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Die Auswirkungen der Fett-
und Kohlenhydratfallen
Schlechte Fette und einfache Kohlenhydrate – Futter für die
Fettzellen
Fatale Mischung -
Fett und Zucker
Sind die
Zucker-Lobbyisten stärker als die WHO?
Die Auswirkungen der Fett-
und Kohlenhydratfallen
Wird der Körper mit denaturierten Fettsäuren und
Kohlenhydraten überschwemmt, können diese nicht mehr
ausschließlich zu Energiezwecken umgewandelt werden, sondern
schwimmen als Blutfette über Stunden in unserem Blutkreislauf. In
der Folge sammeln sich hohe Werte an Triglyceriden im Blut
(Fettsäuren und Blutzucker werden in der Leber zu Triglyceriden
umgebaut). Das bedeutet Fett im Blut, in den Gefäßen und am Bauch.
Schwerwiegende
Erkrankungen können die Folge sein
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Das damit verbundene Übergewicht und eine
Entgleisung des Fettstoffwechsels können zu Diabetes mellitus,
Leberverfettung, Gicht und Gallensteinen sowie Leber- und
Nierenerkrankungen führen. Eine in den USA, von Mark A. Pereira
geleitete Studie über einen Zeitraum von 15 Jahren, ergab eine
doppelt so hohe Insulinresistenz bei Personen, die sich mehr als
zweimal wöchentlich mit Fast Food ernährten, gegenüber Menschen,
die weniger als einmal pro Woche ein Fast-Food-Restaurant
besuchten.
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Ähnlich wie trans-Fettsäuren haben Triglyceride in
hohen Mengen negative Auswirkungen auf das
Herz- und Gefäßsystem
und sind mitverantwortlich für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Entstehung von
Arteriosklerose.
„Das Fehlen dieser
hochungesättigten Fettsäuren bringt viele Lebensfunktionen zum
Erlahmen. "Ohne Luft und Nahrung können wir nicht leben, ohne
diese Fettsäuren auch nicht", sagt Dr. Budwig. Insbesondere das
Herz wird dadurch schwer belastet, da es das Blut 3- bis 4-mal
häufiger durch den Körper schleusen muss, bevor das Gewebe
ausreichend mit Sauerstoff versorgt ist. Die Verbrennung der
schädlichen gesättigten Fettsäuren ist nur durch das
Vorhandensein ungesättigter Fettsäuren möglich“.
Quelle: Natur und Heilen,
„Neue Energie mit Öl-Eiweißkost“,
5/2000
ê
Durch fettreiche
Wurst, Käse, Kuchen, Sahne etc. hat sich in den letzten 100 Jahren
der Anteil der gesättigten Fettsäuren verdoppelt. Der
Zuckerverbrauch mindestens vervierfacht. Darin ist nicht der
Verbrauch anderer Zuckerarten enthalten, sondern nur die Erhöhung
des Haushaltszuckers.
Schlechte Fette und einfache Kohlenhydrate – Futter für die
Fettzellen
Was
geschieht,
wenn man 30 Tage nur bei Mc Donald’s
speist und dabei täglich 5000 Kalorien zu sich nimmt? Diese Frage
hat sich der Filmemacher
Morgan Spurlock gestellt und über einen Monat
ausschließlich beim Fastfood-Marktführer gegessen.
Normalerweise wirken sich
Ernährungsfehler schleichend, erst nach Jahren oder sogar
Jahrzehnten aus. Der alleinige Verzehr von hohen Mengen Fast-Food
scheint aber die „Schonzeit“ drastisch zu verkürzen.
►Neben
einer massiven Zunahme des Körpergewichts von mehr als
25 Pfund (Erhöhung des
Körperfettanteils um 7%) schnellten
Spurlocks´s Blutdruck-
und Cholesterinwerte in die Höhe, er bekam Potenzstörung,
Depressionen und es zeigten sich deutliche Alterssymptome. Am
schlimmsten traf es aber seine bis dato völlig gesunde Leber. Nach
dem Selbstversuch stand sie kurz vor dem Kollaps und ihr Aussehen
entsprach der eines langjährigen Alkoholikers.
Was ist der Hauptgrund für diesen
Wandel von einem völlig gesunden Organismus zu einem „bleichen,
aufgequollenen und verängstigtem Wrack“ wie das Nachrichtenmagazin
„Der Spiegel“ den Zustand von Morgan Spurlock beschrieb?
Es liegt vor allem daran, dass der dauerhafte Verzehr von
Fast-Food ein enormer Energieräuber ist, da für die
Verstoffwechslung in großem Maße Vitalstoffe verbraucht, aber nur
ein Bruchteil davon durch die Nahrung zugeführt werden. Die
Vitalstoffversorgung bricht zusammen und damit alle
Schutzmechanismen, die uns vor Krankheit schützen.
Was bei Spurlock zu dem rasanten
Gewichtsanstieg geführt hat, ist neben der enormen Kalorienmenge
auch das ungünstige Verhältnis von einfachen Kohlenhydraten und
Fett.
Eine der interessantesten Aspekte
der Energiespeicherung ist die Frage, ob es einen Mechanismus im
Körper gibt, der zugeführte Kalorien lieber in die Fettzellen
einbaut, bevor sie verbrannt werden können. Das wäre dann so, als
wenn man immer nur Heizöl einkauft, aber keine Heizung damit
versorgt. Als logische Folge müssten dann laufend neue
Lagerstätten gebaut werden.
Dieses Dilemma gibt es in unserem
Stoffwechsel tatsächlich und zwar immer dann, wenn der
Insulinspiegel hoch ist.
►Insulin
hat nicht nur einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, sondern
auch auf den Fettstoffwechsel.
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Im
Zuckerstoffwechsel sorgt Insulin dafür, dass die Körperzellen
Glukose aus dem Blut aufnehmen und verwerten können.
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Bei
überschüssigen Kalorien hat Insulin die Aufgabe, Fette und
Zucker, die nicht zur Energiebereitstellung benötigt werden, in
das Fettgewebe einzubauen.
Wenn wir nun Kartoffelchips mit
Cola, die Pizza mit Eis oder den fett- und
kohlenhydratreichen Hamburger essen, haben wir durch die
Kohlenhydrate gleichzeitig einen hohen Insulinspiegel und viele
Kalorien. Als Folge treiben die Kohlenhydrate den Insulinspiegel
in die Höhe und das Insulin treibt die im Blut schwimmenden
Fettmoleküle in die Fettzellen hinein. Ein zweiter wichtiger
Aspekt ist, dass Insulin einmal eingelagertes Fett nur ungern
wieder freigibt, also den Abbau unterdrückt.
„In einer amerikanischen Studie wurde
die unterschiedliche Fettaufnahme beim Genuß von Sahne-Milchshakes
ausgewertet. Das Ergebnis war eindeutig. Die Fettaufnahme in den
Körper war bei gezuckerten Shakes um bis zu 60 Prozent höher als
bei ungezuckerten Shakes. Genau denselben Effekt hat man übrigens
auch bei der Kombination von Fett mit sogenannten "schnellen"
Kohlenhydraten, etwa bei Schweinebraten mit Knödeln.“
Quelle: Hessischer Rundfunk Online,
„Fit statt fett: So purzeln die Pfunde“, 02.10.2003
Raffinierter
Zucker und Weißmehl lösen aber noch weitere Reaktionen aus, durch
die es nur Menschen mit einer ungeheuren Willenskraft gelingt, den
Genüssen oder den ständigen signalen
dauerhaft zu widerstehen. Warum dieses natürliche Bauch-, und
Kopfgespür für Hunger und Sattheit verloren geht, darüber streiten
sich die Experten. Dass bestimmte Nahrungskomponenten tatsächlich
süchtig machen können, ergab eine Tierstudie der Princeton
Universität in New Jersey. Sie setzten Mäuse auf eine „Diät“ mit
gleichzeitig hohem Fett- und Zuckergehalt.
Als man den
Zuckergehalt wieder auf 25% reduzierte, reagierten die Mäuse wie
nach dem plötzlichen Absetzen einer Droge.
Die
Entzugserscheinungen, beschrieb der Leiter der Studie, Dr. John Hoebel, folgendermaßen:
"Die Symptome bei
den Mäusen waren Zähneklappern und Zittern. Wie bei Menschen, die
an Entzug von Nikotin oder Morphin litten“.
Quelle: Das
Wissenschaftsmagazin New Scientist,
2/2003, Nr. 2380,
S.27
Sind die
Zucker-Lobbyisten stärker als die WHO?
Der Zuckerverbrauch stieg in den
letzten zwei Jahrhunderten von zwei Kilogramm auf gut 36
Kilo. Dieser Wert dürfte sich aber noch wesentlich erhöhen, da
„moderne“ Zuckerformen wie Traubenzucker,
Malzzucker, Fruchtzucker und Stärkezucker wie Maltodextrin,
Stärkesirup, Glukosesirup und Fruktosesirup nicht mit eingerechnet
sind. Außer der Zuckerindustrie bestreitet niemand die zum Teil
erheblichen negativen Auswirkungen, sowohl auf die Gesundheit als
auch volkswirtschaftlich. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO)
hat sich die weltweite Zahl der Diabetiker seit 1985 von 30
Millionen Kranken auf zur Zeit mindestens 180 Milliarden
versechsfacht. Bis im Jahre 2030 soll sich diese Zahl noch einmal
verdoppeln. Vor allem auch deshalb, weil immer mehr junge
Menschen und sogar Kinder an Altersdiabetes erkranken. Dr. Johann
Georg Schnitzer fragt sich zurecht, ob in der BRD 1 Million
diabetesabhängige Beinamputationen innerhalb der letzten 25 Jahren
nicht genug sind. Es ist auch unverständlich warum niemand
ernsthaft eingreift, obwohl bekannt ist, dass sich aller
Wahrscheinlichkeit nach in den nächsten fünf Jahren, die Zahl der
Diabetiker in der BRD, von 6 auf 10 Millionen erhöhen wird.
Die WHO hat es zumindestens versucht.
In einem 160-seitigen Strategiepapier, mit dem Titel:
"Ernährungsgewohnheiten und die Verhütung chronischer
Krankheiten", welches 30 führende Wissenschaftler erarbeitet
haben, forderte die WHO, dass
der Anteil der „freien Zucker“ am Kalorienbedarf höchsten 10%
betragen sollte.
Drohungen aus Amerika
Was nach Veröffentlichung der Studie losrollt, verschlägt selbst
erfahrenen Ernährungs-Experten die Sprache. "Es war wie eine
Bombe", sagt die zuständige WHO-Abteilungsleiterin.
Der Präsident der US-amerikanischen "Sugar Association" droht der
WHO, auf den US-Kongress einzuwirken, um der Organisation die
Mittel streichen zu lassen: "Die Dollars der Steuerzahler sollten
nicht dazu verwandt werden, irreführende, unwissenschaftliche
Berichte zu unterstützen." Man werde "jeden gangbaren Weg nutzen,
um die unseriöse Machart dieses Reports zu enttarnen". In der
endgültigen Fassung des Strategiepapiers, verabschiedet im Mai
2004 von den WHO-Mitgliedsstaaten, heißt es nur noch: Die
Aufnahme von Zucker möge "reduziert" werden.
Quelle: GEO Magazin, „Zucker: So süß. So bitter“, 03/05
Die eigentlich für die Weltgesundheit
verantwortliche Organisation geht vor der Zuckerlobby in die Knie.
Fördermittel sind ihr wichtiger als Menschleben. Dazu Evi Gaigg:
„Die ganze WHO ist ein Marionettentheater, bei dem, je nachdem,
welche Interessen welcher Industrie betroffen sind, von der Lobby
die Fäden gezogen werden, nach denen die Puppen zu tanzen haben.“
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