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Broschüre über die
lebenswichtigen und
Funktionen
der Fettsäuren
und welche uns krank
machen

 

 

Fastfood - ein Massenphänomen mit weiteren Tücken
Was hinter den Kulissen geschieht von McDonald geschieht
Der lange Weg vom “Lebens”-mittel zum Kalorienträger

Eine kleine Übersicht über die Schattenseiten in Bezug auf die Gesundheit

Siehe zu diesem Thema auch: Schlechte Fette und einfache Kohlenhydrate – Futter für die Fettzellen

Fastfood - ein Massenphänomen mit weiteren Tücken 

Mit dem Buch „Fast Food Gesellschaft“ (Fast Food Nation), hat der renommierte amerikanische Journalist Eric Schlosser einen Bestseller geschrieben, der nach dem Erscheinen zum erfolgreichsten Sachbuch des Jahres in den USA avancierte. Er bringt es auf eine einfache Formel, warum Fastfood so erfolgreich ist: Auch wenn Menschen keine Zeit, Lust oder Energie haben, Mahlzeiten zuzubereiten, müssen sie essen. Sie gehen deshalb dorthin, wo es schnell geht, billig ist und schmeckt. Zusätzlich sichern die professionelle Vermarktung, Spielflächen, Geschenke für Kinder und das kultige Ambiente eine langfristige Kundenbindung.

"Höllentor der Popkultur

 

McDonald’s ist das wahre Höllentor der Popkultur, die Initialzündung schlechthin. Wobei sich der Erfolg den Jesuiten verdankt. Von denen stammt die Formel: „Schickt sie uns jung, dann gehören sie uns für immer!“ Nur fehlte zur Perfektion dieser Formel noch das Happy-Meal-Konzept: Gebt zu Softdrink und Fastfood noch ein Glaubensbekenntnis in Form eines Plastik-Monsters, dann gehören sie euch für immer und mindestens ewig."

 

Quelle: Süddeutsche Zeitung, „50 Jahre McDonald`s - Schickt sie uns jung, dann gehören sie uns für immer!“, 14.04.2005   

Eric Schlosser beschreibt aber auch, was hinter den Kulissen geschieht:

  • unter welchem Druck Mitarbeiter und Zulieferer stehen
     

  • welche wirtschaftliche Macht Fastfood-Ketten haben
     

  • dass Gewinnmaximierung auch auf Kosten der Nahrungsmittelqualität betrieben wird
     

  • wie sich die Ess-Kultur rund um Imbiss-Zentren verändert
     

  • dass zwar aus Imagegründen mit einem breiten Spektrum kalorienarmer Kost geworben wird, der Kunde aber längst auf die kalorienreichen Varianten „programmiert“ ist
     

  • welche Auswirkungen Fastfood auf die Gesundheit ganzer Nationen hat

Erics Schlossers Fazit: "Der niedrige Preis eines Fastfood-Hamburgers spiegelt nicht seinen wahren Preis. Die Gewinne der Fastfood-Ketten werden auf Kosten der Gesellschaft gemacht."

Der lange Weg vom “Lebens”-mittel zum Kalorienträger

Landwirtschaftlicher Anbau

  • Genmanipuliertes oder hochgezüchtetes Samengut, Verwendung von Herbiziden, Pestiziden, Fungiziden, Klärschlamm.

Viehzucht

  • Qualhaltung, Medikamente, Wachstumsförderer,  Stress, Leiden und Angst durch Transport und Schlachtung

Viehfutter

  • Artfremdes Futter, chemisch-synthetische Zusatzstoffe, gentechnisch verändert, mit Dioxinen belastet, hergestellt aus billigster Rohware, vermengt mit nicht weiter verwertbaren Industrieabfällen.

Industrielle Weiterverarbeitung

  • Gekocht, pulverisiert, zerquetscht, separiert, pasteurisiert, homogenisiert, gepresst, gehärtet, gefiltert, gebacken, extrudiert, raffiniert, modifiziert, bestrahlt.
     

  • Versetzt mit Zucker, Fett, Geschmacksverstärkern, Konservierungsmittel, Mikroorganismen, Schmelzsalze, Stabilisatoren, Antiklumpmittel, Antioxidantien, Süßstoffe, Aromastoffe, Sprühfette, Bindemittel, Emulgatoren, Entschäumungsmittel, Enzyme, Farbstoffe, Feuchthaltemittel, Füllstoffe, Geliermittel, Genusssäuren, Teigführungsmittel, Oberflächenbehandlungsmittel, Teigführungsmittel, Trennmittel und Verdickungsmittel.

Zuhause oder für das schnelle Essen außer Haus

  • „Frisch“ zubereitet, gekocht, mit der Mikrowelle erhitzt, gebacken, gebraten, frittiert, gegrillt, püriert, zerhackt.
     

  • Mit Fertigpulver angemacht, mit Fertiggewürzen “schmackhaft” gemacht, warm gehalten, nochmals aufgekocht.

Die folgenden fünf Punkte geben eine kleine Übersicht über die Schattenseiten in Bezug auf die Gesundheit.

  1. Fast allen Speisen werden künstliche Duft- und Aromastoffe zugesetzt 

Es gibt kein einziges Fastfood-Gericht ohne Zusatzstoffe. Selbst der typische Geschmack von Pommes frites stammt nicht nur von der Kartoffel, sondern wird im Labor der Aromaindustrie chemisch „optimiert“. Geschmacksverstärker, Farbstoffe oder Konservierungsstoffe sorgen dafür, dass Massenware die richtige Farbe bekommt, lange haltbar bleibt und intensive Geschmackserlebnisse vermittelt.

Ein typischer künstlicher Erdbeergeschmack, wie er zum Beispiel in einem Erdbeer-Milchshake von Burger King in den USA verwendet wird, enthält die folgenden Zutaten:

 

"Essigsäureamylester, Amylbutyrat, Amylvalerianat, Allylphenylether, Anysilformiat, Benzylacetat, Benzylisobutyrat, Buttersäure, Cinnamyl-Isobutyrat, Cinnamylvalerianat, ätherisches Kognacöl, Diacetyl, Dipropylketon, Ananasäther, Zimtsäureethylester, Heptansäureethylester, Milchsäureethylester, Ethylmethylphenylglycidat, Ethylnitrat, Ethylpropionat, Valeriansäureethylester, Heliotropin, Hydroxyphenyl-2-butanon (zehnprozentige Lösung in Alkohol), beta-Jonon, Isobutylanthranilat, Isobutylbutyrat, ätherisches Zitrusöl, Maltol, 4-Methylacetophenon, Methylanthranilat, Benzoesäuremethylester, Methylcinnamat, 2-Octinsäuremethylester, Methylnaphthylketon, Gaultherolin, Minzöl, Pomeranzenblütenöl, Nerolin, Nerylisobutyrat, Irisöl, Phenethylalkohol, Rosenöl, Rumether, gamma-Undecalacton, Vanillin und Lösungsmittel."

 

Quelle: Eric Schlosser, „ Fast Food Gesellschaft“, Riemann, 2002

Nach dem Ernährungsexperten und Besteller-Autor Hans-Ulrich Grimm können bedenkliche Zusatzstoffe eine Vielzahl Krankheiten und Verhaltensstörungen auslösen.

Eine kleine Auswahl:

Glutamat (auch in Hefeextrakt häufig enthalten) und Farbstoffe spielen eine Rolle bei Alzheimer, Parkinson, Multipler Sklerose, Hyperaktivität und Aggressivität.

Die Zitronensäure und Aspartam fördern die Aufnahme des Nervengifts Aluminium. Dieses Metall beschleunigt neurotoxische Veränderungen von Gehirnnervenzellen und erhöht die Bildung von Freien Radikalen.

Mit Sulfiten (E 220-228) geschwefelte Nahrungsmittel kurbeln das Wachstum von Mikroben an, die die Darmwand massiv schädigen. Als Folge können viele Reiz- und Zusatzstoffe über die Blutbahnen in den Stoffwechsel eindringen und unangenehme Abwehrreaktionen bzw. entzündliche Reaktionen auslösen.

Viele Zusatzstoffe können aber auch direkt Unverträglichkeitsreaktionen auslösen oder Allergieerkrankungen wie Neurodermitis, Asthma und Heuschnupfen fördern. Ein deutlicher Hinweis darauf ist, dass es in der ehemaligen DDR trotz wesentlich schlechterer Luftqualität nur halb soviel allergische Kinder gab.

„Ich bin davon überzeugt, dass die Ernährung eine große Rolle spielt. Es lässt sich nachweisen, dass sich die Ernährung in den neuen Bundesländern ernorm der Ernährungsweise im Westen angepasst hat. Und man weiß, dass nun in Leipzig genauso viele Allergiker sind wie in Hamburg. Es gibt eine Zahl der "American Food and Drug Administration", die besagt, dass jeder westliche Bürger ein Pfund erlaubter Nahrungsmittelzusatzstoffe pro Jahr verzehrt. Das sind nicht etwa Rückstände durch Herbizide oder Antibiotika oder ähnliches, sondern zum Beispiel Farbstoffe, Konservierungs- und Schönungsmittel.“

 

Bayerischen Rundfunk online, „Das Gesundheitsgespräch“, ein Interview mit Dr. med. Artur Wölfel, leitender Oberarzt am Krankenhaus für Naturheilweisen in München Harlaching und Dr. Marianne Koch, 30.05.2003

Bedingt durch ihr geringes Körpergewicht und dem gleichzeitig hohen Verzehr an industriell hergestellten Nahrungsmitteln, bunten Getränken  und Süßigkeiten sind Kinder noch wesentlich stärker von Zusatzstoffen betroffen als Erwachsene. Eine Studie an Kindern aus Saudi-Arabien belegt den Zusammenhang zwischen Asthma und der Ernährung. Kinder die sich traditionell ernährten, hatten deutlich weniger Atembeschwerden als Kinder, die häufig Fastfood verzehrten.

Quelle: "Seaton et al. (2000), " Diet and childhood asthma in a society in transition: a study in urban and rural Saudi Arabia", Thorax 55:775-779

Dass mangelhafte Ernährung zu Asthma und Allergien führt, kann auch aus der ISAAC-Studie (International Study on Asthma and Allergy in Childhood) abgeleitet werden. 463 801 Kindern im Alter von 13-14 Jahren und 304 796 6-7 jährige nahmen daran teil. Die Daten dieser standardisierten Studie wurden zwischen 1992-1996 von 155 Zentren, aus allen 5 Kontinenten, erfasst. Auch hier zeigte sich, dass die Luftverschmutzung, ganz offensichtlich keine Rolle spielt. In Industrienationen mit hoher Schwefeldioxid- und Staubbelastung, wie  China und Ost-Europa, hatten laut der freien Wissenschaftsjournalistin Marita Vollborn generell niedrige Asthmaraten.

Das Ergebnis zeigte aber ganz klar, dass die Erkrankungshäufigkeit eng mit dem Ernährungsverhalten verbunden ist. Die höchsten Asthmaraten hatten Großbritannien, Australien / Neuseeland und die USA mit dem Nachbarstaat Kanada. Die Briten werden als dickstes Volk in Europa eingestuft, in den USA leben die meisten Übergewichtigen der Welt und das zweitdickste Volk der Welt ist Australien.

Deutschland lag im Mittelfeld. Die Verbreitung von Allergien bei den Studienteilnehmern ist dennoch allarmierend:

  • Allergisches Asthma bronchiale: 5 Prozent

  • Allergisch bedingter Schnupfen: 15 Prozent

  • Allergien von Soforttyp (Typ I): 30 bis 40 Prozent

Welche Auswirkungen Zusatzstoffe im Hinblick auf das Verhalten haben, untersuchte der Kinderarzt Professor John Warner von der Universität Southampton.

Nach einer ärztlichen Untersuchung wählte er 277 Kinder im Alter von 3 Jahren aus, die etwa zur Hälfte an Hyperaktivität litten. Eine Woche lang mussten die Vorschulkinder eine Diät einhalten, die frei von künstlichen Farbstoffen und dem Konservierungsstoff Benzeosäure (Natriumbenzoat, E-Nummer: E211) war. Danach wurden einem Teil der Kinder 3 Wochen lang Getränke mit diesen Zusatzstoffen verabreicht, die anderen Kinder erhielten Getränke ohne Zusatzstoffe. Da es sich um eine Doppelblind-Studie handelte, wussten weder Ärzte, noch die Kinder und deren Eltern, welche Gruppe das Placebo erhielt und welche nicht. Das Ergebnis der einmonatigen Studie war für die Eltern eindeutig. Gefragt nach dem Verhalten ihrer Kinder, im Hinblick auf Aktivität, Aufmerksamkeit und Aggressivität, stellten sowohl die Eltern der gesunden Gruppe, wie auch die mit hyperaktiven Kindern, deutliche Verhaltensverbesserungen in der Zeit ohne Zusatzstoffe fest.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gewöhnung an künstliche wie auch an natürliche oder naturidentische Aromen

Scharf-Esser kennen diesen Effekt. Mit der Zeit muss immer mehr nachgewürzt werden, um das scharfe Geschmackserlebnis auch weiterhin zu spüren. Das gleiche Resultat stellt sich im Laufe der Zeit, bei häufigem Verzehr von industriell hergestellten Produkten, ein. Laut Dr. Hans-Ulrich Grimm haben Jugendliche inzwischen 20-mal intensivere Geschmackserlebnisse als noch vor 10 Jahren. Dies schafft natürlich Abhängigkeiten, da Lebensmittel ohne Zusatzstoffe gegen die üppigen Industriearomen keine Chance haben. Der russische Mediziner und Physiologe Iwan Petrowitsch Pawlow nannte diesen Effekt Konditionierung. Nur dass nicht mehr ein Klingelton oder der Anblick Nahrung Hungergefühle auslöst, sondern bestimmte Gerüche und Geschmacksrichtungen.

Frage des Reporters an Robert Wittner, Lebensmittelchemiker von Unilever / Knorr

 

 "Eine Produktion ohne Zusatzstoffe - wäre das heute noch möglich?"
 

"Es wäre unter Umständen möglich, aber man müßte dann in geschmacklicher Hinsicht sehr viele Abstriche machen. Das Geschmackserlebnis, das der Verbraucher haben will, wäre dann nicht mehr in dieser Form gegeben."

 

Fakt - Das MDR-Magazin, „Lebensmittelkrise“

von Annet Glatz, Kristina Ehrlich, Helmut Frauendorfer, 22.07.2002

  1. Erobern Fastfood-Ketten einen neuen Markt, verändern sich die traditionellen Ernährungsgewohnheiten

Jüngstes Beispiel ist China, wo McDonald´s und Co. jährlich zweistellige Zuwachsraten haben. Innerhalb von 10 Jahren explodierte förmlich die Zahl der Übergewichtigen. Wieder einmal sind besonders Jugendliche und Kinder sind betroffen, bei denen sich der Anteil verdreifachte.

20 Jahre früher, Anfang der 70er Jahre, eröffnete der erste McDonald in Japan. Heute ist jeder dritte Mann um die 30 Jahre, also die erste Generation die mit Fastfood aufwuchs, übergewichtig. Die Briten essen am meisten Schnellgerichte in Europa. Vor zwanzig Jahren lag die Anzahl der klinisch Übergewichtigen bei 8%, heute liegt der Anteil nach einer Statistikerhebung aus dem Jahre 2001 bei 21 Prozent (Männer) und 23,5 Prozent (Frauen).

"Eine Explosion der Rattenpopulation verzeichnen derzeit Umweltorganisationen in Großbritannien: nach Schätzungen ist die Zahl der ungeliebten Nager in zwei Jahren um 25 Prozent auf geschätzte 60 Mio. Exemplare auf der britischen Insel angewachsen. Ein Grund für das Wachstum der Tiere liegt nach Expertenmeinungen in der wachsenden Zahl von Fastfood-Restaurants. Speisereste landen auf den Straßen oder in Mülltonnen. Das führt zu einem Schlaraffenland für die Nagetiere, berichtet BBC-online."

 

Quelle: pte online „Fastfood für Rattenplage verantwortlich“, 02.08.2002  

  1. Lebensmittelsicherheit durch heimische Viehwirtschaft?

Auch vor Fastfood macht die Globalisierung keinen Halt. Wer einen Burger mit 100% Rindfleisch verzehrt, hat keine Garantie, dass die Grundmasse von einem einzigen Tier stammt. Nach Eric Schlosser wird sie aus bis zu einhundert Tieren, die aus vier bis fünf unterschiedlichen Ländern stammen, hergestellt. Die Zahl der deutschen Rindfleischlieferanten beziffert McDonald auf 150.000.

Einen tollen Artikel dazu finden sie hier à

  1. Die „Extraportion“ einfacher Kohlenhydrate, Zucker und Fett

Der Pro-Kopf-Verbrauch der extrem zuckerhaltigen Soft-Drinks hat sich in den letzten 40 Jahren vervierfacht. Bereits in einem 250 ml Glas süßem Sprudel, Cola oder Limonade sind 8-9 Würfelzucker versteckt. Das sind ca. 100  Kalorien oder anders ausgedrückt, ersetzt man 1 Glas Wasser durch Soft-Drinks oder gezuckerte Fruchtsäfte  beträgt die Gewichtszunahme jährlich 3,9 kg.

"Soft-Drinks fördern fettleibige Kinder

 

Globale Explosion von Diabetes-2-Erkrankungen bei den Jüngsten

 

Nach Untersuchungen des Wissenschaftlers Robert Murray von der Ohio State University gemeinsam mit zwei anderen US-Universitäten gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Softdrinks und der zunehmenden Fettsucht der Kinder. ….. Ein Viertel der fettleibigen Kinder zeigt bereits heute deutliche Anzeichen einer Glukose-Intoleranz. Ein Kind, das mit zehn Jahren bereits an Diabetes-2 leidet, hat eine um bis zu 26 Jahre geringere Lebenserwartung, so Murray.“

 

Quelle: pessetext.austria, nach einer
Publikation des „Journal of Pediatrics“, 11.05.2005

Auch die Portionen im Fettbereich werden immer häufiger und in immer größeren Portionen verzehrt. Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 800 Millionen Currywürste mit Pommes verzehrt. Der Kaloriengehalt beträgt ca. 770 kcal und mit einem extra Schuss Mayonannaise (25 g) sind es nochmals 190 kcal mehr. Zudem steigt die bestellte Größe der Gerichte stark an. Bei einem „normalen“ Hamburger mit einer kleinen Portion Pommes wird man sozial fast schon ausgegrenzt. Erst mit einem Maxi-Menü lassen sich "bedauernde Blicke" vermeiden. So haben sich auch die Portionsgrößen in den letzten dreißig Jahren verdreifacht.  

Nicht nur der hohe Kaloriengehalt verführt zum Essen, sondern auch die hohe Geschwindigkeit mit denen man Fastfood verzehren kann.

Die meisten Speisen, haben eine so weiche Konsistenz, dass intensives Kauen nicht mehr nötig ist. Für einen Hamburger benötigt man nicht einmal eine Minute, so dass bis zum Sättigungsgefühl mindestens noch einmal 14 Minuten verstreichen. Zeit genug für viele weitere Portionen.

Kinos: Naschen im XXL Format
Aktueller Marktcheck: Trend zur Maxigröße auch in Supermärkten und Schnellrestaurants

 

„Burger King scheute sich nicht, vor Weihnachten noch ein XXXXL-Menu anzubieten, mit mehr als 1700 Kcal pro Portion, allein dieses eine Essen deckt 80% des gesamten Tagesbedarfs eines 10-13jährigen Kindes. Aber auch im neuen Jahr sind das Maxi-Menü bei Burger King (1685 Kcal) und bei McDonalds (1738Kcal) hochkalorische Mastkost - nicht einmal für schwer körperlich arbeitende Erwachsene zu empfehlen. Die Verbraucherzentrale appelliert dringend an die Hersteller, XXL-Portionen vom Markt zu nehmen. Portionsgrößen und Gewichtszunahme stehen in engem Zusammenhang, zumal gerade Übergewichtige durch Außenreize ("der Teller muß noch leer werden") zu viele Kalorien aufnehmen.“

 

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg, 02.02.2005

Vorsicht ist auch bei speziellen Kinderprodukten angebracht

Dass die Nahrungsmittelindustrie immer mehr Kinderprodukte auf den Markt bringt und diese als „ideale und gesunde Zwischenmahlzeit“ anpreist, ist allgemein bekannt. Wenn man diese allerdings unter die Lupe nimmt, ist die Werbung schon gefährlich irreführend. So enthält die beliebte Milchschnitte nur etwa 1 Esslöffel Milch. Dazu der Dipl.oec.troph. Stpehan Lück: „Damit ein Kind seinen Calciumbedarf deckt, müsste es 17 Milchschnitten verdrücken - das entspricht gleichzeitig 40 Stück Würfelzucker und einem halben Paket Butter.“ 

  1. Fertiggerichte - die wahren Auslöser für Arteriosklerose?

Auch das LDL-Cholesterin, welches ebenfalls einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren enthält, wird durch freie Radikale geschädigt. Oxycholesterin entsteht immer dann, wenn die Fettsäuren bei der Verarbeitung und Lagerung mit Luftsauerstoff in Berührung kommen. Laut dem Lebensmittelchemiker Uwe Pollmer findet man Oxycholesterin  vorwiegend in industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln. Dazu zählen Sprühfette, Produkte die Ei- oder Milchpulver enthalten, Nudeln, Mayonnaise, Eiscreme, Mikrowellenmenüs, vorgeraspelter Parmesan und Produkte, bei denen bei der Sprühtrocknung mit Luft gearbeitet wurde.

 

„Die Oxycholesterin-Gehalte, die in manch einem Produkt nachgewiesen wurden, lagen höher als die Mengen, die in vielen Tierversuchen arteriosklerotische Veränderungen auslösten. Ist es Zufall, dass die Oxycholesterinforscher mit ihren Veröffentlichungen nicht die Gegenliebe der Mediziner oder der DGE finden? Allein bis 1981 lagen bereits an die 3.000 Studien zu diesem Thema vor. Und warum wohl fehlen naheliegende Untersuchungen über einen Zusammenhang zwischen Fertiggerichten, Oxycholesterin und Arteriosklerose?“

 

Quelle: Udo Pollmer, Andrea Fock, Ulrike Gonder, Karin Haug „Prost Mahlzeit! Krank durch gesunde Ernährung“, Kiepenheuer & Witsch, 2001

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