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Ölpressung ohne
Sauerstoff,
Licht und
Hitze

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Nicht durch die Quantität wirkt Kokosöl, sondern durch die Qualität

Bei der konventionellen Herstellung wird die Nuss geöffnet, das fettreiche Kernfleisch herausgelöst und an der Sonne (sun dried) oder über Feuer (smoke dried) getrocknet. Durch den Wasserverlust steigt der Fettanteil von 33 auf bis zu 70% und wird unter der Bezeichnung „Kopra“ an die Ölfirmen geliefert.

Bei der offenen Trocknung an der Sonne besteht die Gefahr, dass Mikroorganismen aus der Luft sich im Kernfleisch ansiedeln. Wärme und die hohe Luftfeuchtigkeit in tropischen Gebieten begünstigen die Vermehrung der Keime zusätzlich.

Alternativ wird die Kopra über einem Feuer getrocknet. Dies ist zwar keimfreier, aber es entstehen durch den Rauch und die Rußpartikel krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Die oft weiten Transportwege (Kopra wird in die ganze Welt verschifft) vermindern zusätzlich die Qualität.

Auch herkömmliches Kokosöl aus Bio-Anbau wird aus der Kopra hergestellt und muss deshalb mit Wasserdampf (Desodorierung) bei Temperaturen von etwa 200° C behandelt werden. Dies ist gemäß den Bio-Richtlinien erlaubt, da es keine technische Alternative gibt, um giftige oder hygienisch bedenkliche Stoffe, die durch Verarbeitung, Lagerung und Transport entstehen, zu entfernen. Den gesättigten Fettsäuren schadet die Hitze nicht, aber das im Kokosfett enthaltene Vitamin E und die 6,7% einfach und 2% mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden zum Teil denaturiert oder zerstört. Ferner gehen die typischen Geruchs- und Geschmacksstoffe verloren.

Bei konventionell hergestelltem Kokosfett werden zusätzlich noch Fettlösungsmittel, wie z.B. Hexan oder Leichtbenzin für die  Extraktion verwendet, um die Ausbeute zu erhöhen. Danach wird es gebleicht, damit das Endprodukt „blütenweiß“ aussieht und schließlich chemisch gehärtet, um auch noch die letzten ungesättigten Fettsäuren in gesättigte Fettsäuren umzuwandeln.

Die höchste Qualität liefert so genanntes Virgin Coconut Oil, also ein natives Kokosöl

Erstmals wird im deutsprachigen Raum ein Kokosöl angeboten, bei dem alle Inhaltsstoffe in ihrer ursprünglichen und damit gesunden Form erhalten bleiben.

Virgin Coconut Oil ist nicht nur Bio-Qualität (kbA). Auch die Kokosnüsse werden besonders sorgfältig ausgewählt (1. Wahl) und ohne jegliche Manipulation verarbeitet. Selbst auf Trocknung zu „Kopra“ und die anschließende Erhitzung wird aus Qualitätsgründen verzichtet.

Die einzelnen Arbeitsschritte:

  • Die Kokosnuss wird in zwei Hälften aufgeschlagen und das fetthaltige Fruchtfleisch (Endosperm) in Handarbeit durch einen rotierenden Scherkopf herausgeschabt.
     

  •  Die sofortige Trocknung ist nötig, damit bei der Pressung nur das Öl und nicht der Milchsaft (Coconut Cream) abfließt, um fettzersetzende Enzyme zu deaktivieren (Lipasen und Lipoxidasen) und um den Wassergehalt zu senken. Dabei wird das Fruchtfleisch auf beheizten Blechen oder durch warme Luft mittels eines Wirbelschichttrockners bei niedrigen Temperaturen getrocknet. Dadurch ist gewährleist, dass sich die Fettsäuren zu keinem Zeitpunkt negativ verändern können.
     

  •  In einem letzten Arbeitsgang wird das Kokosöl durch einen Papierfilter von Schwebstoffen und Restwasser befreit und anschließend abgefüllt.

Bio-Qualität – nicht nur für die eigene Gesundheit wichtig

Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft sollten heute in mehrfacher Hinsicht an der Spitze der Lebensmittelpyramide stehen. Durch das natürliche Wachstum sind sie vitalstoffreicher, gesünder und sie gewährleisten eine intakte Beziehung zwischen Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt.

Ein praktisches Beispiel, warum Umweltschutz =  Menschenschutz ist, sind die Schädlingsbekämpfungsmittel. Nicht nur gegen Fraßschädlinge und Unkraut wirken Pestizide, sondern auch gegen Bakterien und Pilze. Durch den Verzehr gelangt ein Teil davon in den Darm. Die Gefahr ist groß, dass sie dort genau das tun, wofür sie von den Chemikern entwickelt wurden – sie behindern den Stoffwechsel der Mikroorganismen, die von fundamentaler Bedeutung für die Darmflora, das Immunsystem und unsere Gesamtgesundheit sind.

Pestizide sind aber nicht nur im Darm „wirksam“. Sie lagern sich im Fettgewebe, im Bindegewebe, in den Bandscheiben und Muskeln, im Knochenmark, in der Muttermilch und in den Fortpflanzungsorganen ab. Zwar hat der Körper mit dem Darm, der Leber, Niere und Haut effektive Entgiftungssysteme. Diese sind aber vor allem darauf spezialisiert, normale Stoffwechselgifte auszuscheiden. Auf die Vielzahl von Umweltgiften sind sie nur bedingt eingerichtet, da der Mensch in seiner Entwicklungsgeschichte nie mit ihnen in Kontakt kam (weltweit sind ca. 5000 unterschiedliche Spritzmittel registriert).

Die Hauptauswirkungen sind: Allergien, hormonell bedingte Krebsarten wie Brust- und Prostatakrebs, Irritationen der Haut oder der Atmungsorgane, Fortpflanzungsstörungen, Beeinträchtigungen des Nerven- und Immunsystems und Entwicklungsstörungen bei Föten und Kindern.

Es gibt Beispiele von Kindern in Südamerika, die bei Plantagen lebten, auf denen massenhaft Pestizide eingesetzt wurden. Bei einer Untersuchung wurden zwei genetisch ähnliche Indianergruppen verglichen. Die einen fernab von diesen landwirtschaftlichen Gebieten und die anderen mittendrin. Dabei wurde festgestellt, dass die Gehirnfunktion und das Lernvermögen der Kinder, die in der Agrarzone lebten, erheblich schlechter waren als bei den anderen Indianern. Hier kann man nicht sagen, dass das an den Genen liegt oder angeborene Blödheit ist. Der Unterschied war offenkundig auf diese Agrargifte zurückzuführen.

 

Quelle: raum & Zeit, „Alzheimer aus der Tüte“, Interview mit dem Ernährungsexperten Hans Ullrich Grimm, Mai/Juni 2004

 

Noch schlimmer trifft es die Bauern und deren Familie und die Arbeiter

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass  jährlich bis zu drei Millionen akute Vergiftungen auf Pestizide zurückzuführen sind, von denen
200 000 tödlich verlaufen.
In Sri Lanka, das auf fast 30 Prozent der bewirtschafteten Fläche Kokospalmen anbaut, sterben, laut dem Hilfswerk der Katholischen Jungschar, mehr Kinder an der Vergiftung durch Pestizide, als durch alle Kinderkrankheiten zusammen.

Ein weiterer Vorteil ist die faire Bezahlung der Kokosbauern

Die Preise für den Rohstoff „Kopra“ sind auf dem Weltmarkt so gering, dass die Kokosbauern-Familien oft nicht einmal den Lohn bekommen, der die offizielle Armutsgrenze übersteigen würde. So verdient auf den Philippinen eine Kleinbauernfamilie als Pächter einer 3 ha großen Farm monatlich etwa 90 Euro. Davon müssen sich durchschnittlich 6 Personen ernähren, bekleiden und den Haushalt bestreiten. Auch wenn sich die Familie mehr schlecht als Recht über Wasser halten kann, Geld für eine Gesundheitsfürsorge und Bildung bleibt nicht übrig. So ist erst bei der Verdopplung des Einkommens der Schulbesuch der Kinder gesichert. Noch schlechter sieht es für die Farmarbeiter aus. Hinzu kommt, dass der Weltmarktpreis für Kokosöl seit 1950 um ca. 30% gefallen ist (Stand 2004).

Auch solche Gesichtspunkte werden bei der Herstellung von Virgin Coconut Oil beachtet. Durch gerechte Preise und die Bewirtschaftung der Plantagen unter nachhaltigen sowie ökologischen Gesichtpunkten werden umwelt- und sozialverträgliche Standards geschaffen, die einen Spielraum für bessere Arbeitsbedingungen, medizinische Versorgung, schulische Ausbildung und angemessener Bezahlung lassen.

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