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Broschüre über die
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der Fettsäuren
und welche uns krank
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Antibiotika – ein Grad zwischen Sicherheit und Leichtsinn!

Auch wenn die Aufstellung der letzten zwei Seiten jeden Bakteriologen, Virologen und Immunologen dazu ermuntern müsste, ätherische Öle in eine Therapie einzubinden, werden sie wegen der „fehlenden Beweisbarkeit“ abgelehnt. Der wahre Hauptgrund: Die Pharmamedizin und damit auch die Schulmedizin setzen (gewinnbringender) auf eigene Patente in der medikamentösen Behandlung. Dass die Natur bei weitem nicht immer den Regeln der Forschung und Wissenschaft folgt, zeigt sich eindringlich in der Antibiotikatherapie. Im Grunde ist diese antibakterielle „Notbremse“ ein sinn- und wertvolles Instrument. So wie diese Medikamente aber heute angewendet werden, haben sie als dauerhaftes Behandlungskonzept nicht nur versagt, sondern sich sogar als zerstörerischer Immun-Bumerang erwiesen.

In den Industrienationen nehmen bakterielle Infektionserkrankungen wieder zu. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber vor allem hausgemacht. Die Sorglosigkeit der Ärzte gipfelt darin, dass bis zur Hälfte der verschriebenen Antibiotika unnötig verordnet werden oder nicht richtig ausgewählt werden.  

Das sind allein in Deutschland 20 Millionen falsche Verordnungen. Krasses Beispiel sind Infektionen der oberen Atemwege. 70-80% davon werden durch Viren verursacht, gegen die das Antibiotika nicht wirkt. Dennoch werden sie, ohne dass die Art des Erregers untersucht wird, blind verschrieben. Verschleppt sich die Krankheit durch die falsche Diagnose, reduziert sich zunehmend die Abwehrfähigkeit der Atemschleimhaut. Erst dann können sich neben den Viren auch krankmachende Bakterien in die Schleimhäute einnisten.  

Wie wichtig eine Untersuchung wäre, zeigt sich auch daran, dass selbst wenn Bakterien die Ursache für eine Erkrankung sind, es nicht automatisch zu einer Verbesserung der Situation kommen muss, da bestimmte Antibiotika nur bei bestimmten Bakterien wirken. Die schädigenden Nebenwirkungen wie Krankheitsverschleppung, Durchfall, Pilzerkrankungen und die teilweise Zerstörung des darmabhängigen Immunsystems wird, wegen der zeit- und kostenaufwendigen Labordiagnostik, auf „Kosten“ des Patienten trotzdem in Kauf genommen.

Aber auch falls der Erreger bekannt ist, verlieren Antibiotika in zunehmendem Maße ihre Wirksamkeit. Werden sie angegriffen, halten einige von ihnen bildlich gesprochen nur einmal die Backe hin. Die, die den Angriff überleben, besitzen entweder bereits eine natürliche Unempfindlichkeit oder sie entwickeln Strategien, mit denen sie unverwundbar gegenüber Antibiotika werden.

„Das Problem der Antibiotika-Resistenz ist inzwischen so signifikant, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einer weltweiten Gesundheitskrise spricht.

Üblicherweise vergehen nicht mehr als ein bis zwei Jahre nach der Einführung eines neuen Antibiotikums bis die ersten resistenten Erreger auftreten. Die Entwicklung neuer Antibiotika kann daher mit der zunehmenden Verbreitung resistenter Bakterienstämme kaum Schritt halten: In den letzten 30 Jahren ist nur eine neue Wirkstoffklasse auf den Markt gekommen“.

 

Presseinformation der Max-Planck-Gesellschaft vom 25. Oktober 2001 (PRI B 24 / 2001 63 )

Je mehr wir also Antibiotika einsetzen, desto stumpfer wird deren Waffe, da die Bakterien aufgrund des Anpassungsdrucks zu Überlebenskünstlern mutieren. Dies ist aber nur eine Seite des Problems. Durch den falschen und maßlosen Gebrauch von Antibiotika werden auch die Bakterien abgetötet, die uns vor den krankmachenden schützen.  Prof. Dr. Stuart Levy, Direktor des Zentrums für Genetik und Antibiotika-Resistenz an der Bostoner Universität beschreibt das grundlegende Problem so: „Gibt man zu viele Antibiotika, dann setzen sich die resistenten Bakterien durch, und die normalen haben keine Überlebenschance."

 Die Bedrohung für die Gesundheit ist selbst auf höchster Ebene bekannt. Dennoch werden in Europa ca. 30.000 Tonnen Antibiotika jährlich produziert. Die eine Hälfte erreicht uns in Form von Medikamenten, der Rest auf Umwegen über die Nahrungskette und über das Trinkwasser. Das Fehlen strukturell neuer und damit (wenigstens für kurze Zeit) wirksamer antibakterieller Arzneistoffe ist heute schon ein hochaktuelles Problem. Axel Kramer, der Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, schätzt: „Bereits heute sterben jährlich etwa 20 000 Menschen in Deutschland an den Folgen von Infektionen, gegen die Antibiotika ihre Wirkung verloren haben".

Als Dunkelziffer vermutet er sogar bis zu 40 000 Opfer. Das sind 5-6 Mal mehr, als im Straßenverkehr zu Tode kommen. Die Zahlen beziehen sich allein auf Todesfälle in Krankenhäusern. Gerade dort, wo die Hygiene am größten ist, treten mehrfach-resistente Bakterien immer häufiger auf. Es trifft vor allem immungeschwächte Patienten, frisch Operierte, alte Menschen, Säuglinge und Kleinkinder. Die größte Bedrohung jedoch ist, wenn sich lebensbedrohliche Mikroorganismen entwickeln, auf die kein Antibiotika mehr reagiert und die zudem noch hochgradig ansteckend sind. Eine Epidemie mit verheerenden Folgen könnte dadurch ausbrechen.  

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