Fettwissen schafft Klarheit und zahlt sich aus
Wie entsteht aus Pflanzen-Zellen Fett?
Vorraussetzung für das Pflanzenleben und damit natürlich auch für
unsere Existenz ist die wunderbare Eigenschaft der Pflanzen, die
Kraft der Sonne „abernten“ zu können (Photosynthese).
►Pflanzen sind
Lichtsammler und dank Chlorophyll (macht die Pflanzen grün) können
die Lichtwellen der Sonne (Photo) genutzt werden, um zusammen mit
Kohlensäure, Wasser und Sauerstoff organische Substanzen wie
Glukose (Einfachzucker) und Stärke aufzubauen (Synthese). Chemisch
gesehen setzt sich Zucker und Stärke aus Kohlenstoff-,
Wasserstoff- und Sauerstoffatomen zusammen. Energetisch wird das
Sonnenlicht in Biophotonen umgewandelt, die entscheidende
Steuerungsaufgaben im Körper übernehmen.
Da Glukose
die gleichen Baustoffe wie Fett hat, können die Zuckermoleküle in
Fett umgewandelt und in den Speicherzellen der Frucht oder des
Samens deponiert werden. Umgekehrt kann Fett wieder in
Zuckermoleküle umgebildet werden, um daraus Energie herzustellen.
Vom Molekül zum
Fett
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Hauptbestandteil der Fette und Öle sind mit ca. 90% die
Triglyceride (Neutralfette). Weitere Nahrungsfette bzw.
fettähnliche Substanzen sind Cholesterin, fettlösliche Vitamine
und Phospholipide.
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Die
chemischen Elemente, aus denen ein Triglycerid besteht, sind
Kohlenstoff, Wasserstoff und ein wenig Sauerstoff.
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Physikalisch
gesehen bestehen Triglyceride immer aus dem gleichen Grundmuster:
Ein Glycerinmolekül ist mit drei Fettsäuren verbunden. Eine Kette
dieser Triglyceride bildet das Gerüst der Fettsäuren.

Fettsäuren sind wandelfähig und können
unterschiedliche Verbindungen eingehen

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Im Organismus können die Triglyceride,
je nach Aufgabe, zu freien Fettsäuren, dreiwertigem Alkohol und
Mono- bzw. Duoglyceriden abgebaut werden.

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Der
Grad der Sättigung und wie die Fettsäuren miteinander verbunden
sind, entscheiden über deren Aufgaben und Eigenschaften. Es gibt
gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte
Triglyceride.
Daneben können sich auch
unterschiedliche Fettsäurearten miteinander verbinden. Das
LDL-Cholesterin ist z.B. eine Mischung aus Cholesterin,
Phospholipiden, Triglyceriden und Eiweiß.
Die Kette der Kohlenstoffatome kann verlängert und verkürzt
werden.
Aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren können höher
ungesättigte Fettsäuren gebildet werden.
Diese Wandelbarkeit ermöglicht
es dem Stoffwechsel, eine große Anzahl unterschiedlicher
Fettsäuren und Fettsäurenverbindungen für die verschiedensten
Aufgaben herzustellen.
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Neben der Ernährung werden
Triglyceride (wie auch Cholesterin) in der Leber hergestellt. Zum
größten Teil verwendet die Leber hierfür überschüssige
Kohlenhydrate. Vor allem durch leicht resorbierbare Kohlenhydrate
wie
Zucker und Alkohol steigt die Konzentration im Blut an. Ca. 80%
dieser Kohlenhydrate werden zunächst in Fett umgewandelt.
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Speicher der Triglyceride sind
Fettzellen. Etwa 30 Milliarden solcher Energiespeicher besitzt
ein Erwachsener (Übergewichtige bis zu 120 Milliarden).
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Ein normalgewichtiger 70 kg
schwerer Mann verfügt über etwa 100.000 bis 130.000 kcal in Form
von Triglyceriden (etwa 11-14 kg des Körpergewichts).
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Die wichtigsten Lagerstätten
sind Bauch, Muskulatur, Leber, Bindegewebe und Unterhaut. Von
dort können Triglyceride bei Bedarf durch fettspaltende Enzyme (Lipasen)
wieder freigesetzt werden.
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