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Mykoplasmen – ein weitgehendst unbekannter Krankheitserreger

Der Name "Mycoplasma" (griechisch: mykes, Pilz; plasma, Gebilde) ist irreführend. Er wurde von Prof. Julian Nowak 1929 geprägt, weil bei der Vermehrung von Rinder-Mykoplasmen diese ein ähnliches Aussehen wie Pilzfäden hatten. 

Als  "Mykoplasmen" werden eine Gruppe von Krankheitserregern bezeichnet, die zwar zu den Bakterien zählen, jedoch einige Besonderheiten haben:

  • Es handelt sich um die kleinsten bekannten Erreger, die sich selbstständig vermehren können.
     

  • Sie haben, anders als Bakterien, keine Zellwand. Dies befähigt die Mykoplasmen ihre Gestalt beliebig zu verändern. Sie werden daher innerhalb der Bakteriengruppe zur Klasse der Weichhäuter (Mollicutes) gerechnet.
     

  • Die zellwandlosen Mykoplasmen besitzen eine natürliche Resistenz gegen alle Antibiotika (z.B. den Penicillinen), die als Angriffspunkt die Bakterien-Zellwand zerstören.
     

  • Das krankheitserregende Potential dieser Bakterien wird oft unterschätzt, da sie als Infektionserreger häufig kein klares Krankheitsbild erzeugen.

Diese Eigenschaften macht die Mykoplasmen für den Menschen besonders gefährlich. Durch ihre kleine Größe und der Fähigkeit, je nach Milieu die Gestalt zu verändern, sind sie viel leichter in der Lage, sich im Körper zu verbreiten und die unterschiedlichen Abwehrmechanismen zu überwinden.

Dem Erreger direkt zuordnen kann man Erkrankungen der
Atemwege, des Harn- und Genitaltrakts, der Augen, der Milchdrüse und der Gelenke. Wegen der oben genannten Besonderheiten werden diese aber oft falsch diagnostiziert, wodurch sich der Krankheitsverlauf verschleppt und die Krankheit eventuell sogar chronisch wird. 

Zum Teil können Mykoplasmen aber auch Krankheiten auslösen, bei denen sie nicht als Ursache vermutetet werden. So können sie, bedingt durch ihre geringe Größe, sehr leicht die Darmschleimhaut durchdringen und in die Blutbahnen gelangen. Am häufigsten ist dies der Fall,  wenn der Darm durch toxische Überbelastung, Fehlernährung, Stress, Übersäuerung oder Darmfloraschäden durchlässig ist (Leaky-Gut Syndrom).

Aber auch im Blut stehen normalerweise noch verschiedene Abwehrmechanismen bereit, um herkömmliche Krankheitserreger zu bekämpfen. Bei den Mykoplasmen hat es das Immunsystem indes sehr schwer, da diese durch die fehlende Zellwand und der damit wandelbaren Form teilweise nicht greifbar sind. Unser Abwehrsystem versucht deshalb die Mykoplasmen über Entzündungsreaktionen zu entsorgen. Nach Dr. med. Konrad Werthmann (SANUM-Post 51/2000) sind deshalb, je nach Schwachorgan bzw. genetischer Ausstattung, eine Unzahl von chronifizierten Krankheiten möglich. Ein weiteres Problem sieht Werthmann  darin, dass sich ein Teil der Mykoplasmen über bestimmte Körperchen innerhalb von Körperzellen (intrazellular) vermehren und damit ganze Zellverbände infizieren.

Ist die Zelle einmal belastet, sind nicht nur Entzündungsreaktionen die Folge, sondern es werden auch Bakterien-Gifte durch die Mykoplasmen produziert. Diese Toxine hemmen oder zerstören die innere Regulation einer Zelle mit der Folge, dass das Milieu in der Zelle kippt. Aus diesem Grund stehen Mykoplasmen im Verdacht, Krebs und sogar Aids zu begünstigen.

Es ist deshalb äußerst wichtig, der Abwehr durch schützende Substanzen zu helfen

In ätherischen Ölen sind einige Substanzen enthalten, die eine bedeutende Rolle für die Vorbeugung und der direkten Beeinflussung von Mykoplasmen-Infekten und deren Verbreitung haben. Vor allem die keimtötende Wirkung entlastet das gesamte System.

  • Die Funktion sowie die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut verbessern sich, da krankmachende Pilze und Bakterien verdrängt werden. Dies erschwert den Mykoplasmen den Eintritt in die Blutbahnen und sie können durch das darmassoziierte Immunsystem effektiver abgewehrt werden. 

  •  Ätherische Öle bewirken aber auch eine direkte Reduzierung der Mykoplasmen. Auch  Pflanzen werden von Mykoplasmen befallen. Als Abwehr und Schutz dienen ihnen die aromatischen Substanzen als natürliche „Schädlingsbekämpfungsmittel“.

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