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2. Beim Abnehmen

 

Welche Fettsäuren beim Abnehmen à

a)      MCT-Fette haben weniger Kalorien

Im Durchschnitt liefern 1g mittelkettige Fettsäuren ca. 1 kcal weniger Kalorien als herkömmliche Fette (8,3 kcal statt 9,3 kcal). Damit haben sie zwar immer noch mehr Kalorien als die anderen Grundnährstoffe, aber gegenüber den Kohlenhydraten haben sie den Vorteil, dass sie den Blutzuckerspiegel nicht erhöhen. Weniger Heißhunger und Fetteinbau sind die Folge. Die Abbildung auf der nächsten Seite zeigt ein Dilemma, das bereits in den frühesten Kinderjahren seinen Anfang findet. Man gibt den Kleinen zur Belohnung oder als Trost kleine Naschereien und erzieht sie damit buchstäblich, Unmengen an Zucker aus Süßwaren und Limonaden zu konsumieren.

Dazu Geo im Magazin vom 03/05:

„So wird beispielsweise das Vitamin B1, das für Stoffwechselprozesse unentbehrlich ist, benötigt, um den Zucker abzubauen. Auch Kalzium, Magnesium, Phosphor und Chrom werden bei der Zuckerabfertigung im Körper ersatzlos vernichtet. Besonders betroffen sind - wieder einmal - Kinder, die in der körperlichen Entwicklungsphase einen besonders hohen Vitalstoffbedarf haben“.

Die Zusammenhänge der Zuckersucht (60kb)

b)      Mittelkettige Fettsäuren erhöhen den Grundumsatz

Anders als andere Fettsäurearten steigern die mittelkettigen Fettsäuren den Grundumsatz. Sie werden im Stoffwechsel bevorzugt verbrannt, wodurch eine Speicherung im Fettgewebe nur begrenzt möglich ist (nur ca. 1-2% nach Zurier et al., 1967). Durch den schnellen Energieschub setzt das Sättigungsgefühl früher ein und die Zellen, sowie Stoffwechsel und Organe werden aktiver.
Als Folge steigen Körpertemperatur und der Gesamtenergieverbrauch. Neben der geringeren Kalorienzahl ist dies ein weiterer Punkt, warum sich Kokosfett langsamer in Körperfett umwandelt. Positiv ist dies auch bei einer längeren Reduktionsdiät. Oft ist es der reduzierte Grundumsatz, der zum gefürchteten Jojo-Effekt führt.

c)   Durch Fette fühlt man sich länger satt

Allgemein gilt, dass sowohl lang- wie auch mittelkettige Fettsäuren frühzeitige Hungergefühle bremsen. Bei LCT-Fetten wird der hohe Sättigungswert durch die längere Verdauungszeit und die langsame Abgabe und Verwertung der einzelnen Bausteine in das Blut erreicht. Das heißt: Der Bauch ist länger gefüllt und man fühlt sich dadurch länger satt. MCT-Fette werden zwar rascher aufgenommen, erhöhen aber die Bildung von Ketonkörpern. Ketonkörper sind ein Zwischenprodukt des Fettstoffwechsels und werden sehr schnell verarbeitet. Diese können vom Gehirn als Energieträger verwertet werden, vermindern den Abbau von Muskelproteinen und wirken bei erhöhter Konzentration im Plasma appetithemmend.

d)   Auf die Natürlichkeit achten!

Beim Abnehmen muss immer zwischen dem kurzzeitigen und langzeitigen Effekt unterschieden werden. Kurzzeitig kann man durch eine Diät, bei der die Fettzufuhr durch reine MCT-Produkte gedeckt wird, überdurchschnittlich schnell abnehmen. Nach ca. 2 Wochen kommt es aber laut Prof. Dr. med. Günther Wolfram, dem Leiter des Instituts für  Ernährungswissenschaft Weihenstephan, zu einem langsamen, aber deutlichen Nachlassen dieser Wirkungen.

Eine Erklärung liefert der Ernährungspionier Dr. M. O. Bruker (1909-2001), Arzt für Innere Medizin und Leiter biologischer Krankenhäuser in dem Artikel „Gesund durch richtige Ernährung“.

„Der Ratschlag, dass der zu Dicke wenig Fett essen soll, ist falsch. Er muss, was den Fettanteil betrifft, genügend naturbelassene Fette essen, da nur sie ausreichend fettlösliche Vitamine und ungesättigte Fettsäuren enthalten, die für den reibungslosen Abbau des gegessenen Fettes zu den Endprodukten Kohlensäure und Wasser notwendig sind“.

Wer also langfristig abnehmen oder sein Gewicht halten will, benötigt ein Gemisch aller Fettsäuren und Vitalstoffe. Das heißt, Kokosfett statt künstlich hergestellte MCT-Fette und zusätzlich hochwertige Speiseöle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Für alle SlimFast Fans

Weitgehend unbekannt ist der unglaublich hohe Zuckergehalt einiger Abnehmprodukte. So enthält der populäre Abnehmdrink SlimFast (Vanillegeschmack) pro 100 g Pulver 58,3g Zucker.

Die Werbeaussage für dieses Zuckerprodukt: „Was Ihr Körper nicht braucht, sind überflüssige Kalorien - und deshalb lassen wir sie weg“.

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