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Ölpressung ohne
Sauerstoff,
Licht und
Hitze

Broschüre über die
lebenswichtigen und
Funktionen
der Fettsäuren
und welche uns krank
machen

 

 

Die Verdauung und der Transport

Die Fettverwertung findet vor allem im Dünndarm statt. Durch die Nahrung nehmen wir Cholesterin und Fettsäuren unterschiedlicher Kettenlänge und Sättigung auf. Vor der Enzymtätigkeit im Dünndarm werden die Fettbestandteile durch Gallensalze emulgiert, wodurch kleinste Fetttröpfchen entstehen. Danach sind es vor allem Lipasen (Esterasen),  die wesentlich zur Verdauung beitragen und diese beschleunigen. Diese fettspaltenden Enzyme werden in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet und haben die Aufgabe, die Fetttröpfchen in ihre Bestandteile zu spalten. Das sind im einzelnen Cholesterol, Lezithin, fettlösliche Vitamine. Aus den Triglyceriden werden freie Fettsäuren, Diglyceride, Monoglyceride und Glycerin abgespalten. Danach umhüllt die Gallensäure die Fettpartikel (Mizellen), so dass die wasserabweisenden Fette in die Darmschleimhaut transportiert werden können.

 

Organ

Enzym

Wirkung

 

Mund

Zungengrund-Lipase

Wird erst im Magen aktiv, da dort ihr ph-Optimum liegt. Vor allem für Säuglinge spielt dieses Enzym eine Rolle (fördert die Milchverdauung). Danach spielt die Zungengrund-Lipase für die Fettverdauung nur noch eine untergeordnete Rolle.

Magen

Magen-Lipasen (Tributyrinase)

Beginnender Abbau der Fettsäuren. Mechanisch getrennt werden Diglyceride, freie Fettsäuren und mittelkettige Fettsäuren.

Der Dünndarm ist unser wichtigstes Fettverdauungsorgan. Vor der Enzymtätigkeit werden die Fette durch Gallensalze emulgiert, da diese die Aufnahme von Fett im Darm erleichtern.

Pankreas-Lipase

 

Triglyceride werden umgewandelt in Diglyceride, Monoglyceride, freie Fettsäuren und Glycerin.

Cholesterinesterase

 

Spaltet Nahrungscholesterin (Cholesterinester) in freies Cholesterin und Fettsäuren und ermöglicht so deren Resorption.  

Phospholipasen

 

Spalten Phospholipide (vor allem Lecithin) in Glycerin, freie Fettsäure, Phosphorsäure und Cholin.

 

Nach der Zerlegung in die einzelnen Bestandteile erfolgt die Absorption, das heißt die Nährstoffaufnahme aus dem Darm in den Körper. Diese findet vor allem in den oberen Abschnitten des Dünndarms statt. Wie die freien Fettsäuren absorbiert werden, ist von der Kettenlänge abhängig.

Die Anzahl der Kohlenstoffatome bestimmt die Kettenlänge

  1. kleiner als 6 C-Atome: kurzkettige Fettsäuren (short chain tryglycerides / SCT)

  2. bis 12 C-Atome: mittelkettige Fettsäuren (middle chain tryglycerides / MCT)

  3. mehr als12 C-Atome: langkettige Fettsäuren (long chain tryglycerides / LCT)

und die Kettenlänge der Fettsäuren bestimmt, wie das Fett im Körper verstoffwechselt wird.

Kurz- und mittelkettige Fettsäuren sind immer gesättigte Fettsäuren. Je kürzer ihre Kohlenstoffkette ist, desto einfacher ist ihre Verstoffwechselung. Das liegt einerseits daran, dass sie nicht die Vielzahl von fettspaltenden Enzymen benötigen, aber auch wegen ihrer Wasserlöslichkeit.

Normalerweise vermischen sich Fett und Wasser nicht. Sie benötigen deshalb ein Art Mini-U-Boot die sie durch wässrige Lösungen transportieren.

Bei kurzkettigen Fettsäuren ist dies nicht nötig. Durch ihre kleinere molekulare Struktur genügt die wasserlösliche Carbonsäuregruppe als „Zugmaschine“. Sie können deshalb direkt über die Pfortader ins Blut und in die Leber gelangen. Diese Fähigkeit nimmt mit zunehmender Kettenlänge immer weiter ab.

 Ausführlich sind die kurz- und mittelkettigen Fettsäuren in der Broschüre: „Natives, kaltgepresstes Kokosfett“, beschrieben.

Langkettige Fettsäuren benötigen weitere Arbeitsschritte damit sie vom Organismus verwertet werden können. Nachdem die Gallenflüssigkeit die Wasserlöslichkeit der Fettsäuren erhöht hat, wandern sie in die Epithelzellen Dünndarms. Dort werden die Fettpartikel von den Gallensalzen befreit und wieder zu Triglyceriden und Cholesterin aufgebaut (Resynthese). Durch das Fehlen der Gallensalze entsteht wegen der fehlenden Wasserlöslichkeit erneut das Transportproblem. Diesmal werden die Fettsäuren mit einer Eiweißhülle (Transporteiweiße) ummantelt, damit sie weitertransportiert werden können. Über die Lymphe gelangen die Fettsäuren in den Blutkreislauf und von dort in die Leber und Zellen. Solche Fett-Eiweißkomplexe nennt man Lipo-Proteine.  

Folgende Lipo-Proteine sind dafür zuständig: VLDL transportiert Triglyceride zum Fettgewebe und zur Muskulatur. LDL befördert Cholesterin von der Leber zu den Körperzellen. HDL sammelt verbrauchtes Cholesterin wieder auf und bringt es von den Körperzellen zurück in die Leber. Von Chylomikronen werden Nahrungsfette aus dem Darm über das Lymphsystem in die Blutbahn transportiert. Werden die Fettsäuren für die Energiegewinnung benötigt, werden die Chylomikronen-Triglyzeride entzogen und in der Muskulatur entweder verbrannt oder im Fettgewebe zwischengespeichert. Der verbleibende Chylomikronen-Rest wird zur Leber transportiert.

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