und
erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte sinken.
Bei dauerhafter
Einnahme normalisieren Bitterstoffe unser Geschmacksempfinden.
Das heißt, die Gier und der Heißhunger auf zuckerhaltige
Nahrungsmittel lassen nach. Ein weiteres Plus bei Übergewicht:
Bitterstoffe erzeugen ein frühzeitiges
Sättigungsgefühl und sorgen so für eine bessere Kontrolle des
Appetits.
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Name |
Gruppe |
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Ballaststoffe
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Nahrungsfasern aus Kohlenhydraten |
Eingeteilt werden
Ballaststoffe in einen löslichen und einem unlöslichen
Bestandteil.
Unlösliche
Bestandteile, können durch Mikroorganismen im Dickdarm
verstoffwechselt werden. Dadurch entstehen kurzkettige
Fettsäuren, die die Regeneration der Dickdarmschleimhaut und
deren Barrierefunktion vor krankmachenden Keimen erhöhen.
Zusätzlich sinkt der ph-Wert im Dickdarm, wodurch ein ungünstiges
Milieu für Enzyme und Mikroorganismen entsteht, die für den
Aufbau krebserregender Substanzen verantwortlich gemacht werden.
Lösliche
Bestandteile der Ballaststoffe binden cholesterinhaltige
Gallensäure und scheiden diese unverdaut aus. Dadurch kann die
Gallensäure nicht erneut vom Körper verwertet werden. Vorteil:
Zur erneuten Synthese wird Cholesterin als Grundsubstanz der
Gallensäure abgebaut, wodurch ungünstig hohe Cholesterinwerte
gesenkt werden.
Teil 1,
Teil 3
Gesamtübersicht
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