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Ölpressung ohne
Sauerstoff,
Licht und
Hitze

Broschüre über die
lebenswichtigen und
Funktionen
der Fettsäuren
und welche uns krank
machen

 

 

Übersicht der wichtigsten Fettsäuren

a.) Gesättigte Fettsäuren

Internationale Abk: SFA = Saturated Fatty Acids

4:0) Buttersäure, (6:0) Kapronsäure, (8:0) Kaprylsäure, (10:0) Kaprinsäure, (12:0) Laurinsäure, (14:0) Myristinsäure, (16:0) Palmitinsäure, (18:0) Stearinsäure, (20:0) Arachinsäure, (22:0) Behensäure, (24:0) Lignozerinsäure, (26:0) Cerotinsäure, (28:0) Montansäure, (30:0) Melissinsäure.

Vorkommen:  Tierische Fette, in tropischen Ölen, in festen Fettsorten (z.B. Margarinen, Frittierfetten, Butter).

Eigenschaften: Verleihen der Zellmembran und damit den Zellen ihre erforderliche Steifigkeit. Sie sind ein wichtiger Energieträger, jedoch nicht essentiell (lebensnotwendig, unentbehrlich), da sie im Bedarfsfall auch durch Umbau anderer Fettsäuren oder aus anderen Nahrungsbestandteilen, wie z.B. Zuckermolekülen, hergestellt werden können.

b.) Einfach ungesättigte Fettsäuren (Omega 9-Fettsäuren)

Internationale Abk.: MUFA = Mono Unsaturated Fatty Acids

(16:1) Palmitoleinsäure, (18:1) Ölsäure, (20:1) Icosensäure, (22:1) Erucasäure, (24:1) Nervonsäure.

Vorkommen: Der höchste Anteil ist mit ca. 70% Ölsäure in Mandelöl und Olivenöl vorhanden, gefolgt von Rapsöl (60%), Sesamöl (40%) Haselnussöl ( 47,6 %) und Erdnussöl (46,3%).

Eigenschaften: Sehr gesunde Art den Energiebedarf zu decken. Wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System, da es schlechte Cholesterinwerte bessert (Ölsäure). Allerdings ist auch diese Fettsäurenart nicht essentiell.

c.) Zwei- und dreifach ungesättigte Fettsäuren

Internationale Abk.: PUFA = Poly Unsaturated Fatty Acids (gilt für alle mehrfach ungesättigten Fettsäuren)

Bei diesen Fettsäuren handelt es sich um essentielle Fettsäuren. Das heißt, sie sind durch keinen Stoffwechselvorgang kopier- oder herstellbar und müssen deshalb in einer ausreichenden Menge mit der Ernährung zugeführt werden.

Zweifach ungesättigte Fettsäuren  

(18:2) Linolsäure, Familie: Omega 6

Vorkommen: Distelöl (73,9%), Sonnenblumenöl (61%), aber auch in Margarine (30-40%).

Dreifach ungesättigte Fettsäuren   

(18:3) Alpha-Linolensäure, Familie: Omega 3
(18:3) Gamma-Linolensäure, Familie: umgewandelt aus Omega 6 

Vorkommen:
Alpha-Linolensäure: Leinsamenöl, Hanföl, Walnussöl, Wildtiere
Gamma-Linolensäure: Borretschöl, Nachtkerzenöl, Hanföl

d.) Höchst ungesättigte Fettsäuren

Wissenschaftler streiten sich darum, ob die höchst ungesättigten Fettsäuren ebenfalls essentiell sind. Nimmt man die Definition von essentiell - als von keinem Stoffwechselvorgang kopier- oder herstellbar - wörtlich, sind die folgenden Fettsäurearten nicht essentiell. So kann der Organismus die nur in tierischen Produkten vorkommende Arachidonsäure auch aus der Linolsäure aufbauen und die Eicosapentaensäure und die Docosahexaensäure, die in Kaltwasserfischen in hohen Konzentrationen enthalten sind, aus der Alpha-Linolensäure  herstellen. Aus diesem Grund haben Veganer, die ausschließlich pflanzliche Lebensmittel essen, keine Mangelerscheinungen, wenn sie ausreichend hochwertige Speiseöle zuführen.   

Vierfach ungesättigte Fettsäuren   

(20:4) Arachidonsäure, Familie: Omega 6         

Vorkommen: Können aus der Linolsäure (Omega-6 Fettsäure) gebildet werden. Hohe Mengen an der Arachidonsäure nimmt man direkt mit tierischen Produkten, wie zum Beispiel Fleisch und Wurst, Käse, Eigelb und etwas mit Milchprodukten auf. 

Fünffach ungesättigte Fettsäuren

(20:5) Eicosapentaensäure (EPA), Familie: Omega 3

Sechsfach ungesättige Fettsäuren

(22:6) Docosahexaensäure, Familie: Omega 3

Vorkommen: 5- und 6-fach ungesättigte Fettsäuren werden durch Umwandlungsprozesse aus der Omega-3 Fettsäure gebildet. Kommen in der „reinen“ Form in fettreichem Fisch, Fischöl und in geringem Maße im Fett von Wildtieren vor.

Eigenschaften der mehrfach ungesättigten Fettsäuren:

Der entscheidende Unterschied der gesättigten und ungesättigten Fettsäuren ist die Art und Weise, wie sie mit anderen Stoffen chemisch reagieren. Wie der Name schon sagt, sind gesättigte Fettsäuren schon komplett beladen. Sie haben ihre klar definierten Aufgaben, aber sonst wenig Interesse mit anderen Stoffen neue Verbindungen einzugehen. Anders die einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie sind aufgrund ihrer Struktur hochreaktiv und „mischen“ sich daher im positiven Sinne als Helfer, Auftraggeber oder Initialzündung in das gesamte Stoffwechselgeschehen ein.

Häufig verwendete Abkürzungen im Zusammenhang mit Fettsäuren 

∆-Zeichen (Delta)

Position der Doppelbindung(en), z.B.  ∆-9 für Ölsäure und ∆-6,12,15 für die alpha- Linolensäure

ALA

Alpha-Linolensäure

C12, C14,
C16, C 18 etc.

Anzahl der in einer Fettsäure miteinander verbundenen Kohlenstoffatome

C18: 2

Bsp. Linolsäure: die 2 steht für die Anzahl der Doppelbindungen, bei der Alpha-Linolensäure ist die Bezeichnung C 18:3  

C18:2 n-6  

n-6 steht für die Position der ersten Doppelbindung, bei der Alpha-Linolensäure ist die erste Doppelbindung auf der Position n-3

cis-Form

natürliche Form der ungesättigten Fettsäuren (gekrümmt) bei der die Atome parallel zu einander liegen (Gegensatz trans-Form)

CLA

conjugated linoleic acids, konjugierte Linolsäure

DGE

Deutschen Gesellschaft für Ernährung

DGLA

Dihomogamma-Linolensäure

DHA

Docosahexaensäure

EPA

Eicosapentaensäure

EUFS

einfach ungesättigte Fettsäuren

FS

Fettsäuren

FFS

freie Fettsäuren

GFS

gesättigte Fettsäuren

GLA

Gamma-Linolensäure

HDL

high density lipoproteins, HDL-Cholesterin, Lipoproteine hoher Dichte

JZ / Jodzahl

Bestimmgröße für die Anzahl der Doppelbindungen

kbA

kontrolliert biologischer Anbau

Kcal

Kilokalorien

KJ

Kilojoule

LA

Linolsäure

LDL

low density lipoproteins, Lipoproteine niedriger Dichte

LDL

low density lipoproteins, LDL-Cholesterin, Lipoproteine niedriger Dichte

MUFA

Mono Unsaturated Fatty Acids, einfach ungesättigte Fettsäuren

MUFS

mehrfach ungesättigte Fettsäuren

n6/n3-Ratio

Verhältnis von n6-Fettsäuren zu n3-Fettsäuren

PUFA

Poly Unsaturated Fatty Acids, mehrfach ungesättigten Fettsäuren

SFA

Saturated Fatty Acids, gesättigte Fettsäuren

SZ / Säurezahl

Maß für den Gehalt an freien Fettsäuren

TFA

trans fatty acid, trans-Fettsäuren

trans-Form

Oft durch die Fetthärtung ungünstig veränderte ungesättigte Fettsäure. Geradlinige Struktur der Fettsäure, bei der die Atome einander gegenüber stehen (Gegensatz cis-Form)

VHDL

very high density lipids, Lipoproteine sehr hoher Dichte

VLDL

very low density lipids, Lipoproteine sehr niedriger Dichte

VZ

Verseifungszahl (Maßzahl für die in einem Fett vorkommenden gebundenen und freien Säuren)

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