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Die Kokospalme – ein Alleskönner unter den Pflanzen

Kann die Natur
ohne Wunder auskommen?

Können Wunder
ohne Natur auskommen?

Wolfgang J. Reus, (geb. 1959), deutscher Fachjournalist und Autor

 

 

Jeder kennt die schlanken Kokospalmen mit ihren Palmwedelkronen, die in wärmeren Gebieten Stadt und Strand verschönern. Als Kulturpflanze kann sie so vielseitig genutzt werden, dass sie auch "Baum des Lebens" genannt wird.

Kokoswasser dient in den Anbauländern als wichtiger Trinkwasserersatz und als Erfrischungsgetränk. Das aromatische Fruchtfleisch kann roh verzehrt werden oder in Form von Kokosflocken und Kokosmilch, die dadurch entsteht, dass man das Fruchtfleisch mit heißem Wasser püriert. Die Pressrückstände dienen als Viehfutter. So genannte Toddy-Tapper ernten aus den ca.
0,5 m langen Blüten den süßen Saft (Toddy). Bereits wenige Stunden Gärung reichen aus, um daraus Palmwein herzustellen und durch Destillation entsteht Arrack, der einen ähnlichen Geschmack wie Whisky hat. Aus den harten Fasern der Kokosnusshülle werden Matten, Teppiche, Dämm- und Isolierstoffe sowie Trinkwasserfilter gefertigt. Die Kokosschalen liefern Brennstoff und werden zu Souvenirs und Trinkgefäßen verarbeitet. Die Palmwedel dienen zur Dacheindeckung und das Holz der Palme als Baustoff.

  Kokosöl- bzw. -fett wird aus dem weißen Kernfleisch hergestellt, welches einen Fettgehalt von ca. 33% hat. Wird es weiterverarbeitet, dient es als Grundstoff zur Herstellung von Margarine, Frittierfett, Kosmetik, Süßwaren, Massageöl und Kerzen.

Zwischen den Bezeichnungen Kokosöl und Kokosfett besteht kein Unterschied. In sehr warmen Gegenden wird es wegen der hohen Temperaturen flüssig und deshalb als Kokosöl verkauft, während es in unserem Klima bei Zimmertemperatur fest bleibt und deshalb auch Kokosfett genannt wird.

Bildquelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

1.  Dünne, gelbbraune, wasserdichte Außenhaut (Exokarp)
2.  Dicke, faserige Mittelschicht (Kokosfaser, Koir, Mesokarp)
3.  Steinharte Innenschicht, der Steinkern (Endokarp)
4.  1-2 cm dicke, weiße, ölhaltige Kopraschicht (festes Endosperm)
5.  Hohlkugel, gefüllt mit Nährflüssigkeit (flüssiges Endosperm)
6.  Keimling
7.  "Augen" (3 grübchenförmige Keimporen)

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